Sie designen die Luft: Shizuko Yoshikuni und Manuel Kuschnig von Aoiro Airdesign

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Sie designen Raumdüfte für Hotels, Stores und Ausstellungsräume, ausschließlich mit natürlichen Inhaltsstoffen – die Japanerin Shizuko Yoshikuni und der Österreicher Manuel Kuschnig von Aoiro Airdesign. Vor elf Jahren haben sich die 37-Jährigen in Tokio kennengelernt, vor acht Jahren ihr Unternehmen gegründet und vor fünf Jahren ist das Pärchen nach Berlin gezogen. Ihre helle Maisonette-Wohnung mit Blick auf den Mariannenplatz ist Zuhause, Studio und Spielwiese für ihre kleine Tochter zugleich. Wir sprechen mit dem Paar über das Luft-Designen für große Brands, ihre neue Schlafduft-Kollektion für Muun und wie es für sie ist, wenn sie Räume ohne Duftkonzept betreten.

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Shizuko und Manuel wohnen und arbeiten in einer hellen Maisonette-Wohnung in Berlin.

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Ihr Faible für Japan spielt nicht nur bei vielen ihrer Düfte eine Rolle.

femtastics: Was muss man sich unter Airdesign vorstellen?

Shizuko: Wir übersetzen Stories und Konzepte von Räumen oder Brands in Düfte – wir nennen es “Olfactory Design”, also Geruchsdesign. Oft wird genau dieser Part bei Raumgestaltung vergessen oder vernachlässigt, obwohl er so wichtig ist.

Was habt ihr studiert?

Shizuko: Ich habe Natural Medicine, also die botanischen Essenzen und ihre Wirkung studiert.

Manuel: Ich habe in Wien Philosophie studiert. Als ich nach Tokio gezogen bin, habe ich mich viel mit dem Thema Design und Duft beschäftigt. Ich fand gerade den ästhetischen Part von Duft super interessant. Wir beide haben uns dann zusammengetan, um Raumdüfte zu designen mit dem Ziel, eine Welt drumerherum zu bauen – wir wollten nicht einfach nur Parfums kreieren.

Shizuko: Aoiro Airdesign haben wir dann vor fünf Jahren in Tokio gegründet und sind vor zweieinhalb Jahren nach Berlin gezogen.

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Shizuko lässt mich an den unterschiedlichen Inhaltsstoffen für die neue Schlafduft-Kollektion für Muun schnuppern.

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Warum habt ihr Berlin als Standort gewählt?

Manuel: Ich habe hier schon mal für ein paar Jahre gelebt. Für mich war es also easy, hier wieder zu starten. Außerdem finde ich Berlin als Standort super, es ist sicherlich der Ort in Deutschland, wo sich am meisten entwickelt.

Shizuko: Berlin hat sich für den Start am besten angefühlt. Ich mag die Vielfalt. Der größte Teil unserer Kunden ist nicht in Deutschland, sondern in ganz Europa verteilt – Berlin ist eine gute Base, um überall hinzureisen.

Hat euch eure Zeit in Japan stark bei eurer Arbeit beeinflusst?

Shizuko: Auf jeden Fall! Wir beide haben viel Zeit in Japan verbracht. Besonders die Ästhetik, die Handarbeit und die Detailverliebtheit faszinieren uns sehr. Unsere Arbeit ist aber nicht an die japanische Kultur angelehnt, da wir auch viele Kunden aus anderen Ländern haben. Wir haben zwei Produktlinien, die von Japan inspiriert sind und für die wir auch eng mit Kunsthandwerkern aus Japan zusammenarbeiten.

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Shizuko wurde in Japan geboren, Manuel hat sie in Tokio über einen gemeinsamen Freund kennengelernt.

Wir nutzen die Luft als Bühne unserer Arbeit.

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Was bedeutet Aoiro eigentlich?

Shizuko: Nicht so leicht auszusprechen, oder? (lacht) – wir haben auch lange überlegt, ob es der richtige Name für den europäischen Markt ist oder nicht. “Iro” bedeutet Farbe im Japanischen und “Ao” bedeutet Blau und reflektiert für uns die Farbe des Himmels und der Luft. Wir haben den Namen ausgewählt, weil wir die Luft als Bühne unserer Arbeit nutzen und der Name das perfekt verdeutlicht.

