Bloggerin Jessica Weiß: „In Deutschland brauchst du richtigen Content, sonst wirst du als blöd abgestempelt.“

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Über Jessica Weiß wurde schon viel geschrieben – schließlich ist sie Deutschlands bekannteste Modebloggerin. Der Weg dahin war steinig bis glamourös und führte die 29-jährige gebürtige Essenerin von ihrem ersten hocherfolgreichen Blog LesMads über einen Verlagsausflug beim Interview Magazin bis hin zu ihrem heutigen Blogazine Journelles. Ihr nächstes Herzensprojekt? Jouur! Nach jahrelangem Schreiben über Mode wagt sich Jessie nun selbst ans Designen und hat gerade eine Contemporary Kollektion hochwertiger Basics gelauncht. Das femtastics-Team kennt und verfolgt Jessies Weg von Anfang an, kurz vor der Fashion Week Berlin nehmen wir uns Zeit für ein persönliches Gespräch in ihrer Wohnung und Büro in Prenzlauer Berg.

Femtastics: In wenigen Tagen startet die Mercedes Benz Fashion Week Berlin – für dich ein Grund zur Freude?

Jessica Weiß: Ja und nein, denn es ist vor allem auch immer eine sehr stressige Zeit. Dieses Jahr ballen sich die wichtigen Termine alle an einem Tag. Außerdem würde ich mir wünschen, dass sich die Berliner Designer mehr trauen.

Wie kommt das?

Im Ausland beobachte ich, dass die Designer sich gut positionieren und verstehen, wie man auf sich aufmerksam macht. Mein Lieblingsbeispiel ist Simon Jacquemus, den vor ein paar Jahren keiner kannte und der einfach in die Tuileries gegangen ist und seine Models neben den Streetstyle-Fotografen aufgebaut hat, um einfach selbst eine kleine Show zu machen. „Wie peinlich!“, haben wir gedacht, „Das bringt doch nix!“ Aber er ist konsequent geblieben, weil er wusste, wie und wo er seine Mode verkaufen möchte. Solche Aktionen fehlen mir in Berlin. Da machen die Designer zweimal im Jahr eine Kollektion, aber die restliche Zeit ziehen sie sich ins Kämmerlein zurück. Viele sind – mit ein paar Ausnahmen wie zum Beispiel Malaika Raiss – noch nicht mal auf den sozialen Kanälen unterwegs. Kein Wunder, dass man viele Jungdesigner wieder aus den Augen verliert.

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Jessie zeigt uns vorab die Lookbook-Bilder für ihr neues Label JOUUR.

 

Früher war die Begeisterung größer?

Früher war ich hibbelig und richtig aufgeregt, backstage zu gehen. Dieses Wow-Gefühl, das mich etwas aus den Latschen haut, das fehlt mir manchmal. Ich bin aber natürlich auch schon lange dabei: Es ist meine 16. Berliner Fashion Week!

Und doch bist du auf der Fashion Week unterwegs. Was magst du dir denn überhaupt noch anschauen?

Ich gehe natürlich immer noch gern zu meinen Favoriten wie Lala Berlin und Perret Schaad, Hien Le und Kaviar Gauche, wobei die dieses Jahr wieder in Paris zeigen. Außerdem bin ich gespannt auf die Newcomer William Fan und Bobby Kolade.

Es mangelt an Vermarktungsstrategien und kreativen Ideen.

Woran krankt die deutsche Mode deiner Meinung nach?

Grundsätzlich würde ich sagen, dass es an Vermarktungsstrategien und kreativen Ideen mangelt. Wenn man sich entscheidet, seine Kollektion auf dem Laufsteg zu zeigen, dann muss man seiner Meinung nach mehr präsentieren, als nur einen Abklatsch von den großen Designern. Es gibt kein Label, dessen Stil extrem heraussticht, mit Ausnahme von Bobby Kolade vielleicht. Es verschwimmt eher alles immer mehr, überall sieht man schöne Seidenkleider, aber wer trägt sie schließlich auf der Straße? An den Models sehen diese Seidenkleider immer ganz toll aus, aber wenn ich das anziehe, sieht das aus wie eine Mozartkugel. Was die Berliner Mode ausmacht, ist selbst für mich immer noch schwer greifbar.

