Marsano Berlin – Blumen im großen Stil

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Sie gestalten die Blumendekoration für Fashion Shows, das Hotel de Rome und Hotel Ritz Carlton, stylen Blumen und Interior Design für Events wie die Berlinale, die Bambi-Verleihung oder Filmpremieren und manchmal auch für Foto-Shootings von Magazinen oder Werbekampagnen. Sie sorgen dafür, dass Hochzeiten noch bezaubernder werden. Sie bieten Floristik-Workshops an. Und natürlich kann man bei ihnen auch einfach spontan vorbeischauen und Blumen kaufen. Die Rede ist von Marsano Berlin. Im Marsano-Geschäft in Berlin-Mitte findet man neben einer beeindruckenden Auswahl an frischen Blumen auch Interior-Produkte – von Vintage-Möbeln bis zu Accessoires. Hinter diesem Konzept stecken Annett Kuhlmann, Katrin Jahn und Andreas Namysl. Das Trio hat Marsano 2006 gegründet und Schritt für Schritt zu einem Unternehmen gemacht, das man weit über Berlins Grenzen hinaus kennt. Und dabei haben alle drei als Floristen in ganz normalen, kleinen Blumenläden begonnen. Um darüber zu sprechen, wie Marsano so erfolgreich wurde, was den Marsano-Stil ausmacht und welche Blumen gerade angesagt sind, besuchen wir Annett Kuhlmann und Katrin Jahn während der Berliner Fashion Week in ihrem Laden.

Übrigens haben wir auch ein Goodie für euch: Wir verlosen einen Platz im Blumen-Workshop “Mein Strauß” am 19. März 2016 bei Marsano. Mehr dazu später …

 

Femtastics: Was ist das Besondere an Marsano?

Katrin Jahn: Die Frage stellen wir uns selber auch immer. Das Besondere ist der Mix aus Blumen, tollen Vasen, Vintage-Möbeln und Style. Genauso wichtig ist aber unser Team: wir drei Gründer von Marsano. Wir sind alle drei sehr verschieden und ergeben genau die richtige Kombination, die Marsano ausmacht.

Wir bedienen nicht einfach nur unsere Kunden, wir machen unser Ding.

Annett Kuhlmann: Das denke ich auch. Unser Erfolg basiert auf unserem Dreier-Team und unseren tollen Mitarbeitern. Eine ehemalige Mitarbeiterin von uns hat einmal gesagt: Marsano ist Selbstbewusstsein. Wir bedienen nicht einfach nur unsere Kunden, wir machen unser Ding. Wir wollen nicht, dass der Kunde uns diktiert, was wir machen. Wenn der Kunde sagt, wie er es gerne hätte, dann sagen wir ihm auch, wie wir es noch schöner machen können. Wir haben alle eine sehr gute Ausbildung oder Erfahrung in diesem Bereich und das wollen wir auch den Kunden vermitteln. Der Kunde soll sich gut aufgehoben bei uns fühlen. Ich denke, dieses Selbstbewusstsein macht uns aus.

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Direkt hinter dem Eingang des Geschäfts begrüßt den Besucher eine opulente Spiegelwand.

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Gegenüber: die täglich neue Blumenauswahl

Wie groß ist denn euer Team?

Annett: 30 Mitarbeiter, in der Weihnachtszeit 35. Das Team ist sehr international. Zu einem Zeitpunkt waren zehn verschiedene Nationen im Team vertreten.

Und mit wie vielen Mitarbeitern seid ihr 2006 gestartet? Wart ihr da nur zu dritt?

Katrin: Wir waren fünf. Wir drei Gründer, zwei Mitarbeiter und noch eine halbe Stelle für die Buchhaltung.

Die meisten Frauen mögen gerne Blumen. Aber wie kamt ihr dazu, Blumen zu eurem Beruf zu machen?

Katrin: Annett und ich kommen beide vom Dorf und wir waren immer umgeben von Blumen. Wir hatten einen Garten und schon als kleines Mädchen hatte man sein Beet, das man gehegt und gepflegt hat. Aber für mich war als Kind noch nicht klar, dass ich Floristin werden möchte. In dem Alter wusste ich gar nicht, dass es das als Beruf gibt. Aber als es zum Berufswunsch kam, wusste ich schnell, dass ich gerne mit Blumen arbeiten möchte. Ich habe eine Lehre gemacht und den klassischen Weg zur Floristin in einem Blumenlädchen gegangen. Das, was wir jetzt hier machen, ist natürlich etwas ganz Anderes.