Ihr arbeitet für viele internationale Kunden. Wie kreiert ihr einen Signature-Duft für einen Store oder Raum?

Shizuko: Am Anfang studieren wir die Identität des Brands und beschäftigen uns mit der Stimmung des Raumes. Wofür wird der Raum genutzt, wie fühlt es sich dort an, welche Materialien und Farben werden in dem Raum eingesetzt?

Manuel: Wir versuchen alle anderen Sinneswahrnehmungen in einen Duft zu übertragen beziehungsweise zu übersetzen. Der finale Signature-Duft ist teil des gesamten Raumkonzeptes und nicht nur irgendein netter Duft – daher nennen wir es auch Airdesign.

Shizuko: Dann erstellen wir unterschiedliche Kompositionen. Wir sind eng im Kontakt mit unseren Kunden, sie sind beim Entstehungsprozess oft dabei. Meistens erstellen wir ein Moodboard rund um den Duft, um darzustellen, nach was der Duft riecht, welche Farben wir damit verbinden. Außerdem schauen wir auf die Charaktereigenschaften des Brands: Ist es ein Label voller Power und Energie oder zurückhaltender und leiser in der Kommunikation – das sind für uns ebenfalls wichtige Faktoren bei dem Designprozess. Diese Eigenschaften übertragen wir dann mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen in den Duft. Es ist wichtig, die gleiche “Sprache” mit dem Kunden zu sprechen, dabei helfen die Moodboards und Visuals in der Kommunikation.

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Und wie werden eure fertigen Raumdüfte dann in den Räumen angewendet?

Manuel: Das ist eine interessante Frage. Denn nicht nur die Entwicklung des Duftes an sich ist sehr wichtig, sondern eben auch, wie er im jeweiligen Raum wirkt. Normalerweise benutzen wir dafür einen professionellen Diffuser. Da wir nur mit natürlichen Inhaltsstoffen arbeiten, ist es wichtig, dass der Diffusor nicht das Aroma erhitzt. Er versprüht ganz feinen Nebel. Manchmal wird er in der Klimaanlage verankert, manchmal in der Tür, das ist unterschiedlich.

Shizuko: Das Fine Tuning ist sehr wichtig, also wie ein Duft dosiert wird. Es ist nicht so einfach wie bei der Musik: Wenn sie zu laut ist, mache ich sie einfach leiser. Der Duft braucht Zeit, um sich in der Luft zu verteilen, wenn man falsch dosiert, kann es schnell unangenehm werden oder es riecht nach nichts (lacht). Wir achten sehr darauf, wie der Diffuser programmiert wird – das ist auch ein Part unserer Arbeit. Da unterscheiden wir auch stark: Ist es ein Raum, der immer mit vielen Leuten gefüllt ist oder eher ein ruhiger Ausstellungsraum, in dem sich nur wenige Menschen bewegen?

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Die beiden eigenen Linien von Aoiro: „Hakudo“ (links) und „Colors Japonica“ (rechts).

aoiro-produkte-linieÜberall stehen hier Fläschchen mit Düften. Wo findet ihr all eure vielen Inhaltsstoffe?

Shizuko: Die richtigen Quellen zu finden ist bei uns eine laufende Mission. Da wir nur mit natürlichen Materialien arbeiten, ändert sich immer wieder viel. Wir haben tolle Lieferanten in Europa. Spezielle Inhaltsstoffe ordern wir aber auch direkt in bestimmten Ländern, zum Beispiel in Japan oder in Südafrika. Oft suchen wir Inhaltsstoffe speziell für bestimmte Produkte, die wir vorher noch nicht verwendet haben und lassen uns dann vorab Duft-Samples schicken.

Destilliert ihr denn auch selbst oder bekommt ihr die Düfte direkt in den Fläschchen?