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Den Beni-Ourain-Teppich und die Leder-Poufs hat Jessie aus ihrem letzten Marrakech-Urlaub mitgebracht.

 

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Du bist mit deinem Label Jouur nun selbst unter die Designer gegangen.

Pia Thole, eine alte Bekannte aus Köln, ist auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich nicht eine Kollektion machen möchte. Ich habe immer drüber nachgedacht, bin aber eben keine Designerin und habe keine Ahnung von Produktion und Vertrieb. Das ist sehr viel Arbeit und ich hätte mich nie allein an so ein Projekt rangewagt. Pia hält mir in diesem Punkt komplett den Rücken frei. Wir haben die letzen 1,5 Jahre in die Entwicklung der Schnitte gesteckt und meine persönlichen Lieblingsteile designt – von der perfekten Seidenbluse bis zum perfekten T-Shirt.

Wo produziert ihr die Mode?

Die Kollektion wird in der Nähe von Shanghai produziert, weil wir dort die beste Qualität für unser Preissegment bekommen. Die Produktionsstätte hat sich ebenfalls durch einen persönlichen Kontakt ergeben, da dort viele andere bekannte Marken ihre Kollektionen ebenfalls produzieren. Bevor wir angefangen haben, ist Pia nach China geflogen und hat sich vor Ort von den guten Arbeitsbedingungen überzeugt.

Ist das Label der nächste logische Schritt?

Ich wusste immer, dass ich gerne mal Produkte in den Händen halten möchte. Der eigene Geschmack festigt sich über die Zeit und ich greife in meinem Kleiderschrank immer zu denselben Sachen. Das ist auch die Idee hinter der Kollektion: JOUUR. bietet Teile, die du sowohl tagsüber im Alltag als auch abends bei Events tragen kannst. Wir denken nicht in Saisons, sondern wollen eine zeitlose Kollektion machen, der wir immer mehr Lieblingsteile hinzufügen.

Und das ganze finanziert ihr komplett selbst?

Wir finanzieren uns komplett eigenständig ohne Investoren. Das bedeutet natürlich viel Arbeit und ein größeres Risiko, aber wir können eben auch Dinge frei entscheiden. Mit Journelles haben wir außerdem die perfekte Plattform für den Vertrieb.

Apropos Journelles: Du bist Bloggerin der ersten Stunde, nun geht der erste „alte Hase“ namens Elin Kling in Blog-Rente.

Ich habe mir das schon gedacht. Als ich sie im März in ihrem Showroom in Paris getroffen habe, war sie schon schwanger und hat sich gänzlich auf die Vermarktung und den Vertrieb ihres Labels Totême konzentriert. Sie will zu 100 Prozent in diese Richtung gehen und die Aufmerksamkeit nicht mehr auf ihrer Person haben.

Ist das für dich auch eine denkbare Perspektive?

Ich persönlich möchte nicht unbedingt nur ein Label machen. Klar träume ich manchmal davon, dass Journelles eines Tages auch ohne mich funktionieren würde, aber im Moment mache ich nach wie vor viel zu gerne Content, auch wenn mir leider immer häufiger die Zeit dafür fehlt.

Hängt das auch damit zusammen, dass du mit deinem Gesicht für die Seite stehst?

Ja, und dass ich den leitenden Geschmack und die Themenauswahl vorgebe. Alle Artikel meiner Contributors werden vorher mit mir abgesprochen und freigegeben. Außerdem ist Lexi jetzt drei Tage die Woche fest bei mir und ich lerne, immer mehr Sachen abzugeben. Zudem ist eine Assistentenstelle für die gesamte Korrespondenz in Planung. Das nimmt die meiste Zeit meines Tages in Anspruch.

Da bleibt viel auf der Strecke.

Vieles wird so zwischendurch von unterwegs gemacht. Neulich habe ich in einem Interview über Selbständigkeit gelesen, dass man sich eigentlich vier Tage um seine selbständige Tätigkeit kümmern und einen Tag in die Visionen investieren sollte. Also, was will ich in drei Monaten machen, was in einem Jahr? Das würde ich eigentlich auch gern machen.