Wie hat sich dieser klassische Weg Stück für Stück erweitert?

Katrin: Für mich war der Auslöser, dass ich nach Berlin gegangen bin. Dadurch hat sich mein Blickfeld erweitert. Mehr Farbe, mehr Internationalität …

Annett, Du warst zwischenzeitlich auch in London und hast dort als Floristin gearbeitet, richtig?

Annett: Ja, ich habe Kurse in Fotografie belegt und nebenbei als Floristin gearbeitet. Und das war schon mit Events und Styling verbunden. Was jetzt in Berlin gerade anfängt – dass wir immer mehr Blumen und Interior für riesige Events stylen – das war in London schon Teil meines Jobs.

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Das Marsano Geschäft ist eine Mischung aus Blumenladen und Interior-Shop.

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Katrin (links) und Annett (rechts) sind 2/3 des Gründer-Teams.

Wie habt ihr beide euch gefunden?

Annett: Als ich aus London zurück nach Berlin kam, habe ich angefangen, bei Marsano zu arbeiten, wo Katrin und Andreas zu diesem Zeitpunkt schon angestellt waren. Es gab Marsano schon zuvor.

Katrin: Es ist ein Schweizer Unternehmen, das es in Zürich auch immer noch gibt. Die haben eine Filiale in Berlin eröffnet, in der wir angestellt waren. Marsano Berlin lief aber aus verschiedenen Gründen nicht. Die Schweizer haben sich entschieden, in die Schweiz zurückzugehen und ihr Geschäft in Berlin aufzugeben. Wir drei haben gesagt: Es kann jetzt nicht vorbei sein! Der Entschluss der Geschäftsführer war für uns ziemlich hart und kam in einer aufregenden Zeit kurz vor dem Weihnachtsgeschäft. Wir sollten plötzlich alle drei in sechs Wochen arbeitslos sein.

Und da habt ihr entschlossen, das Geschäft zu dritt zu übernehmen und fortzuführen?

Annett: Die Idee hatte Katrin und sie hat mich angerufen. Ich war damals am überlegen, ob ich mehr Fotografie machen sollte. Ich habe mich gefragt, ob es vielleicht ein Zeichen sein soll. Aber dann hat Katrin mich und Andreas zusammengeholt.

Ihr habt Marsano neu gegründet?

Annett: Genau, wir haben es neu als GmbH gegründet.

Katrin: Wir haben den Namen gekauft und für Deutschland schützen lassen. Es ist etwas verwirrend für jemanden, der Marsano aus Zürich kennt. Dieser Laden hier hat nichts mit Marsano in der Schweiz zu tun.

Mit welcher Vision habt ihr Marsano damals gegründet?

Katrin: Was wir wollten? Wir wollten einen wunderschönen Blumenladen, in dem wir ganz viel Zeit haben für uns, wo wir tolle Sträuße binden können, draußen auf einem alten Sofa sitzen und unsere Freunde vorbeikommen …

Annett: … Zeit haben, Kaffee trinken. Wir haben vorne im Fenster Sitzbänke gebaut und dachten, wir können da gemeinsam sitzen und klönen.

Katrin: So fing das an. Wir dachten: Jetzt sind wir selbstständig und können selbst über unsere Zeit bestimmen. Aber das … tja, ich weiß nicht, wann wir das wirklich gemacht haben.

Annett: Aber jetzt fällt mir noch etwas ein, was Marsano ausmacht: Die meisten Mitarbeiter haben eine Vier-Tage-Woche. Wir selber auch. Wir gehen auf die Bedürfnisse ein, jeder wie er möchte. Montag bis Donnerstag bin ich immer da.

Katrin: Wir wechseln uns immer ab, es ist immer einer von uns dreien da. Chef-freie-Zone gibt es selten (lacht).

Die meisten Mitarbeiter haben eine Vier-Tage-Woche. Uns ist wichtig, dass die Mitarbeiter nicht immer nur die Blumen sehen, sondern auch Zeit haben, raus zu kommen, etwas zu erleben.

