Fempower bei DaWanda: Illustratorin und Mexiko-Fan Frau Ines

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Als uns das DaWanda-Team gefragt hat, welche kreative Frau in Hamburg für uns für Fempower steht, waren wir uns sofort einig: Frau Ines! Ines Häßler aka Frau Ines ist DaWanda-Verkäuferin der ersten Stunde und hat ihre ganz eigene Nische gefunden: Die 30-Jährige interpretiert Totenköpfe mit einer großen Portion Kitsch neu. Inspiriert vom mexikanischen Volksfest „Día de los Muertos“ illustriert sie auf Vintage-Porzellan, Postkarten, in Büchern und auch mal auf Körpern – neuerdings ist Ines auch unter die Tätowiererinnen gegangen. Wir besuchen die Hamburgerin, die ihr Label zunächst nebenbei aufgezogen hat, in ihrer kunterbunten Wohnung in Eimsbüttel und machen mit der Künstlerin einen Abstecher in ihr Ladenatelier „Vergizzmeinnicht“ auf St. Pauli, das sie sich mit einer kreativen Girlgang teilt.

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Ines wohnt in einer geräumigen 2-Zimmer-Wohnung in Hamburg – die Tapete stammt noch von der Vormieterin, einer netten alten Dame.

„Ich stehe eigentlich gar nicht auf den Totenkopf an sich.“

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femtastics: Woher kommt deine Faible für Mexiko und Totenköpfe?

Ines Häßler: Das kommt durch meine Diplomarbeit. Mein Thema war “Lachen.Tod”. Durch meine Recherchen bin ich auf das mexikanische Volksfest „Día de los Muertos“ gestoßen. Ich fand das super faszinierend. Seitdem hat mich das nicht mehr losgelassen. Ich stehe eigentlich gar nicht auf den Totenkopf an sich, ich finde es aber so spannend, wie die Mexikaner mit dem Tod umgehen und was sie daraus machen. Es gibt kein hartes Ende wie bei uns – hier in Deutschland ist immer alles grau in grau, es gibt eine gelernte Trauergesellschaft, wie alles abzulaufen hat.

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Von Fake-Tattoos bis illustrierte Teller – Ines‘ Produktrange.

Wo hast du Design & Illustration studiert? Wolltest du das schon immer machen?

Bis 2010 habe ich Kommunikationsdesign auf Diplom in Darmstadt studiert und am Ende meinen Schwerpunkt auf Illustration gelegt. Ich war auch ein halbes Jahr in Brüssel auf einer Illustrationsschule. Ich wollte schon immer etwas Kreatives machen, wusste nur noch nicht was. Ich habe diverse Praktika gemacht, von Raumgestaltung und Schaufensterdekoration über Marketing bis hin zur Fotografie.

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Nach dem Studium warst du zunächst festangestellt. Wann wusstest du, dass du dich selbstständig machen willst?

Nach meinem Abschluss war ich ein halbes Jahr in Bremen in einer kleinen Agentur angestellt und habe danach zwei Jahre in einer Digitalagentur in Hamburg gearbeitet. Mit den Illustrationen und den Tellern habe ich nebenbei angefangen. Dann wurde es immer besser und besser. Einen eigenen Shop bei DaWanda habe ich direkt nach dem Studium erstellt und vor fünf Jahren am ersten Markt teilgenommen. Ein Jahr später habe ich mich dann selbstständig gemacht.

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Mon, Moin! Den Emaille-Becher könnt ihr hier online shoppen.

Bist du klassisch mit einem Businessplan an deine Gründung herangegangen?

Ehrlich gesagt, habe ich keinen Businessplan geschrieben und mir auch keinen Plan gemacht. Ich habe ein Angebot von einer kleinen Agentur bekommen, dort als Freelancer zu arbeiten, damit konnte ich mich am Anfang über Wasser halten. Dann wurde es aber immer weniger und ich habe mich immer mehr meinem Label gewidmet. Irgendwie hat das alles gut hingehauen – viel Glück war auch dabei.

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DaWanda ist eine prima Plattform, besonders wenn man am Beginn seiner Labelgründung steht. Dort kann man sich super ausprobieren.