 

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Jessies aktuelle Lieblings-Schuhe und -Taschen

 

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Dann lass uns doch gleich mal zehn Jahre weiterdenken, was wirst du dann machen?

Digital werde ich auf jeden Fall immer machen. Ich kann mir schon vorstellen, dass ich immer noch ein Online-Magazin mache, aber wie das dann aussieht, weiß ich nicht. Deswegen probiere ich gern viel aus, wie die TV-Sendung, Beratung, Radio-Sachen oder eben jetzt das Label.

Du kannst nicht kontinuierlich dasselbe Arbeitsniveau abliefern.

Online ist und bleibt deine Lieblingsspielwiese?

Total. Wobei viele immer vergessen, dass man nicht jeden Tag hundert Prozent dieselbe Leistung abliefern kann. Es gibt halt Höhen und Tiefen. Mal haben wir mehr Diskussionen auf der Seite, dann gibt es mal wieder einen kleinen Shitstorm und manchmal bin ich nicht mit jedem Artikel zufrieden. Das geht aber auch nicht, du kannst nicht kontinuierlich dasselbe Arbeitsniveau abliefern.

Das stimmt. Was denkst du eigentlich über Mami-Blogs? Sind Mami-Blogs die neuen Modeblogs?

Solange man selber noch keine Kinder hat, ist es schwierig, sich mit den Themen zu identifizieren. Damit schließt man viele Leser aus. Ich persönlich kann mir gerade nicht vorstellen, über Kinderthemen zu schreiben oder plötzlich einen Babyblog zu machen. Ich werde ja trotzdem immer noch einen Modegeschmack haben und mich für Interieur und Reisen interessieren. Ich glaube nicht, dass mein Interesse an Mode und Modethemen aufhört, wenn ich Kinder haben. Aber ich ertappe mich oft dabei, dass ich gern mehr Alltagsanekdoten erzählen oder persönlicher schreiben würde. Auf der einen Seite die professionelle Business-Frau zu geben und auf der anderen Seite die innersten Gefühle darzulegen, ist allerdings nicht einfach.

Verständlich, ein schwieriger Spagat.

Irgendwann musst du dich entscheiden, bist du nun ein Modemagazin oder alles und nichts? Spätestens wenn die Entscheidung fällt, damit den Lebensunterhalt zu verdienen, dann muss man sich professionalisieren.

auch, um eine gewisse Reichweite langfristig aufzubauen. Apropos: Wie wichtig ist Reichweite heute eigentlich noch?

International ist Reichweite auf jeden Fall wichtig. Da wird immer nur mit Zahlen um sich geworfen, es geht überhaupt nicht um Inhalte. In Deutschland ticken die Uhren noch mal anders. Ich weiß zum Beispiel, dass ich die Reichweiten, die wir früher bei LesMads hatten, gar nicht mehr erreichen kann. Das Angebot ist viel zu groß und außerdem haben wir alle eine enorme internationale Konkurrenz.

In Deutschland brauchst du richtigen Content, sonst wirst du direkt als blöd abgestempelt, wenn du nur deine Bilder hast.

Wie sieht es mit Instagram & Co aus?

Ich bin immer ganz vorsichtig mit diesen Kanälen. Es ist zwar schön, die Follower-Zahlen stetig wachsen zu sehen, aber sobald du deinen Output in andere soziale Netzwerke abgesehen von deinem Blog legst, gibst du Kontrolle ab. Das kann sich ganz schnell verändern. Früher war MySpace groß, dann Facebook, dann Instagram …

jetzt Snapchat.

In Deutschland brauchst du als Blogger richtigen Content, sonst wirst du direkt als blöd abgestempelt, wenn du nur deine Bilder veröffentlichst. Und es sind nicht nur die schönen Bilder, die den Traffic generieren, sondern die Inhalte – was wiederum ein gutes Zeichen für die Lesekultur ist.

Außerdem geht es auch nicht mehr darum, immer der oder die Erste mit der News zu sein.