Annett: Und die Mitarbeiter sind immer montags bis donnerstags oder von mittwochs bis samstags da. Die Teams können also immer Übergaben machen und die Mitarbeiter haben ein langes Wochenende. Das ist mir wichtig, dass die Mitarbeiter nicht immer nur die Blumen sehen, sondern auch Zeit haben, raus zu kommen, etwas zu erleben. Sie können mit EasyJet für ein langes Wochenende wegfliegen, ihre Bude vermieten und kommen mit ganz neuer Inspiration zurück. Wenn man immer nur in der Mühle ist, geht sie verloren.

Katrin: Es gibt einige, die machen eine Auszeit und sind viel unterwegs, und es ist ganz wichtig, dass man ihnen diese Zeit gibt. Wir beide haben das auch schon gemacht – und es ist wichtig, dieses Gefühl zu kennen, wenn du unterwegs warst und dann wiederkommst. Du guckst auf alles ganz anders. Auf alles! Auch der Umgang miteinander ist anders. Das ist großartig.

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Die Ladenfläche von Marsano in Berlin misst über 700 Quadratmeter.

 

Wie sieht denn jetzt euer Arbeitsalltag aus? Ihr steht ja schon lange nicht mehr in eurem kleinen Blumenladen und bindet Sträuße …

Katrin: Nein, leider nicht. Unser Arbeitsalltag hat heute zu wenig mit Blumen zu tun.

Annett: Dienstag ist immer mein Blumentag. Das ist mir ganz wichtig. Ich war heute Morgen schon auf dem Großmarkt. Das ist so schön! Wenn man vom Markt kommt, hat man so viele Ideen. Ich war gerade drei Wochen im Urlaub und als ich zurück in den Laden kam und vor diesen ganzen Blumen stand, war ich richtig sprachlos. So ging es mir heute Morgen auf dem Markt wieder. Man hat dann direkt so viele Ideen im Kopf und es macht so viel Spaß. Wenn ich diese große Karre voller Blumen schiebe, dann springe ich immer drauf und rolle ein Stück mit (lacht).

Katrin: So geht es mir auch. Ich finde es wichtig, noch auf den Markt zu gehen. Da merke ich: Ich kann bestimmen, welche Blumen die Leute kaufen.

Aber die Arbeit auf dem Großmarkt ist schon ein Knochenjob, oder?

Katrin: Alles, das Schleppen der Kisten, das Einladen ins Auto, das Ausladen. Wie oft die Blume in die Hand genommen wird, bis sie verkauft ist!

Annett: In Vierlanden sterben gerade viele Blumenläden weg, weil der jungen Generation der Knochenjob zu hart ist.

Ich denke, man muss machen, was man wirklich will und nicht jammern.

Dabei kann man ja, wie ihr beweist, auch etwas ganz Neues aus einem bestehenden Geschäft machen. 

Annett: Aber ganz ehrlich, egal in welchem Job, es gibt immer Leute, die jammern rum. Wir haben nicht gejammert und vielleicht sind wir deshalb groß geworden. Ich denke, man muss machen, was man wirklich will und nicht jammern. Was man macht, muss man richtig machen, mit dem Herzen. Dann wollen auch Kunden und Mitarbeiter mit dir arbeiten.

Hattet ihr denn das Ziel, als Unternehmen groß zu werden?

Annett: Nein, das Ziel habe ich auch jetzt noch nicht. Es ist einfach so passiert, dass Marsano so gewachsen ist.

Katrin: Erst hatten wir nur den einen Laden und hinten war das Lager, dann brauchten wir mehr Platz, haben uns ein Stück dazu gemietet. Man gewöhnt sich an bestimmte Flächen. Es kam immer mehr dazu. Mit mehr Aufträgen brauchst du auch mehr Leute. Wir fragen uns auch: Wo ist Stopp? Wie weit kann man wachsen? Bis zu welcher Summe trägt es sich?

Annett: Wir wollen ja auch immer noch Mensch sein. Uns interessiert jeder einzelne, der bei uns arbeitet.

Kommen denn viele Leute von außen auf euch zu, zum Beispiel aus dem Finanzsektor, die euch animieren, weiter zu wachsen?

Katrin: Jetzt haben wir das Selbstbewusstsein, das Annett vorhin schon angesprochen hat, dass wir auch Aufträge absagen. Wir fragen uns: Können wir das, wollen wir das?