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Die Postkarte „I hope your day is as nice as your butt“ bekommt ihr in Ines‘ DaWanda-Shop – offline verkauft sie ihre Sachen in ihrem Ladenatelier „Vergizzmeinnicht“.

Machst du auch Auftragsarbeiten?

Ja, ich habe gerade ein Buch für eine Freundin illustriert, die mit ihrem Goggomobil durch Deutschland zur Entschleunigung gereist ist. Hochzeitskarten, Logos, Flyer, Illustrationen für Magazine – eigentlich alles, was mit Illustration zu tun hat, mache ich auch im Auftrag.

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Du hast es eben schon angesprochen: „Día de los Muertos“ ist eine deiner großen Inspirationsquellen. Warst du selbst schon vor Ort?

Ja, ich war 2015 das erste Mal da. Es findet immer Anfang November statt, wenn bei uns Allerheiligen ist.

Was genau steckt dahinter?

Einmal im Jahr feiern die Mexikaner den „Día de los Muertos“, dann kommen die Verstorbenen zurück in die Heimat. Die Angehörigen empfangen sie, bauen Altare mit ihren Leibspeisen und Lieblingssachen auf, machen eine große Party daraus und feiern mit ihnen ein Fest.

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Wie läuft das Volksfest ab?

Am ersten Tag gehen sie auf die Friedhöfe und sitzen alle um die Gräber mit Mariachi, Schnaps und Mezcal herum. Die Stimmung ist so toll. Ich wusste, was auf mich zukommt, aber da zu sein und auf dem Friedhof zu sein, war krass. Alles war kunterbunt geschmückt, mit Blumen und kleinen Figürchen – der ganze Friedhof. Bei den Gräbern empfangen sie die Toten und in jedem Hof und auf jedem Platz steht ein Altar, orange- und gelbfarbene Ringelblumen weisen den Weg zu den Haustüren, damit die Verstorbenen die richtige Tür finden. Wenn sie dann da sind, gibt es große Paraden in der Stadt. Alle sind geschminkt, viele mit aufgemalten Totenköpfen. Es wird getanzt, es gibt ein Feuerwerk und keine Ordnung, von jeder Seite kommt eine neue Parade dazu – das ist der Wahnsinn!

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Stört man als “Touri” vor Ort nicht? Wie gehen die Mexikaner damit um?

Ich habe den „Dia de los Muertos“ als ein sehr offenes und willkommen heißendes Fest wahrgenommen. Natürlich gibt es bestimmte Veranstaltungen nur für Touristen, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass die Mexikaner sich generell an den Touristen stören, sondern eher das Interesse an der Kultur gutheißen und vielleicht sogar etwas stolz sind, einen solch tollen Brauch zu vermitteln.

Gibt es einen Moment, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Es war faszinierend, einfach in der Masse zu stehen, alle laufen hin und her, es ist mega eng und viele haben aus Pappmaché gebaute Totenköpfe an langen Stielen in der Hand. Die tanzen dann wie Marionetten über der Masse – das war beeindruckend!

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Für dich muss das ja Inspiration pur sein!

Ja, ich liebe vor allem die kunterbunten Girlanden mit Scherenschnitt, die hängen überall und die ganze Stadt ist bunt. Natürlich war es aber auch ein Overload an Inspiration, im positiven Sinne.

Was hast du dir von der Reise mitgebracht?

Ich habe mega viel mitgebracht (lacht). Wrestlingmasken, Girlanden, Tücher, Schals, Hüte, einen Poncho – jede Menge Kitsch und Schnick Schnack.

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Das Fest wird in vielen Städten gefeiert. Welche Stadt würdest du empfehlen?

Wir haben mehrere Städte besucht. In Oaxaca wird angeblich das größte “Día de los Muerto’s“ gefeiert, es soll auch das authentischste sein – in die Stadt habe ich mich auch ein bisschen verliebt. Alles ist bunt, es gibt ganz viele Galerien, Ateliers und Studios, tolle Märkte und super Essen.

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Wie bist du auf die Idee gekommen, deine Totenköpfe auf Porzellan zu illustrieren?

