BINU – diese Gesichtsseife aus Korea müsst ihr ausprobieren!

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Reinigt ihr euer Gesicht mit Waschgel oder -schaum? Da gibt es Besseres! Die Koreaner, die uns in Sachen Beauty-Trends schon weit voraus sind, reinigen ihr Gesicht mit Seife. Genauer gesagt, mit dem guten alten Seifenstück. Aber natürlich ist Seife nicht gleich Seife – fürs Gesicht gibt es spezielle, pflegende Seifen, die zu 100% aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen. Anna Katharina Bürger und Kyoung-Min, genannt Nami, Fündling haben die koreanische Gesichtsseife nach Deutschland geholt. Ihre BINU Seifen, die es für unterschiedliche Hauttypen gibt, sind bereits in zahlreichen Kosmetikgeschäften in Deutschland und Europa erhältlich. Wir treffen Katharina (30) und Nami (31) zum Interview im Berliner Naturkosmetikladen Belladonna.

 

Femtastics: Woher kennt ihr beiden euch?

Nami: Wir haben uns in der Schule kennengelernt, das war im Jahr 2000 und ich war gerade aus Korea nach Deutschland gekommen, um das Internat der Königin-Luise-Stiftung zu besuchen. Katharina und ich waren in derselben Klasse und Katharina ist auf mich zugekommen und hat mich angesprochen – leider konnte ich nichts verstehen (lacht).

Katharina: Nami hat mit mir zusammen Abitur gemacht. Ich glaube, nach einem halben Jahr konntest du schon deutsch, oder?

Nami: Nach drei Monaten konnte ich alles verstehen, aber es hat noch etwas länger gedauert, bis ich mich getraut habe, auch selbst zu sprechen. Ich habe zwei Jahre lang jeden Tag zwei Stunden Deutschunterricht bekommen, von einem deutschen Sprachlehrer, der kein Englisch und kein Koreanisch konnte (lacht).

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Belladonna ist der älteste Naturkosmetikladen Berlins – und führt neben Binu dutzende andere Bio-Beauty-Brands.

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Wart ihr seit dem Abitur immer in Kontakt?

Katharina: In der Oberstufe haben wir uns richtig angefreundet, und danach waren wir immer in Kontakt.

Nami: Wir sind nach dem Abitur aber erst einmal gereist, ich habe mir ein Jahr Auszeit genommen und war auf Hawaii. Katharina war für ein halbes Jahr in Paris.

Hattet ihr vor BINU etwas mit Kosmetik zu tun?

Nami: Nein, gar nicht. Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Sie haben mich mit dem Versprechen gelockt, dass ich ein super Einstiegsgehalt bekomme.

Katharina: Ich habe Kunstgeschichte und VWL studiert. Meine Eltern meinten, zu Kunstgeschichte brauche ich noch etwas Vernünftiges. Nami und ich haben dann beide noch einen Master im Ausland drauf gesetzt. Ich habe Marketing studiert und Nami Finanzierungswesen.

Nami: Das hat uns bei der Gründung von BINU geholfen, weil wir wussten, wie man einen Businessplan erstellt.

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Von Binu gibt es drei verschiedene Seifen: für trockene, normale und unreine Haut.

Die Idee war nicht: „Wir wollen etwas gründen!“, sondern: „Das Produkt ist so toll, wir wollen es hier einführen.“

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Wie kamt ihr darauf, BINU zu gründen?

Nami: Ich habe meinen Master in Amsterdam gemacht und als Katharina mich besucht hat, hat sie in meinem Bad meine Seifen entdeckt. Ich habe ihr dann erklärt, dass eine Seife für die Hände und die andere fürs Gesicht ist.

Katharina: Ich war direkt begeistert!

Nami: Eine andere Freundin hat auch immer Seifen aus Korea von mir bekommen und irgendwann dachten Katharina und ich: Warum machen wir das eigentlich nicht?

Katharina: Wir dachten: Wenn nicht jetzt, wann dann? Die Idee war nicht: „Wir wollen etwas gründen!“, sondern: „Das Produkt ist so toll, wir wollen es hier einführen.“

Nami: Wir dachten auch, dass wir uns gut aufteilen können: Katharina macht Marketing, ich mache das Analytische. So hat es angefangen. Als die Entscheidung stand, ging es schnell.