Annett: Wir haben auch schon Aufträge abgelehnt, wenn wir dachten: Das ist nicht Marsano. Sonst wäre der Kunde nicht glücklich und wir auch nicht. Und wir wollen nicht irgendwann mit 50 Leuten hier stehen. Und wir wollen auch nicht in andere Städte expandieren. Sonst geht unser Konzept nicht auf. Wir werden nicht reich damit und wir wollen auch nicht reich damit werden. Und wir wollen nicht werden, wie die ganzen Leute, die immer jammern. Wir haben Familie. Als Frauen und als Mütter wollen wir unseren Kindern gerecht werden. Wir brauchen auch noch Zeit für Familie und den Austausch innerhalb des Teams. Man muss sich fragen: Was ist Erfolg? Wir können pünktlich unsere Mitarbeiter bezahlen, wir zahlen richtig viel Lohnsteuer im Jahr. Das macht mich stolz. Denn damit sind auch viele andere Sachen für Deutschland getan, Sozialleistungen usw.

Katrin: Das Zwischenmenschliche ist uns wichtig. Dafür muss Zeit bleiben. Manchmal sagen wir bewusst: Und jetze gehen wir mal zusammen ‘ne Runde um den Block!

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Annett zeigt uns das Marsano-Lager: unzählige Vasen, Töpfe und Dekoobjekte.

 

Ihr unterstützt mit Marsano auch Sozialprojekte.

Annett: Wir haben damit angefangen, die Blumen, die von Events an uns zurückkommen und die immer noch perfekt aussehen, an Altersheime und Kitas weiterzugeben. Ansonsten würden die Blumen in der Tonne landen.

Katrin: Und jetzt haben wir uns überlegt, Blumen-Workshops für Flüchtlinge anzubieten.

Annett: Einmal im Monat möchten wir mit den zurückgekommenen Blumen einen Workshop für Flüchtlingsfrauen oder auch -Männer anbieten.

Was macht euch denn von allem, was ihr macht, am meisten Spaß?

Katrin: Ich mache total gerne große Sachen. Fette große Gestecke, bei denen es nicht aufs Geld ankommt. Ich mag es aber auch gerne, einen Kunden zu bedienen. Wenn du dich wirklich auf die Beratung einlassen kannst. Es ist schön, die Entwicklung des Projekts und am Ende das Ergebnis zu sehen. Manche Hochzeiten zum Beispiel werden ja monatelang geplant – auch wenn das nicht jeder verstehen kann – und es ist toll, irgendwann das große Ganze zu sehen.

Annett: Ich mag gerne Interior-Projekte, die Blumen mit Möbeln verbinden. Gerade bin ich wieder an so einem Projekt dran. Es geht darum, das Interior-Design für ein VIP-Restaurant von Tim Raue für Hertha BSC zu entwickeln. Vergangenes Jahr habe ich an einem Event mitgewirkt, bei dem ein Sternerestaurant Essen für Food-Trucks gekocht hat. Man plant und arbeitet so lange daran – und dann ist es aber auch wieder vorbei.

Findest Du es schade, dass es so flüchtig ist oder eher gut?

Annett: Ich finde es gut. Wenn es einmal nicht so wird, wie man es sich vorgestellt hat, hat man – anders als bei einem Architekten – keine Bausünde für die Ewigkeit da stehen. Eigentlich geht ja nie etwas schief, aber trotzdem. Das finde ich auch schön an Blumensträußen: ab dem Moment, wenn eine Blume abgeschnitten wird, ist sie am Sterben und verändert sich. Da passiert total viel! Manchmal kommt es einem aber auch pervers vor …

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Wir wollen nicht irgendwann mit 50 Mitarbeitern hier stehen. Und wir wollen auch nicht in andere Städte expandieren. Sonst geht unser Konzept nicht auf. Wir werden nicht reich damit und wir wollen auch nicht reich damit werden. Und wir wollen nicht werden, wie die ganzen Leute, die immer jammern.

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Wie würdet ihr denn den Marsano-Stil beschreiben?

Katrin: Wir können das selbst immer schwer beschreiben.

Annett: Neulich hat jemand gesagt: „Klassisch mit einem Augenzwinkern. Fast schon frech.“ Die meisten bei uns haben ja eine klassische Ausbildung genossen, die höchsten Schulen, die man in diesem Bereich besuchen kann. Da lernt man viel über Gestaltungslehre. Und meine Schwiegermutter sagt immer: „Wenn man weiß, was man nicht darf, dann darf man das.“ Wir wissen, wie es in der Gestaltungslehre ist, aber wir versuchen, diese Regeln zu brechen. Auch in unserem Team brechen wir Hierarchien. Jeder darf die Jobs nach seinen Fähigkeiten machen, egal, auf welchem Level er ist.