Ich gehe unglaublich gerne auf Flohmärkte. Irgendwann dachte ich, man sieht immer so viel schönes Porzellan, warum verbinde ich das eigentlich nicht mit meinen Illustrationen? Dann habe ich es ausprobiert. Ich mag daran, dass das spießige, altbackene Porzellan mit den neuen makaberen, aber auch lieblichen Totenkopfillustrationen kombiniert wird. Jeder Teller, jedes Porzellan bringt eine Geschichte mit sich, oft war es schon in vielen Händen, in unterschiedlichsten Haushalten – dem eine neue Geschichte, neues Leben mitzugeben, passt auch wieder zu dem Brauch in Mexiko.

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Hast du einen Lieblings-Flohmarkt?

Ich mag den Flomarkt in Eimsbüttel gerne. Im Herbst gibt es dort immer einen großen XXL-Nachbarschaftsflohmarkt rund um den Else-Rauch-Platz. Ich bin auch gerne außerhalb von Hamburg unterwegs und besuche auch gerne Haushaltsauflösungen.

Hast du auch Kunden oder Fans aus Mexiko?

Kunden nicht direkt, lustigerweise werde ich oft auf Märkten gefragt, ob ich Mexikanerin sei und einige Besucher sprechen mich ab und zu auch direkt auf Spanisch an. Was ich gut finde, ist, dass die Mexikaner nicht doof finden, was ich mache. Das Feedback, was ich bisher bekommen habe, ist tatsächlich nur positiv und dass es eine tolle Kombi aus Hamburg und dem ursprünglichen Mexiko sei.

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Von was lässt du dich, abgesehen von Mexiko, für deine Illustrationen inspirieren?

Von allem Möglichen. Man sieht auch an den Totenköpfen, in was für Phasen ich mich gerade befinde. Als ich nach Hamburg gekommen bin, war die Inspiration eine zeitlang eher das Maritime, da sind die ganzen Seemänner und Meerjungfrauen entstanden. Dann hatte ich mal eine Phase, da fand ich indische und orientalische Kopfbedeckungen supercool, dann ging es über mit Federn in die Burlesque- und Reeperbahn-Richtung. Nach der Mexiko-Reise haben mich Azteken, aber auch das Ägyptische inspiriert. Ich verliere mich generell immer in Details, was mir am meisten Spaß macht.

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Vergisst du alles um dich herum, wenn du illustrierst?

Das würde ich so nicht sagen. Oft gucke ich eine Serie oder einen Film und illustriere eher nebenbei. Wenn es um die Illustration für die Teller geht, setze ich mich meistens auch nicht gezielt hin, das kommt dann einfach.

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Wir fahren gemeinsam in Ines‘ Atelier nach St. Pauli.

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Wie bringst du deine Illus auf das Porzellan?

Das mache ich mit einer speziellen Keramiktransferfolie. Die wird aufgebracht, dann wird es getrocknet und dann wird das Motiv eingebrannt.

Als junge Gründerin muss man schauen, welche Plattform sich für den Verkauf am besten eignet. Bist du eine DaWanda-Verkäuferin der ersten Stunde?

Ja, auf jeden Fall. Ganz am Anfang habe ich dort auch Siebdruck-Taschen- und -Shirts verkauft. Ich habe mich dort viel ausprobiert und auch erstmal geschaut, was kommt gut bei den Käufern an und was eher nicht. DaWanda ist eine prima Plattform, besonders wenn man am Beginn seiner Labelgründung steht. Obwohl ich mittlerweile auch einen eigenen Onlineshop habe, verkaufe ich dort weiterhin meine Produkte, weil es eine gute Plattform mit einer netten Community und Käuferschaft ist.

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Gemeinsam mit drei kreativen Frauen teilt sich Ines das Ladenatelier Vergizzmeinnicht auf St. Pauli.

Kaufst du dort auch selbst?

Ich schaue dort sehr gerne, meistens, wenn ich etwas Spezielles suche. Die Auswahl ist so riesig, wenn ich nur stöbere, verliere ich mich schnell und klicke mich stundenlang durch die Shops (lacht).

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Alles made by Ines!

Einige Cafés und Restaurant stellen deine Produkte aus, zum Beispiel “Herr Max” in Hamburg, und auch in einigen kleinen Läden bist du mit deinen Produkten vertreten. Wie hast du das geschafft?

