Bloggerin Nike van Dinther macht Lust aufs Kinderkriegen

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Mit ihren 26 Jahren ist die Berlinerin Nike van Dinther bereits die sympathischste Tausendsassarin im gesamten Blog-Business. Zusammen mit Sarah Gottschalk schreibt sie das erfolgreiche Modeblog „This is Jane Wayne“ und macht uns jetzt auch noch verdammt Lust aufs Kinderkriegen. Wir haben Nike und den kleinen Lio in ihrer lichtdurchfluteten Dachgeschosswohnung in Neukölln besucht, um ihrem Geheimnis auf die Schliche zu kommen.

 

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Nike und ihr Sohn Lio in ihrem Zuhause

 

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Femtastics: Hand aufs Herz: Warum sollten wir Lust haben, ein Kind zu bekommen?

Nike van Dinther: Mir ist ganz schön die Flatter gegangen, als ich festgestellt habe, dass ich schwanger bin. Mein Gott, in diese Welt ein Kind zu gebären, da musst Du auch ein bisschen verrückt sein! Und grundsätzlich ist auch alles anstrengend. Die Leute sagen immer: Schlaf vor und mach alles, was du noch machen möchtest, weil danach alles vorbei ist. Ich kann nur sagen: Ein Scheiß ist vorbei. Man muss sich keine Sorgen machen. Es ist alles nicht so schlimm, wie die Leute sagen.

Ich bin jetzt auf eine ganz andere Art und Weise geerdet.

Sondern? Wie ist es denn nun wirklich?

Was ich krass am Kinderkriegen finde, ist diese alles übermannende Liebe, die man gar nicht mehr greifen kann, für die es gar keinen Platz im Körper gibt. Man ist hart genervt von diesem Kind, das den ganzen Tag quengelt, und man denkt: Ich fülle gleich die Adoptionspapiere aus. Dann legt man es schlafen und nach zehn Minuten überlegt man: Ob ich ihn jetzt noch mal kurz aus dem Bett raushole? Ich hab ihn doch schon so lange nicht mehr gesehen.

Hat Lio dich als Person verändert?

Ich bin jetzt auf eine ganz andere Art und Weise geerdet. Ich denke mir oft: Wisst ihr, Leute, regt euch auf, redet über mich, was ihr wollt, das macht mir gar nichts mehr aus. Ich habe jetzt meine Insel. Klar, die hat man im besten Fall vorher auch schon, aber die Wurzeln schlagen mit Kind noch einmal zehn Meter weiter in den Boden. Das ist so krass!

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Du hast bis kurz vor der Geburt gearbeitet und danach schnell wieder angefangen. Wie funktioniert ein Leben ohne Mutterschutz?

Ich habe das unglaubliche Glück, dass ich eine total entspannte Schwangerschaft hatte. Mir war nicht übel, ich hatte keine Wehwehchen, mich haben schon alle gehasst. Mir war aber immer klar: Die letzten Monate werden bestimmt die Hölle. Und so war es dann auch. Lio musste mit einem Notkaiserschnitt geholt werden. Es gibt viele, die danach gesagt haben, was bist Du für ein Übermensch, dass Du jetzt arbeitest? Aber die ersten Wochen schlafen Babys fast nur – und essen. Man kann dann entweder mit schlafen oder eben arbeiten.

Wie planst Du deinen Tag?

Fast gar nicht! Es gibt feste Meetings. Aber da wissen die Leute auch, dass ich Lio mitbringe. Wenn ich denke, dass es total unangebracht wäre, weil ich zum Beispiel fotografiert werde, dann mute ich ihm das natürlich nicht zu. Ansonsten nehme ich ihn überall mit hin. Wenn wir mal lange zu Hause sitzen, dann kriegt er schnell den Koller.

Was hilft dir noch?

Effizient sein. Klingt blöd, aber man läuft wirklich zu Topqualität auf. Wenn ich früher einen Post geschrieben habe, habe ich immer noch überlegt, ob ich nicht noch einen anderen Twist reinbringe. Wenn jetzt etwas schnell fertig werden muss, dann ist es auch schnell fertig. Man setzt einfach andere Prioritäten. Ansonsten teile ich es mir so ein, dass ich, wenn Lio nach seinem Mittagsschlaf wieder wach wird, mich wirklich ein oder zwei Stunden ganz auf ihn konzentriere.

Klingt relativ easy.