Wie waren dann die Schritte bis zum Launch?

Katharina: Wir haben zuerst einen Business-Plan gemacht. Dann ging es an die Umsetzung. Da keiner von uns eine Design-Ausbildung hat, haben wir einen Designer engagiert, der mit uns das Branding entwickelt hat.

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Und die Idee war, dass Namis Eltern involviert werden?

Nami: Genau, meine Eltern stellen die Seife her und sie fanden unsere Idee direkt super.

Wie und wo werden die BINU Seifen hergestellt? Erzähl mal!

Nami: Meine Eltern haben seit 2007 eine Manufaktur in Damyang in Korea. Sie sind eigentlich auf Bienenwachskerzen spezialisiert, aber meine Mutter ist vor einigen Jahren auf Naturkosmetik umgestiegen und hat begonnen, ein umweltbewussteres Leben zu führen. Damals entwickelte sie zusammen mit einer Seifenmeisterin die Gesichtsseifen. Eigentlich sollten die Seifen nur für ihren Eigenbedarf sein, aber das Interesse war so groß, dass sie die Seifen in ihr Sortiment aufnahmen.

Katharina: Die Seifen wurden über die Jahre auch immer weiter verbessert.

Nami: Deshalb wussten wir, dass die Seifen sehr gut sind und wir sie ohne Bedenken auf dem deutschen Markt einführen können.

Ist Gesichtsseife in Korea schon länger bekannt und beliebt?

Nami: Ja, dort ist sie sehr gängig – und vor allem keine industriellen Seifen, sondern handgemachte Seifen. Ein Grund für ihre Beliebtheit ist, dass man bei handgemachten Seifen viel besser kontrollieren kann, welche Zutaten drin sind. Viele Menschen denken vielleicht, Seife sei fürs Gesicht viel zu scharf, aber in handgemachten Naturseifen sind sehr milde Inhaltsstoffe.

Das Beauty-Produktangebot in Korea ist riesig! Aber viele Koreanerinnen bevorzugen Naturkosmetik nach dem „Back to Basic“-Prinzip.

Das heißt, in Korea ist nicht nur knallbunte Kosmetik angesagt, wie sie hierzulande gerade gehypt wird? Lipgloss in Pandaverpackungen, Schneckenschleimmasken, usw., ihr wisst, was ich meine?

Nami: Das Beauty-Produktangebot in Korea ist riesig! Aber viele Koreanerinnen bevorzugen Naturkosmetik nach dem „Back to Basic“-Prinzip. Masken sind in Korea tatsächlich sehr beliebt. Die meisten Koreanerinnen benutzen jeden Tag eine Maske.

Katharina: Auf dem koreanischen Beauty-Markt gibt es viel mehr Naturkosmetik als bei uns. Die Koreaner sind da schon weiter als wir. Schneckenschleim ist auch ein Naturprodukt. Ich habe gerade gehört: Im Moment kommen die italienischen Schneckenzüchter mit der Produktion von Schneckenschleim nicht hinterher, weil die Zutat in der Kosmetik so gefragt ist. Es kommt jetzt also auch nach Europa.

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Ebenfalls zum Sortiment von Binu gehört eine Gesichtsbürste, die superweich ist und die, in Kombination mit der Seife, das Gesicht porentief reinigt.

Lasst uns mal über das Produkt selbst sprechen! Warum sollten wir Seifenstücke für unsere Gesichtsreinigung verwenden?

Nami: Ich möchte Flüssigseifen nicht schlecht machen. Aber es ist so: Seifen sind im Naturzustand immer in Festform. Um sie flüssig zu machen, muss man Wasser beigeben. Dabei senkt sich der PH-Wert und die Seife wird schnell angreifbar für Bakterien. Man muss also Konservierungsstoffe hinzufügen. Und die Konservierungsstoffe können bei vielen Menschen Allergien auslösen. Außerdem ist die Seife verdünnt und der Verbraucher muss viel mehr Seife benutzen als bei einem Seifenstück.