Nein, das war auch nie der Anspruch von Journelles. Trotzdem ist es manchmal schwierig. Jetzt bin ich 29, das ist nicht alt, aber teilweise bin ich nun schon eine der ältesten in der Blogosphäre. Da sind jetzt die 18-, 19- und 20-Jährigen, die absolut verstanden haben, wie der Hase läuft. Die können sehr einfach kopieren, was gut läuft, gehen wesentlich spielerischer mit Social Media um und haben nicht mehr diese Hemmschwellen. Es geht oft auch nur noch um das Äußere und das perfekte Instagram-Foto und nicht mehr um die Inhalte. Das finde ich schade.

Trotzdem wachsen die Leser mit.

Auf jeden Fall. Die werden auch älter, kaufkräftiger und sind insofern eine spannende Zielgruppe.

Hättest du rückblickend irgendetwas anders gemacht?

Nein. Alles ist so, wie es ist, super. Ich habe mich noch nie über irgendeine Entscheidung geärgert, weil ich immer einen Grund dafür hatte.

Wer ist dein schärfster Kritiker?

Das bin wohl ich selbst. Ich bin gern himmelhochjauchzend und in der nächsten Minute wieder betrübt. Mein Problem ist, dass ich immer höher, schneller, weiter möchte, anstatt mal mit dem, was ich gerade erreicht habe, zufrieden zu sein.

Vielleicht kommt das im Alter.

Mit mir selbst bin ich im Reinen, mit meiner Beziehung sowieso. Aber wenn es um die Arbeit geht, vergleiche ich schnell. Ich messe gern mit falschen Maßstäben. Immer wenn ich was Tolles erreicht habe, mache ich sofort einen Haken dahinter, freue mich nur kurz und denke: Und was kommt jetzt als nächstes?

Was auch immer es sein mag, wir sind gespannt drauf!

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Das Journelles-Büro befindet sich zwei Etagen über ihrer Wohnung.

 

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Hier findet ihr Jessie:

Fotos: Marlen Mueller

 

 

19 Comments

  • eva sagt:

    Hi, schöne Seite, gute Ideen, interessante Interviews :-) Leider aber bin ich bei diesem hier (mit Jessie) doch über den ein oder anderen punkt gestolpert, an dem ich mir dachte: ja, gut und schön, sie hat wahnsinnig viel erreicht, aber „Professionalisierung“ bedeutete bei journelles zugleich einen unglaublichen Verlust an inhaltlicher Tiefe. Ich persönlich finde, dass da nur noch das Geldverdienen (sprich: PR, Advertorials, Reisen zu Hotels, die Blogger einladen etc) im Vordergrund steht. Inhaltlich ist das alles völlig belanglos, eine Aneinanderreichung von Produkten und äußerst flachen Texten, leider ohne jede Tiefe. Interessanterweise findet das ja trotzdem eine wachsende Zielgruppe, die reinen Instagram-Selfie-Accounts sind dafür nur ein Beispiel. Ich verstehe das Dilemma solcher „Magazine“, dennoch wird diese inhaltliche Oberflächlichkeit gerade auch in dem Moment deutlich, in dem Ihr über den „deutschen / berliner Stil“ sprecht. Ich glaube, dass man gerade in der jungen Designer-Szene durchaus sehr viele Dinge finden könnte, über die es sich lohnen würde zu schreiben. Ein großes Missverständnis ist zudem, dass es eben nicht Aufgabe der Designer ist, sich via Social Media selbst zu vermarkten und das wiederum als Qualitätskriterium anzuführen, sondern zunächst einmal, gutes/interessantes Design, gute Mode zu produzieren. Diese Jung-/Nachwuchs-Designer zu entdecken und bekannt zu machen, wäre eigentlich die Aufgabe der Modekritik. Die aber haben leider entweder keine Zeit, keine Anzeigenkunden, keine Lust sowie häufig auch einfach wenig bis keine Ahnung von Mode, um angemessen darüber zu schreiben. Ich denke, das ist ein grundsätzliches Problem: Es sollte eigentlich nicht darum gehen, „Content“ zu produzieren, sondern interessante „Inhalte“. Alles Gute, Eva

  • Katharina sagt:

    Liebe Eva,
    Du schreibst: „Ich glaube, dass man gerade in der jungen Designer-Szene durchaus sehr viele Dinge finden könnte, über die es sich lohnen würde zu schreiben. Ein großes Missverständnis ist zudem, dass es eben nicht Aufgabe der Designer ist, sich via Social Media selbst zu vermarkten“
    Natürlich ist es die Grundvoraussetzung in diesem Fall gute Mode mit interessantem Design zu produzieren. Leider sehen wir es allzu häufig, dass tolle Nachwuchskünstler die diese Grundvoraussetzung erfüllen weder langfristig noch tiefgreifend am Markt bestehen und sich behaupten können. Hier fehlt es eindeutig an Selbstvermarktung und wenn wir es ganzheitlich sehen an einer guten Marketingstrategie. Schauen wir uns einfach Jessica mit Jouur an. Hinter Jouur steht eine Person mit einer großen Community im Rücken, die es geschafft hat, durch Social Media ihren Bekanntheitsgrad zu erlangen. Jessica hat es geschafft, sich als Marke zu etablieren. Das ist nicht nur in der Modeszene weit verbreitet, auch Coaches, Onlinepreneurs etc. versuchen alles um sich selbst zu vermarkten.
    Bei der Anzahl an Nachwuchskünstlern und Start-ups ist es meiner Meinung nach durchaus die Aufgabe eines jeden einzelnen, sich durch gezielte Selbstvermarktung einen Platz in den obersten Rängen zu sichern. Social Media gehört da nun mal mit zu den günstigsten Alternativen. Wenn ein Künstler versteht, was Marketing und speziell Personal Branding bedeutet, dann schreiben auch Journalisten ihre Kritiken. Und leider sind es oftmals die Künstler, die sich ausschließlich durch ihr einzigartiges Design behaupten möchten, die dann auch als erstes wieder im Boden versinken und sich keiner mehr an sie erinnert.

    Liebe Grüße
    Katharina

  • Alex sagt:

    Leider stimmt es, gutes, innovatives Design setzt sich nur schwer durch. Vor allem wenn ein großes Marketing-Budget und der Wille zu Selbstvermarktung und Mainstreamzugeständnissen fehlt. Daher ist es mehr als verständlich, dass Jessica selbst den „sicheren“ Weg mit Basics plus durchkomponierter Marketingstrategie gegangen ist.

  • Mathilde sagt:

    Interessanter Artikel, danke. Wahrscheinlich gibt es nicht den einen perfekten Artikel für alle Leser. Mich hätte der Aspekt der Professionalisierung noch etwas mehr interessiert. Abgesehen davon, dass sie journelles bereits mit einem ganz guten Namen, guten Kontakten und dementsprechend schon vor/ mit dem Start ganz guter Publicity gestartet hat. Was hat sie dafür getan, um Journelles zum professionellen und beliebten Blogmagazin zu machen, dass es heute ist? Außer der Tatsache, dass sie den Blog als Online-Modemagazin positioniert hat, erfahre ich dazu nichts.

  • Franzi sagt:

    Ich verstehe nicht so ganz, was sie denn jetzt will – erst beschwert Jessie sich, dass die deutschen designer „Abklatsche“ herstellen, was nicht reiche, und bemängelt, dass kaum jemand einen herausstechenden Stil hat. Und dann sind schon Seidenkleider zu viel für die Straße!
    Auch ansonsten kann ich ihr zwar Respekt zollen dafür, was sie sich aufgebaut hat. Wie, bleibt aber unerklärlich, denn weder kann sie durch Expertise noch durch journalistische Fähigkeiten punkten, wie Eva schon sagte, ist journelles extrem oberflächlich und belanglos. Dass sie dann Sätze sagt wie, sie könne Modemagazin sein oder alles und nichts ist fast schon traurig wenn man sich ansieht, dass es sympathischere und anspruchsvollere Blogs gibt auf denen es sehr wohl (trotz ihres Daseins als Modemagazin) extrem persönlich zugeht, siehe nur Jane Wayne oä.

  • Lisa sagt:

    Liebes femtastics-Team! Sehr schöne Fotos & Interview! Eine Frage: Habt ihr eine Ahnung wo das Bücherregal von Jessie (da wo die Ananas draufsteht/Büro) her ist? Viele Grüße, Lisa

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