Trotzdem geht nicht alles locker aus der Hüfte. Es gibt Momente, in denen ich denke: Vielleicht doch einfach in Frührente gehen? Aber dann ist auch schon wieder Wochenende und das Leben geht weiter.

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Grüße aus dem Wald: Lios Mobile ist selbstgemacht.

 

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Und Wochenende ist auch Wochenende?

Neuerdings ja. Manchmal arbeite ich sonntagabends ein bisschen vor, damit ich montags einen kleinen Puffer habe, aber ansonsten achte ich wirklich darauf, dass der Sonntag für die Familie bleibt. In der Woche ist es auch so, dass mein Freund Lio übernimmt, wenn er abends nach Hause kommt. Dann fange ich richtig an zu arbeiten – manchmal auch bis Mitternacht.

Viel Zeit für Freunde bleibt vermutlich nicht?

Durch den Balanceakt zwischen Kind und Arbeit kommen die Freunde teilweise etwas zu kurz. Ich versuche, die Leute zu mir einzuladen. Ich sage immer: Kommt spontan auf einen Kaffee vorbei, damit ich euch noch alle regelmäßig sehe.

Ist es als Selbstständige leichter mit Baby?

Es gibt wie immer im Leben Vor- und Nachteile. Ich beäuge manchmal neidisch Festangestellte und denke mir: Du arbeitest jetzt den ganzen Tag, und ich muss immer aufstehen und beides machen, Arbeit und Kind. So ein Jahr Elternzeit wäre ja richtig toll! Als Selbstständige setzt du dich selbst unter Druck und fragst dich, ob du beiden Welten gerecht wirst.

Viele Frauen haben unglaubliche Angst, Kinder zu bekommen.

Auf der anderen Seite kannst du jetzt viel Zeit mit Lio verbringen.

Genau. Und ich glaube, ich bin nicht der Mensch, der nur zu Hause sein könnte. Dann wäre ich überhaupt nicht ausgeglichen. Und ich hätte unheimlich Angst, dass ich entweder nach einem Jahr Auszeit überhaupt keinen Bock mehr hätte zu arbeiten oder, dass mir während des Jahrs die Decke auf den Kopf fällt.

Für viele Frauen ist die Elternzeit leider immer noch oftmals ein Karriereknick.

In der Hinsicht haben Selbstständige es einfacher. Wir können uns unsere Zeit selbst einteilen. Wir entscheiden selbst, was zu kurz kommt. Ich höre so oft von festangestellten Freundinnen, wie sie zu kämpfen haben. Die bekommen dann nur so kleine Popelaufgaben, weil das Kind ja krank werden und sie ausfallen könnten. Das ist doch Wahnsinn. Viele Frauen haben unglaubliche Angst, Kinder zu bekommen.

Gibt es überhaupt den richtigen Zeitpunkt, Kinder zu bekommen?

Es gibt für ein Kind null komma null den richtigen Zeitpunkt. Ich kann mir vorstellen, wenn man 42 Jahre alt ist und ewig darauf gewartet hat, dass man sich dann denkt: Ich habe jetzt genug gearbeitet, ich möchte mich umorientieren. Dann kann man bewusst ein Kind kriegen. Aber ich habe enormen Respekt vor dieser Entscheidung.

Weil es das Leben komplett umkrempelt?

Natürlich ändert es ganz viel an deinem Leben. Aber ich denke, dass Kinder mit in dein Leben hineinwachsen – und nicht umgekehrt. Wir Selbstständigen haben die Aufgabe zu zeigen: Es funktioniert mit Kind. Wir müssen uns gegenüber den Kunden durchsetzen.

Wie machst du das?

Wenn ich Skype-Meetings habe, sitzt Lio mit im Bild. Manchmal muss ich sagen: Ich muss ihn mal kurz weglegen, einen Moment, bitte. Und ich habe bis jetzt noch nie erlebt, dass jemand damit nicht umgehen konnte.

Wir machen uns also selbst zu viel Druck?

Mütter denken oft von Vornherein, die Leute finden es jetzt nicht so klasse, wenn ich das Baby mitbringe. Das muss man völlig ablegen. Es gibt mit Sicherheit Situationen – wie zum Beispiel eine Modenschau – da lasse ich das Kind zu Hause. Aber grundsätzlich können Kinder mehr mitmachen als man denkt. Auch in der Arbeitswelt. Und daran muss man die Menschen einfach gewöhnen.

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Effektiv genutzter Platz: Hier arbeitet Nike an „This is Jane Wayne“ und anderen Projekten.