Shizuko: Vielleicht, wenn wir beide in den Ruhestand gehen (beide lachen). Es ist eine faszinierende Welt, wenn man sich einmal damit beschäftigt hat. Für uns ist das aber unmöglich – allein für ein Fläschchen muss man zahlreiche Blüten per Hand pflücken. Für eine kleine Flasche mit 10ml braucht man circa 80.000 Blüten. In einigen Regionen spezialisiert man sich oft auf den Anbau von nur einzelnen Inhaltsstoffen, denn nicht alle Pflanzen wachsen überall.

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Frisch gelauncht: Die Kollektion Mutabi haben Shizuko und Manuel für das Schlaf-Brand Muun designt.

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Welche Inhaltsstoffe sind bei Raumdüften im Moment beliebt?

Shizuko: Ajowan ist ein Inhaltsstoff, den wir letztes Jahr häufig benutzt haben. Er wird aus einem Saatgut in Indien gewonnen, dort werden Ajowansamen nach dem Essen gekaut. Es hat eine sehr dunkle und industrielle Note, erinnert aber auch an die unberührte Natur und man kann es sehr gut mit leichten blumigen oder frischen Düften mischen – der finale Duft bekommt eine sehr tolle Charakteristik. Hiba wird oft in der Parfümerie verwendet, es ist ein Holz aus dem Norden Japans, sehr erdig, tief und intensiv – da wirkt schon ganz wenig sehr viel.

Wie viele Inhaltsstoffe bringt ihr für einen Duft zusammen?

Shizuko: Circa sechs bis fünfzehn Düfte. Wir versuchen nicht zu wenig zu nutzen, weil wir die unterschiedlichen Charakteristika der Düfte mixen wollen.

Manuel: Es soll ein ganz neuer Duft entstehen – es geht nicht darum, dass der Kunde sagt: ‘Ah, da ist das und das enthalten, das kenne ich!’ –  es soll eine ganz neue Mischung sein. Wie bei einem Gemälde, wo ganz viel passiert und man nicht anfängt, einzelne Farben zu analysieren – es geht um das große Ganze.

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Wie muss man sich den Arbeitsprozess vorstellen?

Manuel: Wir arbeiten mit einer feinen Pipette und kreieren ganz viele unterschiedliche Kompositionen. Wir wiederholen viel und legen die Düfte immer wieder unterschiedlich übereinander. Manchmal kommt dabei eine große Überraschung heraus, die du gar nicht erwartet hättest – diese chemischen Prozesse sind immer wieder interessant.

Shizuko: Es geht vor allem darum, einen Duft zu entwickeln, der neu für die Menschen ist, die den Raum besuchen, und den sie ab dem ersten Mal mit dem Brand beziehungsweise Shop verbinden.

Einige Düfte assoziiert man sofort mit Sommer, Weihnachten usw. – spielt das bei eurer Arbeit auch eine Rolle?

Manuel: Unsere Kompositionen sind meistens so komplex, dass man nicht einen bestimmten Duft herausriecht, der einen an etwas Persönliches erinnert. Aber natürlich spielen wir auch ab und zu damit, wenn wir ein bestimmten Gefühl transportieren wollen. Wir wissen, welche Düfte wir einsetzen müssen, um eine bestimmte Reaktion oder Assoziation auszulösen – aber es darf natürlich nicht zu flach werden.

Gerade habt ihr für Muun eine Schlafduft-Kollektion mit einer Duftkerze, einem Kissen-Spray und einem Wood Diffuser designt – sie nennt sich Mutabi. Was steckt hinter dem Begriff?

Shizuko: Mutabi ist ein fiktiver Begriff, der sich aus den japanischen Wörtern “Mu” und “Tabi” zusammensetzt. Gleichbedeutend mit Traum und Reise.

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Ein wichtigstes Arbeits-Tool: Der kleine Diffuser, der die Düfte leicht erhitzt und im Raum verteilt.

Mit welchen Inhaltsstoffen habt ihr gearbeitet?