Glücklicherweise sind bisher alle Interessenten und Kooperationen auf mich zugekommen (lacht). Ich glaube, ich könnte das noch viel mehr pushen. Ich habe aber einfach keine Zeit. Ich freue mich total, wenn sich immer wieder Sachen ergeben und entwickeln. Gerade habe ich ein Kooperation mit Soulbottle gemacht, die Flasche wird es demnächst auch im Handel geben, da bin ich schon sehr gespannt.

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Wann kam die Liebe fürs Tätowieren dazu?

Tattoos fand ich eigentlich schon immer gut. Die Idee, selbst zu tätowieren, kam durch meine Kunden. Immer öfters haben mich Leute auf Designmärkten angesprochen, ob ich auch tätowieren würde. Bis dahin hatte ich gar nicht darüber nachgedacht, fand die Idee aber mit der Zeit immer besser. Gestartet habe ich erstmal mit Fake-Tattoos, die sind so gut angekommen, dass ich mich dazu entschlossen habe, mit dem richtigen Tätowieren anzufangen. Am Anfang habe ich es auf Schweinehaut ausprobiert und irgendwann dann meiner Freundin eine kleine Ananas tätowiert – das hat gut geklappt. Dann habe ich erst an Leuten, die ich kenne und, die Lust hatten, geübt. Irgendwann hatte ich keine Probanden mehr (lacht), dann habe ich es letztes Jahr im März öffentlich gemacht.

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Ines hat in der Ateliergemeinschaft einen großen Raum nur für sich.

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Das heißt, du hast es dir komplett selbst beigebracht?

Nicht ganz, ich war bei einer Bekannten in einem Studio in Eimsbüttel. Sie hat mir am Anfang über die Schulter geguckt und ein paar Tipps und Tricks gegeben.

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Du tätowierst aber nur deine Illustrationen, oder?

Ja, das ist mir auch wichtig. Die Haut ist für mich nur ein anderes Medium. Es geht mir nicht ums Tätowieren an sich, sondern um meine Illustrationen. Meine Kunden können sich etwas wünschen und ich zeichne das dann. Manchmal haben sie aber auch schon etwas bei mir gesehen, das sie toll finden.

Und was hast du selbst für Tattoos?

Ich habe ganz unterschiedliche Tattoos. Zum Beispiel meine Power Girls von Retro23 aus Saarbrücken. Der bringt einmal im Monat einen Flash raus, da sind dann fünfzehn Motive drauf und die vergibt er dann einmalig. Seine Sachen finde ich total toll. Das Motiv mit den Zwillingen passte total gut zu mir und meiner Schwester, wir werden oft für Zwillinge gehalten, sie hat sich dann auch ein Detail davon stechen lassen. Dann habe ich noch eine Hellseherin auf dem Arm, das ist von Nick Colin Corbett von Forever St. Pauli und von Maria Fernandez habe ich eins auf dem Rücken. Zu dem kommen noch einige Kleinigkeiten, teilweise auch mitgebrachte Reisetattoos, wie ein Kaktus aus Mexiko und eine Palme aus LA.

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Wer sich nicht an echte Tattoos herantraut, wird mit Ines‘ Fake-Tattoos happy!

Eigentlich wäre mein Traum mal eine Weltreise zu machen, vielleicht finanziert durch Tattoos. Einfach los mit meiner Maschine von Studio zu Studio.

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Planst du noch mehr Tattoos?

Einen konkreten Plan gibt es nicht. Am liebsten mag ich Wannados, wenn der Tattoo-Artist ohne Kundeneinfluss etwas entworfen hat. Sicherlich werden da noch einige tolle Künstler zu meiner jetzigen Sammlung dazu kommen. Da ich es jetzt ja selbst kann, übe ich auch an mir. Am Fuß habe ich mir schon eine kleine Ranke und das Buch der Schattenzeichen aus der Serie “Charmed” gestochen – ein kleines Girl-Gang-Tattoo. Der Oberschenkel ist auch noch in Planung, aber da kann ich mich noch nicht entscheiden, was ich gerne möchte.

Du teilst dir deinen Laden mit drei weiteren kreativen Frauen. Fempower pur!