 

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Jetzt zum anderen Baby. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass ihr so ziemlich das beliebteste Modeblog zurzeit seid. Ihr seid authentisch, habt viele Kämpfe für andere Blogger ausgefochten und einen guten Status erreicht. Was ist euer Erfolgsgeheimnis?

Das ist eine schwierige Frage, weil wir sehr wenig darüber nachdenken. Manchmal denke ich, das ist ein Nachteil, weil wir eben nicht die durchprofessionalisierten Eulen sind, die von allem immer die totale Ahnung haben, die einen Redaktionsplan abhaken und sagen: Geil, die Woche ist wieder richtig rund gelaufen.

Wahrscheinlich macht genau das euren Erfolg aus.

In erster Linie ist es der Fakt, dass wir Themen, die uns interessieren, nicht kategorisch ausschließen. Wir bauen uns keine Gitterstäbe, indem wir sagen, dass wir nur Mode machen. Ich verstehe sowieso gar nicht, wie Mode ohne gesellschaftliche Themen, Musik, usw. existieren soll.

Ihr seid offen für alle Themen.

Wir schauen darauf, was wir selber gerne lesen würden. Und wenn ich vielleicht einmal eine Kurt Cobain Dokumentation ankündige, dann mag das zunächst komisch aussehen, aber es ist etwas, bei dem ich weiß: Über die Info hätte ich mich jetzt auch gefreut.

Was macht noch euren Erfolg aus?

Dass wir uns nicht zu ernst nehmen. Das klingt immer wie eine Plattitüde, aber es ist tatsächlich so. Ich bin mir im vollen Bewusstsein darüber, dass es eine Million Menschen auf der Welt gibt, die einen besseren Stil haben als ich, die sich auch besser kleiden als ich. Aber darum geht es, glaube ich, unseren Lesern nicht.

Sondern?

Die interessiert, wer überhaupt da schreibt. Ich glaube, ganz viel liegt an unserer Liebe zum geschriebenen Wort. Ganz viele Leute sagen: Ich lese euch. Wir gestehen uns auch Schwächen ein und beziehen unsere Leser mit ein. Unsere Leser sind die, die mich von dem Komplex befreit haben, dass ich mich nie getraut habe, zu sagen, ich bin Modeblogger oder Blogger. Unsere Leser sind ein Spiegel, der mich immer wieder sehen lässt: Du schreibst nicht gegen Wände und Du schreibst auch nicht für Eintagsfliegen. Die bereichern Jane Wayne auf ihre eigene Weise. Wir bekommen viel Feedback, die Leser bringen neue Aspekte ein oder setzen eine spannende Diskussion in Gang.

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Glitterschuhe, Leo-Boots und Lieblingstaschen von Saint Laurent, A.P.C. und Céline

 

Bist Du manchmal auch Blog-müde?

Absolut. Ich muss gestehen: Ich lese auch sehr wenig Blogs. Ich finde die Zeit nicht. Es ist doch auch verrückt, dass man es an 360 Tagen im Jahr schafft, sich jeweils vier bis fünf neue Themen aus den Rippen zu schneiden. Da wundere ich mich manchmal selbst, wie wir das überhaupt schaffen können, ohne ständige Wiederholungen.

Und wenn Du so eine Phase der Blog-Müdigkeit hast, was machst Du dann?

Ich schreibe dann die persönlicheren Artikel – ich lebe dann einfach und lasse mich davon für meine Posts inspirieren. Vielleicht rege ich mich, aus meinem eigenen Frust heraus, dann auch über Dinge auf, wundere mich, warum eigentlich alle die Pille nehmen, obwohl das doch gesundheitsschädlich ist, und dann habe ich wieder ein Thema, über das ich schreiben kann. Und Sarah ist mein Backup. Wenn bei mir Flaute ist, dann postet Sarah ein wunderschönes, inspirierendes Bild und ich denke: Das hat unsere Seite heute gerettet.

Was kommt denn als Nächstes, was ist die This is Jane Wayne Vision?

Wir werden sehr häufig gefragt – auch von unserem Steuerberater – wo wollt ihr denn eigentlich hin, ihr müsst doch Ziele haben? Aber bei uns kommt es immer aus dem Impuls heraus. Als ich schwanger geworden bin, war klar, irgendwas wie Tiny Jane muss her, denn ich möchte meine aktuellen Leser nicht mit Baby-Themen zuschütten. Es wird auch keine Konkurrenz zu Kinder-Blogs, ich schreibe einfach darüber, was mich beschäftigt.