Shizuko: Mutabi ist nicht nur ein Duft zum Relaxen, er soll auch Energie geben und ist daher auch etwas spicy. Grapefruit sorgt für Frische und eine leichte Note, ein Hauch Weihrauch für einen Neustart und schwarzer Pfeffer für Energie. Außerdem haben wir uns von der Farbwelt von Muun für den Duft inspirieren lassen und blaue Zypresse verwendet. Veilchenblätter sind auch dabei, sie sind ein wichtiger Bestandteil von Mutabi.

Unser Ziel war es, einen Duft zu kreieren, der zum Relaxen einlädt, dich aber nach dem Aufwachen auch frisch fühlen lässt. Im Diffuser befindet sich die reine Essence, du steckst den Holzdeckel mit dem Stick in das Fläschchen – es funktioniert ähnlich wie die Raumdüfte mit den großen Sticks, nur, dass es kompakter ist und auch schöner aussieht.

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Wir reisen oft zu den Locations, erleben die Locations und überlegen, wie die Luft für sie sprechen sollte.

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Ist es ein leichter Duft, weil er vor allem für den Einsatz im Schlafzimmer gemacht ist?

Shizuko: Es ist nicht unbedingt ein leichter, aber auch kein schwerer Duft. Muun hat einen ganz spannenden Ansatz, sie sehen die Matratze nicht als Bett, sondern als eine Art Insel, wo du dich ganz frei fühlen kannst. Mit unserem Duft wollten wir diese Stimmung widerspiegeln.

Da es ein natürliches Spray ist, verfliegt es auch irgendwann – es ist nicht wie bei einem Parfum, das sich um die Fasern legt.

Wie lange habt ihr an der Kollektion gearbeitet?

Shizuko: Von der Idee bis zum fertigen Produkt haben wir circa eineinhalb Jahre gearbeitet – so etwas kann man nicht mal eben in drei Monaten machen, dahinter steckt ein ganzes Schlafkonzept. Es war aber toll, so lange an einem Projekt zu arbeiten, weil wir so die Ideen reifen lassen konnten. Neben den Düften haben wir das Packaging in Zusammenarbeit mit Muun designt und zum Beispiel nach geeigneten Fläschchen gesucht. Es war nicht von Anfang an klar definiert, dass wir genau diese drei Produkte rausbringen werden, das hat sich alles im Prozess entwickelt.

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Im oberen Stockwerk befinden sich das Schlafzimmer, das Bad und eine weitere Sitzecke.

Wenn das Ambiente toll ist, sind wir nicht die Schnupper-Detektive und analysieren alles.

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Ist das eure erste Kooperation dieser Art?

Manuel: Ja, mit einem Schlaf-Brand haben wir bis jetzt noch nicht zusammengearbeitet. Wir haben in der Vergangenheit schon viel für Hotels gemacht, da geht es aber nicht um das Dachthema Schlafen, sondern mehr darum, eine Atmosphäre zu schaffen.

Apropos, für wen habt ihr schon Düfte designt?

Shizuko: Wir haben viele Modekunden, Hotelkunden, Kunden aus dem Luxussegment, wir designen Düfte für Showrooms oder Press Releases. Wir kreieren aber auch Düfte für Einladungen, Ausstellungen oder Messen, von der Fashion Week bis zur Expo.

Manuel: Besonders bei Stores und Hotels spielt der Duft eine wichtige Rolle – überall wo man den Gästen ein bestimmtes Erlebnis oder Konzept transportieren möchte. Gerade arbeiten wir zum Beispiel für ein Designhotel in Georgien, das ein Hotel in der City und ein Hotel in den Bergen hat, es ist ein tolles Projekt für uns, weil das Konzept dahinter so stark ist. Wir reisen oft zu den Locations, erleben die Locations und überlegen, wie die Luft für sie sprechen sollte.

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Und, wenn ihr einen Laden oder ein Hotel betretet, dann analysiert ihr sofort die Luft?

Shizuko: Ja, auf jeden Fall, es ist aber nicht störend, ich fange eher automatisch an zu analysieren und zu überlegen, welcher Duft passen könnte – ohne, dass mich jemand danach gefragt hat. Wenn das Ambiente toll ist, sind wir aber auch nicht die Schnupper-Detektive und analysieren alles (lacht).