Ja! Es ist eine Atelier- und Ladengemeinschaft. Mit im Atelier ist noch Katja Schian, sie ist gelernte Goldschmiedin und macht Schmuckdesign, dann ist noch Tina von dem Label “Das Uffel” dabei und  Lena vom Modelabel Lena Schokolade.

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Fundstücke: Das Porzellan hat Ines auf Flohmärkten gefunden und haucht ihm mit ihren Illustrationen neues Leben ein.

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Spielt Support bei euch eine Rolle?

Ja, auf jeden Fall, wir supporten uns gegenseitig. Wir sind mittlerweile auch keine Arbeitskolleginnen mehr, sondern gute Freunde. Katja und Tina hatten mich damals auch auf einem Designmarkt angesprochen und mich gefragt, ob ich Lust hätte, mit ins Atelier zu ziehen. Das fand ich super cool, denn eigentlich kannten mich die beiden gar nicht. Katja und ich machen mittlerweile ganz viele Designmärkte zusammen, wir packen oft ein Auto voll und düsen los. Ein Jahr lang haben wir gemeinsam ganz viele Märkte in ganz Deutschland abgeklappert. Es ist super, wenn man so etwas gemeinsam machen kann und sich gegenseitig unterstützt. Mit Katja habe ich auch eine kleine Kooperation gemacht. Neben den Tellern zeichne ich meine Totenköpfe auch gerne auf alte Fotos – Katja hat dann Broschen und Ketten daraus kreiert. Ansonsten unterstützen wir uns immer und überall, dadurch, dass wir den Laden gemeinsam haben, ist die Basis, dass man aufeinander zählen kann.

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Welche Rolle spielt Fempower bei deinen eigenen Designs?

Fempower spielt auf jeden Fall eine Rolle in meinen Motiven. Für viele ist es wahrscheinlich alleine schon Fempower, dass ich als Frau mit dem Thema Tod und dem Motiv Totenkopf spiele. Für mich spielt eher die Umsetzung eine Girlpower-Rolle, denn die Motive wären nicht so wie sie sind, wenn ich keine Frau wäre. Was meine Illustrationen lebendig macht, sind die filigranen, verspielten Details, aber auch der mutige Kitsch und die übertriebenen Ausschmückungen.

Was machst du, wenn du mal nicht voran kommst?

Das ist ganz unterschiedlich. Ich hatte tatsächlich Anfang letztes Jahres eine Phase, in der ich unmotiviert und nicht ganz glücklich war. Da war ich happy, dass ich mit dem Tätowieren angefangen habe, weil es eine neue Herausforderung für mich war. Das mit den Tellern läuft alles super und kommt immer noch gut an, es fordert mich aber natürlich nicht mehr so. Das Tätowieren war ein neuer Aufwind!

Und was machst du, wenn du mal nicht arbeitest? Wie schaltest du ab?

Ich reise sehr gerne, ich bin mindestens einmal im Jahr mit meiner Schwester ein verlängertes Wochenende weg. Wir machen meistens Städte-Trips. Wir waren in Budapest, Madrid, Lissabon – meistens nur vier, fünf Tage. Letztes Jahr waren wir in Marrakesch – das war wie eine Reise ins Aladdin-Land. Sowas finde ich super und würde ich auch gerne mehr machen. Eigentlich wäre mein Traum, mal eine Weltreise zu machen, vielleicht finanziert durch Tattoos. Einfach los mit meiner Maschine von Studio zu Studio.

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Neben deinem Online-Geschäft bist du auch viel auf Designmärkten unterwegs. Wo finden wir dich demnächst?

Der nächste Markt ist der “FrühYeah!”-Desigmarkt von Geheimtipp Hamburg im Parlament Hamburg am 26. März, angeblich im schönsten Raum Hamburgs! Dann kommt noch der Ponyhof in Rostock, die Besondersschön am 2. April im Museum der Arbeit und der Craft Market vom 16. bis zum 18. Juni in den Rindermarkhallen.

Vielen Dank für das Interview, liebe Ines!

 

Hier findet ihr Frau Ines und ihren DaWanda-Shop:

Vergizzmeinnicht – Ateliergemeinschaft und Shop, Simon-von-Utrecht-Straße 86, Hamburg

Fotos: Sophia Mahnert

– Diese Story ist in Zusammenarbeit mit dem Online-Marktplatz DaWanda entstanden –

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