Also alles logische Entwicklungen?

Als wir gemerkt haben, wir haben so viel zu tun, auch hinter den Kulissen, war die logische Konsequenz: Wir brauchen freie Redakteurinnen. Dann ist es so gewesen, dass immer mehr Anfragen im Sinne von Consulting kamen, dass Unternehmen gesagt haben, wir wissen nicht, wie wir unsere Zielgruppe erreichen sollen, wir brauchen euch dafür – da haben wir gemerkt, This is Jane Wayne Consulting ergibt total Sinn. Das macht jetzt tatsächlich circa 50 % unseres Tages aus. Ich kann ja auch nicht mein Leben lang Outfit-Posts machen …

Das wollen wir Dich auch fragen: Wird es irgendwann Outfit-Posts mit dem Rollator geben? Wie lange geht das?

Das ist eine total gute Frage. Es ist mir ja jetzt manchmal schon unangenehm. Auf der anderen Seite weiß ich aber, dass meine Leser so ähnlich ticken wie ich. Und ich gucke mir auch gerne die Menschen an, die hinter den Medien stehen. Es geht also gar nicht darum, dass derjenige sich hammergeil kleidet, sondern einfach darum, wer das ist. Und dann denke ich: Okay, warum soll ich damit aufhören? Wir sind nun mal die Generation, die das macht, und unsere Leser werden ja auch mit uns älter.

Ist Internationalität ein Thema für euch?

Wir haben international gar nicht so wenig Leser, weil die meisten von ihnen die Bilder gucken. Es geht immer mehr in die Richtung, dass viele Leser aus Skandinavien und Großbritannien kommen. Aber wir denken: Der Markt, der es am nötigsten hat, ist der deutsche Markt. Es gibt international so viele gute Blogger, und es gibt auch in Deutschland viele Blogger, aber wir bekommen hier viel weniger die Chance, uns zu etablieren. Und die Leser, die wirklich auf das geschriebene Wort stehen, die kann ich mit meinem Englisch auch nicht glücklich machen. Das ist auch ein USP für uns, dass es diese Textlichkeit gibt. Deshalb stellt sich die Frage nur bedingt.

Warum hinkt denn Deutschland blogtechnisch immer noch hinterher?

Ich habe bis jetzt in jedem einzelnen Job, den ich hatte, gemerkt, dass der deutsche Markt der allerschwierigste ist. Es ist so. Ob es in der Werbebranche ist oder bei großen Online-Medien, die in sämtlichen Ländern vertreten sind. Der deutsche Markt bereitet Kopfzerbrechen.

Warum?

Der Deutsche hinterfragt sehr viel, der ist sehr kritisch. Außerdem haben wir nicht gelernt, Personenkult zu betreiben. Man muss sich nur die deutschen Promis ansehen: Es gibt eine handvoll, die man wirklich als Promis bezeichnen kann, die die Leute wirklich bewundern. Der Rest existiert, um die Medien und die Öffentlichkeit zu belustigen. Und das unterscheidet uns zum Beispiel von den USA.

Das kann aber auch gut sein.

Ja, aber in Deutschland hat man auch extrem viel Angst, zu scheitern. Das sind Gründe, warum es auch für Blogger in Deutschland schwierig ist, Fuß zu fassen. Einerseits ist es gesund, andererseits ist es manchmal ermüdend. Wir Deutschen denken immer, wir hätten das Recht zu entscheiden, wie andere Leute sein dürfen, wie sie gekleidet sein dürfen, was sie schreiben – das bekommen wir auch manchmal mit. Auch wenn es ums Geldverdienen geht. Wenn Du Dir etwas gönnst, schauen alle kritisch und geben verurteilende Kommentare ab.

Ich habe es komplett abgelegt, mich über andere Blogs aufzuregen. Wenn ich mich über etwas aufrege, habe ich meistens selbst ein Problem.

Du hast eben die Textlichkeit eures Blogs als USP betont. Auf der anderen Seite gibt es viele Blogger, die ausschließlich Bilder und Outfits posten – und dafür Millionen Follower haben. Wie siehst Du das, sind das zwei getrennte Welten?