Katharina: Wenn du dagegen ein Seifenstück für die Gesichtsreinigung verwendest, lässt die Seife die Haut quellen. Das klingt vielleicht eklig, aber es bedeutet, dass die Haut sich in der Zeit, in der die Seife einwirkt, erneuern kann.

Das Seifenstück erlebt generell gerade eine Renaissance, oder? Warum sind Seifenstücke gerade wieder angesagt?

Katharina: Seife ist das älteste Waschmittel, das es gibt. Es ist vielleicht für eine Weile in Verruf geraten, weil Menschen bei Seife immer direkt an aggressive Kernseife denken. Aber das kann man mit unserer Seife gar nicht vergleichen.

Natürliche Seife reinigt die Haut schonend, ohne die Haut anzugreifen.

Nami: Natürliche Seife reinigt die Haut schonend, ohne die Haut anzugreifen. Zudem ist sie umweltfreundlicher als Seife in Plastikverpackung.

Katharina: Ein Seifenstück hält auch viel länger als Flüssigseife.

Nami: Unsere Gesichtsseife ist aber noch einmal eine andere Sache als Handseife. Sie ist rückfettend mit Kokosöl, antibakteriell durch das Hinoki-Wasser und wirklich reichhaltig.

Katharina: Wir haben alle gängigen Seifen auf dem Markt getestet, deshalb wissen wir genau, was unsere Seife besonders macht. Wir haben mit einem elektronischen Messgerät auch einen Feuchtigkeitstest gemacht und unsere Seife hat die Haut mit doppelt so viel Feuchtigkeit zurückgelassen wie andere Gesichtsseifen.

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Dank der natürlichen Inhaltsstoffe riechen die Binu-Seifen auch sehr angenehm.

Sind eure Zielgruppe eigentlich gleichermaßen Frauen wie Männer?

Katharina: Absolut. Ich kenne viele Männer, die mit unreiner Haut zu kämpfen haben und große Fans unserer „Bamboo Charcoal“ Seife sind, weil sie die Haut so gut reinigt. Auch bei jugendlicher Akne-Haut ist sie super.

Viele erfahrene Geschäftsleute haben uns den Tipp gegeben, am Anfang nicht zu viel zu wollen, sondern klein anzufangen.

Könnt ihr euch vorstellen, das Sortiment von BINU zu erweitern?

Nami: Schritt für Schritt. Viele Gründer machen den Fehler, sich am Anfang zu übernehmen.

Katharina: Viele erfahrene Geschäftsleute haben uns den Tipp gegeben, am Anfang nicht zu viel zu wollen, sondern klein anzufangen.

Nami: Unsere ursprüngliche Motivation war ja, dass wir die Gesichtsseifen auch gerne für uns selbst in Deutschland haben wollten. Wir denken, das ist ein guter Ausgangspunkt: davon auszugehen, welche Produkte man sich selbst wünscht.

Katharina: Und unser Anspruch ist hoch. Wenn wir weitere Produkte machen, müssen sie genauso gut wie unsere Seife sein. Wir dürfen noch nicht zu viel verraten, aber wir sind gerade in Kontakt mit kleinen Herstellern, die auf Naturkosmetik spezialisiert sind, und denken über weitere Produkte nach …

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Ihr seid also rund um die Uhr beschäftigt mit BINU?

Katharina: Wir teilen uns unsere Arbeitszeiten flexibel ein. Manchmal arbeiten wir zusammen im Home Office, manchmal jeder für sich. Das Gute ist, dass wir uns gegenseitig auch voll vertrauen. Das ist wichtig.

Nami: Ja, es ist super, einen Partner zu haben!

Katharina: Man braucht oft einfach eine zweite Meinung und Perspektive. Nur, weil ich Marketing mache, heißt das ja nicht, dass Nami nicht auch eine Meinung zum Thema hat …

Nami: Ich habe immer eine Meinung! (lacht) Aber auch umgekehrt.

Das kennen wir! … Wir sind gespannt, wie es bei euch weitergeht. Vielen Dank für das Gespräch!

 

Hier findet ihr BINU:

  

Fotos: Carolin Weinkopf

 

 

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