Benutzt ihr zu Hause auch Raumdüfte?

Manuel: Wir wenden keinen speziellen Duft in unserer Wohnung an. Wir sind ganz natürlich von den Düften und Inhaltsstoffen umgeben, da wir konstant an vielen unterschiedlichen Projekten arbeiten. Wir beide benutzen auch kein Parfum.

Shizuko: Auch bei Haar- und Pflegeprodukten mögen wir am liebsten unparfümierte Produkte.

Habt ihr einen Lieblingsduft?

Shizuko: Das verändert sich oft, ich mag aber auf jeden Fall lieber abstraktere Düfte, bei denen man nicht gleich merkt, was für ein Duft es ist, zum Beispiel Ajowan. Von den blumigen Düften mag ich sehr gerne “May Chang”, es ist eine Beere aus China. Sie riecht sehr frisch, sunny, smiley und zitrisch und hat auch eine therapeutische Wirkung, sie öffnet das Herz und gibt dir ein großes Lächeln – perfekt nach dem kalten Winter in Berlin (lacht).

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Neben euren Auftragsarbeiten habt ihr bis jetzt zwei eigene Linien entworfen. Was steckt dahinter?

Shizuko: “Colors Japonica” ist unsere erste Produktlinie, die wir vor zwei Jahren gelauncht haben. Es sind vier unterschiedliche Düfte, inspiriert von den traditionellen Farben von Japan, die in Holzschachteln verpackt sind. Wir wollen bei Aoiro nicht nur ein Packaging haben, das unser Produkt schützt, sondern danach auch weiterverwendet werden kann. Die Schachteln produzieren wir gemeinsam mit einem japanischen Kunsthandwerker, den wir zufällig auf einer Reise entdeckt haben.

Die zweite Linie heißt “Hakudo” …

Shizuko: “Hakudo” ist die zweite Linie, die wir ein Jahr später herausgebracht haben. Es ist ein Duft mit elf Inhaltsstoffen. Uns ging es bei der Entwicklung darum, dass man Düfte auch mal anders einsetzt – wir haben uns dabei von einer japanischen Zeremonie inspirieren lassen. Der Duft ist sehr erdig und mächtig. Du kannst es zum Beispiel auf den Beistelltisch neben dein Bett stellen und es jeden Tag zum Ritual werden lassen.

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Wo verkauft ihr eure Produkte?

Shizuko: Leider noch nicht in Hamburg. In Berlin zum Beispiel bei Andreas Murkudis, Konk, viel in Skandinavien – mal sind es Fashion- oder Lifestyle-Shops, mal Shops mit japanischem Fokus und auch in einigen Salons sind wir vertreten.

Manuel: Wir hatten nie eine Strategie à la wir wollen unsere Sachen in allen Beauty-Stores in Europa verkaufen, das wächst alles sehr organisch.

Shizuko: Es ist manchmal gar nicht so einfach, den Leuten zu erklären, was wir machen – wir können nichts ausdrucken oder eine E-Mail mit unseren Düften verschicken, umso wichtiger ist für uns, dass die Ästhetik des Produktes stimmt und unsere Philosophie transportiert.

Braucht ihr eigentlich manchmal auch eine Duft-Pause?

Manuel: Wenn man viel an einem Projekt arbeitet, wünscht man sich manchmal vielleicht, dass man zwischendurch auch mal etwas anderes riecht, aber wir arbeiten nie ganz lange durchgehend an einem Projekt, sondern machen sowieso zwischendurch Pausen.

Shizuko: Wenn man mal nicht weiterkommt, ist es immer gut, auch mal den Raum zu verlassen und durchzuatmen – das hat aber weniger damit zu tun, dass wir von den Düften flüchten müssen, sondern eher damit, dass man mal den Kopf frei bekommt, um wieder auf neue Ideen zu kommen.

Vielen Dank für das Interview.

Hier findet ihr Aoiro Design:

 

Hier könnnt ihr die neue Schlafduft-Kollektion „Mutabi“ von Aoiro x Muun kaufen.

Fotos: Sophia Lukasch

– Diese Story entstand in Zusammenarbeit mit Muun –

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