Es entwickelt sich zu zwei unterschiedlichen Paar Schuhen, aber aus dem gleichen Zuhause. Wir haben alle einen ähnlichen Ursprung und ähnliche Absichten. Aber jedes einzelne Medium, ob es jetzt Instagram oder Twitter ist, hat sich selbst so professionalisiert, dass es eigenständig existieren kann. Jemand, der „Instagram-Star“ ist, muss keinen Blog mehr betreiben. Wenn Du mich fragst: Ihr seid textlastig, findet ihr es nicht total doof, wenn Leute nur Bilder posten? Nein. Ich stelle jeden Tag fest, dass ich häufig zu blöd bin, schöne Instagram-Bilder zu machen. Wenn sich jemand dazu Gedanken macht und das konzipiert und wirklich viel Zeit damit verbringt, dann ist das auch eine Leistung. Man unterschätzt, was dahinter steckt und es wäre ein Fehler, diese Leute zu verurteilen. Es gibt eben Qualität auf vielen verschiedenen Ebenen. Wenn jemand durch Selfies 100.000-Follower bekommt, dann ist das auch ein Talent.

Manche Blogger haben mittlerweile ja Redakteurinnen, die Texte für sie schreiben …

Da bin ich sehr aufgeschlossen. Es ist einfach ein Beruf geworden. Und ob jetzt ein Chef Assistentinnen hat oder ob jetzt eine Bloggerin Assistentinnen hat, da sehe ich keinen großen Unterschied. Ich habe es komplett abgelegt, mich über andere Blogs aufzuregen. Wenn ich mich über etwas aufrege, habe ich meistens selbst ein Problem.

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Nach außen wird aber nicht immer offengelegt, dass die Texte nicht die Bloggerin selbst geschrieben hat. Und dann wirkt es so, als könnte diese Frau alles: perfekt aussehen, um die Welt reisen und tolle Texte schreiben.

Ich verstehe, was Du meinst. Es wird Frauen durch die Medien ja eh nicht einfach gemacht. Ob es uns noch schwieriger gemacht wird durch Blogs, das ist eine andere Frage. Wenn eine Bloggerin im Hintergrund 20 Menschen hat, die für sie arbeiten und das nicht kommuniziert wird, dann kann das natürlich bei der Konsumentin zu Selbstzweifeln führen. Auf der anderen Seite muss der Konsument heute auch selbst Verantwortung tragen. Ich kann auch nicht an jeden Post schreiben: „Ich meine nicht, dass ihr alles davon kaufen müsst!“ oder „Ich meine nicht, dass man immer so aussehen muss, wie ich heute aussehe.“

Du hast vollkommen recht. Vielen Dank für das Gespräch!

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Hier findet ihr Nike:

 

 Fotos: Janna Tode

 

 

24 Comments

  • Franzi sagt:

    Ihr hattet mich schon bei der Überschrift. So viele Leute fragen mich: „warum bloggt man über seine Kinder, das Kinder kriegen und Familienleben?“ Eben genau wegen so Menschen wie Nike, die wie ihr so schön schreibt: „Lust auf’s Kinder kriegen machen“. Klar wissen wir alle, dass nicht immer alles Friede Freude Eierkuchen ist aber Nike und viele andere tolle junge Frauen, zeigen, dass man auch anders an die Sache rangehen kann und sie ist dabei soooo unglaublich sympathisch! Tolles Interview, danke!

    Franzi von http://www.beeminent.wordpress.com

  • jasmin sagt:

    Ein sehr tolles Interview mit noch schöneren Bildern. Es ist toll zu sehen, wie Nike das alles meistert und dabei ihre Leichtigkeit nicht verloren hat. Alles Gute euch auch zum Launch!

  • careaux sagt:

    Sehr schönes Interview mit Nike und auch sehr tolle Bilder. Dieser Kaktus an der Seite irritiert nur irgendwie ein bisschen. :)

  • mari sagt:

    Ganz tolles Interview!
    Danke dafür!
    Und: Nike, du Symphatieträgerin! ♡

  • Julia-Maria sagt:

    Ach Mensch, ist das ein tolles Interview. Nike quatscht immer so schlau und sinnig und sympathisch daher. Macht immer Spaß ihre Erfahrungen und Einstellungen zu lesen.

  • Svenja sagt:

    Super interessantes Interview! Generell muss ich sagen, dass ich schon ein richtiger Fan von eurem Blog geworden bin, weiter so :)

  • Ina sagt:

    Tolles Interview und wie immer tolle Nike! Danke für die Inspiration! Und wo wir schon bei Inspiration sind: Woher kommt denn dieser tolle Flamingo auf dem Balkon? Den brauche ich unbedingt! Könnt ihr mir weiterhelfen?