Katrin: Wer Bock auf einen bestimmten Job hat, der darf ihn machen. Wenn der Azubi in diesem Job der Beste ist, dann kann er ihn auch machen.

Warum gibt es denn immer noch so viele furchtbare Blumensträuße?

Katrin: Weil viele Leute furchtbare Sträuße möchten.

Annett: Ganz oft kommt der Kunde rein und diktiert, was er will.

Katrin: „Was haben Sie denn für Grün? Ach, Sie haben gar kein Grün! Ach, Sie haben gar keine fertig gebundenen Sträuße!“ Der Großteil unserer Kunden kennt unser Konzept, aber man erlebt es auch immer wieder anders.

Annett: Für Leute, die neu im Team bei uns sind, ist das erst mal eine Umgewöhnung.

Ich will auf jeden Strauß von uns, den ich irgendwo sehe, stolz sein.

Katrin: Ich sage unseren Mitarbeitern immer: „Ihr müsst denken, das ist für eure beste Freundin“. Ich will auf jeden Strauß von uns, den ich irgendwo sehe, stolz sein. Und wenn’s auch nur einer für 15 Euro ist.

Annett: Deshalb haben wir auch unser „Cheap & Chic“-Angebot, damit für jedes Budget etwas dabei ist.

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Eine von Marsano gestaltete Blumendekoration im Hotel de Rome

Gibt es ein Projekt, auf das ihr besonders stolz seid?

Annett: Auf unsere Auszubildenden, dass sie so gut die Prüfung bestanden haben und zu uns zurückgekommen sind.

Welche Trends gibt es zurzeit in der Floristik?

Annett: Der Trend im Bezug auf Nachhaltigkeit und Natürlichkeit. Blumen sollen jetzt wieder aussehen wie aus dem Garten gepflückt.

Katrin: Und Zimmerpflanzen sind wieder total angesagt.

Richtet ihr euch nach Trends?

Annett: Das ist immer die Frage: Wer macht Trends? Wer lebt Sachen vor? Wer hat was erfunden? Das ist immer schwer zu beantworten. Und heute sieht eh jeder alles bei Pinterest. Das haben die nicht erfunden, das haben wir nicht erfunden. Es ist einfach eine Entwicklung, die langsam vonstatten ging.

Katrin: Vom Kunden kommen auch schon sehr konkrete Anfragen. Das hat sich besonders bei Hochzeiten verändert. Du kriegst von den Bräuten ein komplettes Moodboard mit Farben und allem vorgelegt. Das ist krass! Aber es ist gut, es ist ja nur eine Anregung und es wird am Ende eh nicht genauso wie auf den Fotos.

Annett: Es ist gar nicht schlecht. Sie kommen schon mit ihrer Checkliste, wollen Blumen an den Stühlen, überall, haben ein Jahr lang recherchiert.

Katrin: Du weißt auch besser, in welche Richtung es gehen soll, aber es ersetzt nicht das Beratungsgespräch.

Nutzt ihr Pinterest selbst als Inspiration?

Katrin: Ich nutze es privat, aber man verliert sich darin.

Annett: Ich bin ein bisschen müde geworden, mir die Sachen im Netz anzusehen. Es ist so inflationär geworden. Alles ist zu ähnlich. Ich habe mir früher ganz viele Zeitschriften gekauft. Aber ich finde jetzt beides – Zeitschriften und Pinterest – zu wenig überraschend. Manchmal suche ich lieber bei eBay Kleinanzeigen nach Schätzen.

Vielen Dank für das interessante Gespräch!

 

Gewinnspiel

Falls ihr Lust bekommen habt, einmal in die Welt der Floristik hineinzuschnuppern, haben wir was für euch: Wir verlosen einen Platz im Workshop “Mein Strauß” bei Marsano in Berlin am 19. März 2016. Ihr lernt die drei wichtigsten Straußformen und könnt natürlich eure eigenen Sträuße mit nach Hause nehmen. Um den Workshop-Platz im Wert von 85 Euro zu gewinnen, schickt uns bis spätestens 4. Februar 2016 eine E-Mail an winwin@femtastics.com. Die Gewinnerin wird per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Hier findet ihr Annett und Katrin:

 

Fotos: femtastics

 

 

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