Fempower News: Safe Space für Frauen* auf dem Oktoberfest

21. September 2022

Jede Woche gibt es bei uns eine große Portion Fempower News! Diese Woche geht es um mehr Sicherheit für Frauen* auf dem Münchner Oktoberfest und die Reaktionen auf den neuen Trailer von “Arielle, die Meerjungfrau“ von „Disney“. Außerdem erfahrt ihr, wie ein Hausboot gegen Demenz helfen kann und warum Familienministerin Josefine Paul das bundesweite Recht auf Stillen in der Öffentlichkeit fordert.

– Aktion „Sichere Wiesn“ für Mädchen* und Frauen*: In München heißt es seit diesem Wochenende wieder „O zapft is“. Das Münchner Oktoberfest ist das größte und beliebteste Volksfest der Welt und eigentlich geht es um Tradition, Genuss, Spaß und vor allem: Party. Die Schattenseite ist, dass Frauen* auf der Wiesn Opfer sexualisierter Gewalt werden können und immer wieder Übergriffe stattfinden.

Die Aktion „Sichere Wiesn“ hilft bei sexueller Gewalt, aber auch bei Diebstahl oder wenn die Freund*innen in der Masse verloren gehen. Im Jahr 2019 nahmen laut Berichten der „Süddeutschen Zeitung“ so viele Besucher*innen wie noch nie die Unterstützung in Anspruch. Das Angebot ist kostenlos und auf Wunsch anonym und wird durch das neue „Safe Space“ Zelt dieses Jahr erweitert.

Es richtet sich an alle Wiesnbesucher*innen unabhängig von Alter, Herkunft, Hautfarbe, Religionszugehörigkeit, sexueller Orientierung, gesundheitlicher und psychischer Situation oder Behinderung. Daumen hoch für diese Aktion! Allerdings finden wir es auch ziemlich traurig, dass es solche Maßnahmen überhaupt geben muss.

Herzerwärmende Reaktionen auf den ersten Trailer zu “Arielle, die Meerjungfrau“: In der neu verfilmten Version des „Disney“ Klassikers „Arielle, die Meerjungfrau“ wird der Hauptcharakter Arielle von Halle Bailey gespielt. Die Besonderheit: Bailey ist schwarz und das erfreut einige Menschen im Netz, vor allem die kleinsten Zuschauer*innen. Auf Instagram hat ein Account die besten Reaktionen auf den Trailer zusammengefasst.

Das Außergewöhnliche daran ist, dass es nur Reaktionen von schwarzen Mädchen* sind, die den Trailer von ihren Eltern gezeigt bekommen haben. Diese reagieren besonders herzerwärmend, wenn im Schlussteil des Trailers die Meerjungfrau zum ersten Mal richtig zu sehen ist. Dabei freuen sich die Kids extrem, dass die liebste „Disney“ Heldin endlich mal so aussieht wie sie. Der Film kommt im Mai 2023 in die Kinos und wir können es kaum abwarten, ihn in voller Länge anzusehen.

Fotos: „Huckleberry Finn“

Eigens gebautes Hausboot verwirklicht neue Konzepte gegen Demenz: Am 21. September ist Welt-Alzheimertag. Zu diesem Jahrestag öffnet das Hausboot “Huckleberry Finn” seine Türen, um völlig neue Wege im Umgang mit Menschen mit Behinderungen und demenziellen Erkrankungen wie Alzheimer zu gehen.

Hochseesegler Arnold Schnittger hat das Projekt ins Leben gerufen. Die Inspiration dazu gab ihm sein Sohn Nico, welcher seit seiner Geburt schwerbehindert ist. Das Hausboot bietet Menschen heilsame Erfahrungen auf und mit dem Wasser und Abwechslung zu einer oft eintönigen Heimumgebung.

Laut Berichten der „Deutschen Alzheimer Gesellschaft“ leben in Deutschland derzeit rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung – und die Tendenz ist steigend. Allein im Jahr 2021 sind etwa 440.000 Menschen neu an einer Demenz erkrankt, die meisten von ihnen an Alzheimer. Schätzungen gehen bis zum Jahr 2050 von bis zu 2,8 Millionen Betroffenen in Deutschland aus. Die „Huckleberry Finn“ soll unter anderem auch für Lesungen, Seminare, inklusive Kurztrips, Ausflüge und Aufenthalte sowie Weiterbildungsformate zur Verfügung stehen. Wenn ihr das Projekt unterstützen wollt, könnt ihr euch hier mit einer Spende beteiligen.

– Fem Speech Club: In der Eventbranche findet man leider noch immer eine überdurchschnittliche hohe männliche Besetzung von Podien oder Diskussionsrunden. Es spielt dabei nicht unbedingt eine Rolle, ob ein Thema gefühlt eher männlich oder weiblich besetzt ist. Abgesehen von wenigen Ausnahmen, finden sich auf Events hauptsächlich männliche Speaker. Um mehr Speakerinnen auf Bühnen zu holen, hat Katharina Lages-Willner den „FEMSpeech CLUB“ gegründet, ein Praxisnetzwerk für alle, die zur Speakerin ihrer Themen werden wollen, egal ob auf Bühnen, in Unternehmen oder als Selbstständige. Die Launchveranstaltung findet am 20. Oktober in Köln statt. Die Anmeldung ist bereits über die Warteliste möglich. Via Mail werden alle Club Interessierten mit weiteren Informationen versorgt und dürfen schon einmal in die innovative Netzwerk-Atmosphäre hineinspüren. Durch dieses Projekt finden hoffentlich bald noch mehr Frauen einen Platz auf Bühnen und Events.

Darüber sprechen wir gerade:

  • Familienministerin Josefine Paul fordert das bundesweite Recht auf Stillen in der Öffentlichkeit. Zuletzt hatte es in NRW mehrere Fälle gegeben, in denen stillende Mütter unerwünscht waren. Der „WDR“ berichtet in diesem Beitrag darüber.
  • Der traurige Tod von Mahsa Amini schockiert uns zutiefst. Die 22-Jährige wurde von der iranischen Sittenpolizei festgenommen, weil sie ihr Kopftuch angeblich falsch getragen haben soll. Sie starb kurze Zeit später im Gefängnis. Die genauen Ursachen für ihren Tod sind noch unklar.
  • Sad Story: Chancengleichheit in der Musikbranche lässt zu Wünschen übrig. Das zeigt eine neue Studie der „Malisa Stiftung“.

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Teaserfoto: Adobe Stock Foto

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