  • Steffi & Steffi sagt:

    Wow. Ein wahnsinnig schönes und inspirierendes Interview. Wir saßen kopfnickend vor dem Rechner. Bei jedem einzelnen Wort. This is Jane Wayne ist eine tolle Plattform, so ehrlich und so frisch. Femtastics – ihr habt ebenfalls eine schöne Plattform geschaffen. Wir freuen uns auf mehr.

    LG, Steffi & Steffi

  • Lisa van Houtem Lisa van Houtem sagt:

    Vielen Dank für das tolle Feedback – wir freuen uns sehr! Das mit dem Flamingo finden wir noch raus, liebe Ina.

    • Ina sagt:

      Liebe Lisa, vermutlich habt ihr gerade weitaus wichtigere Dinge zu wuppen, als euch um ein Flamingo-Windrad zu kümmern – aber vielleicht habt ihr ja auch schon rausfinden können, wo man so etwas bekommt? Nach wie vor, tolle Seite – bitte so weitermachen! Alles Liebe, Ina

      • Lisa van Houtem Lisa van Houtem sagt:

        Liebe Ina, wir haben leider noch nichts von Nike gehört, fragen aber noch mal nach! Liebe Grüße, Lisa

  • Bina sagt:

    Es klingt ja schon fast langweilig, aber auch ich will hier noch mal lobhudeln! Ein sehr symathisches Interview! Der Nike muss man ja einfach Honig ums Mäulchen schmieren, bei so vielen richtigen Dingen, die sie von sich gibt!

    Liebst, Bina

  • Julia sagt:

    Danke für die schönen Interview-Fragen und den interessanten Verlauf des Gesprächs. Viel zu oft breche ich während des Lesens einfach aus Langeweile ab, da sich für mich aus den Inhalten nichts Neues ergibt. Mag in dem Fall aber auch an der interviewten Zucker-Person liegen.

  • Rike sagt:

    Auch wenn ich Nike sehr sympathisch finde und das mit ein Grund ist warum TIJW einer der wenigen Modeblogs ist, die ich besuche, hinterlässt das Interview eher einen schalen Nachgeschmack. In meinen Augen macht es sich Nike recht einfach indem Sie sagt „Ich kann auch nicht an jeden Post schreiben: „Ich meine nicht, dass ihr alles davon kaufen müsst!““ und so die Verantwortung auf den Leser/Konsumenten abschiebt.

    Versteht mich nicht falsch, ich bin umbedingt dafür, dass ein Jeder seine Medienkompetenz hinterfragt und diese schult. Gleiches gilt für eine konsumkritsche (konstruktive) Haltung. Aber das entbindet den Autoren doch nicht von seiner Verantwortung.

    Das tagtägliche „Konsumiere! Konsumiere!“ der großen Modeblogs, zu denen TIJW aus meiner Sicht auch zählt, enttäuscht und langweilt mich auf Dauer immer mehr.

    Ja, das mag naiv sein, von mir aus auch selbstgerecht. Und trotzdem, auf Dauer ist mir das einfach zu wenig.

  • Mathilde sagt:

    @ Rike. Mindestens wenn bezahlte Inhalte dahinter stehen, sollte, nein muss das kommuniziert werden. Alles andere ist unlauter. Schließlich geht es um nicht weniger als Geld mit Leser-Interessen zu verdienen. Das mussten und müssen Printprodukte schon offenlegen (und auch die machen es nicht immer wirklich freiwillig), das sollte auch für Online-Medien gelten.

    • Rike sagt:

      D’accord,das steht für mich ausser Frage. Allerdings fürchte ich, dass Kanäle wie Instagram das System noch undurchschaubarer machen.

      Aber ich frage mich obenauf, ob es der breiten Masse nicht doch einfach schnurz ist, ob sie bezahlte oder unbezahlte (Werbe-) Inhalte vorgesetzt bekommt … das Interesse daran, was mit den eigenen Daten geschieht scheint ja leider auch oftmals nicht allzu groß zu sein. So vieles wird hingenommen, anstatt bessere Benutzerrechte einzufordern.

      Liebes femtastics Team, darf man auch Wünsche äussern? Ich würde mir zum Beispiel Anna Biselli von Netzpolitik im Gespräch wünschen, oder die Regisseurin Angela Richter. Oder noch lieber, Juli Zeh #fangirl

      • Lisa van Houtem Lisa van Houtem sagt:

        Liebe Rike,
        natürlich darf man Wünsche äußern! Juli Zeh steht natürlich schon auf der Wunschliste, die anderen beiden Namen werden JETZT notiert. :) Liebe Grüße, Lisa

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