Themenwoche #3 | Fernweh: Anna

27. Mai 2015

In unserer Themenwoche #3 widmen wir uns dem Gefühl, das uns jedes Jahr um diese Zeit besonders umtreibt: Fernweh! Der Sommerurlaub ist zwar in Sichtweite, aber irgendwie ist es immer noch viel zu lange hin. Für eine schöne Portion Pre-Urlaubsfeeling legen wir euch diese Woche unsere liebsten Reiseziele ans Herz!

Mein perfekter Urlaub …

… basiert meistens auf einer ausgiebigen Recherche. Bevor ich eine Reise buche, weiß ich genau, warum ich das jeweilige Reiseziel besuchen möchte. Ausschlaggebend kann ein Bild sein, das ich gesehen habe, ein Reisebericht, den ich gelesen habe, oder auch nur ein Hotel, in dem ich unbedingt übernachten möchte. Vielleicht habe ich auch einen Film gesehen oder ein Buch gelesen, das an dem betreffenden Ort spielt. Auf jeden Fall gibt es bei mir keine rein zufälligen „einfach mal schauen“-Reisen. Das heißt nicht, dass ich alles akribisch durchplane, aber ein paar Punkte stehen immer schon im Voraus auf dem Reiseplan. Die Ziele sind ganz unterschiedlich – ich kann auch gar nicht sagen, ob es mir in Städten, am Strand, in den Bergen, im Dschungel oder in der Wüste am besten gefällt. Ich möchte am liebsten alles sehen! Zu meinen bisherigen Lieblingsreisen zählen Japan (ganz alleine im Alter von 19), Südengland (quer durchs Land in den Semesterferien meines Studiums in England), ein Roadtrip durch Kalifornien (dazu später mehr),  Italien (egal wo), Südfrankreich, Familienurlaub in Bayern, New York City mit einer guten Freundin, Marokko, … ich könnte ewig weitermachen.

Annas Reisetipp #1: Tulúm, Mexiko 

Tulum-2

Tulum-1Dieser Urlaub ist noch ganz frisch in Erinnerung: Ich war zusammen mit meinem Freund dieses Jahr im April in Tulúm, Mexiko. Von diesem kleinen Örtchen an der mexikanischen Karibikküste liest man gerade sehr viel in Reise- und Lifestylemedien. Tulúm ist in – und wird in den kommenden Jahren voraussichtlich also noch weiter wachsen. Der Ort basiert auf der gleichnamigen Maya-Ruine – Hotels, Restaurants, Bars und Shops sind erst in den vergangenen zwanzig Jahren entstanden. Obwohl sich also sehr viel getan hat in Tulúm, ist der dortige Tourismus immer noch meilenweit vom Tourismustrubel in Cancún entfernt. In Tulúm schläft man unter Strohdächern, duscht mit Meerwasser, isst lokale, karibische Küche – und nachts wird der Stromgenerator abgeschaltet.

Im Gegenzug bekommt man wunderschöne Karibikstrände, wird nachts von der Meeresbrise statt der Klimaanlage gekühlt, wacht morgens zum Sonnenaufgang auf und genießt „Boutique-Tourismus“. Das Publikum besteht zu einem großen Teil aus Yoga-Fans, grüne Säfte-Trinkern und anderen mehr oder weniger hippen internationalen Gästen.

Unternehmen:

Essen lässt es sich in Tulúm hervorragend (einige meiner Lieblingsrestaurants empfehle ich in meinem Blog). Ansonsten heißt es: am Strand entspannen, den Sonnengruß üben und (mit LSF 50) an der Bräune arbeiten. Ich empfehle jedoch, unbedingt ein Mietauto für den Urlaub. So lässt sich das künstliche Strandparadies, wann immer gewünscht, verlassen, um in Höhlen (den sogenannten Cenotes) oder Lagunen zu tauchen, im Pueblo Souvenirs zu kaufen, ein Stück Mexiko zu erkunden und Maya-Kultur zu erleben. Da mir spätestens nach einem halben Tag am Strand langweilig wird, war das Mietauto unerlässlich für mich.

Übernachten:

Wir haben mehrfach das Hotel gewechselt und uns so den Strand entlang „gearbeitet“. Meine liebsten Unterkünfte waren Papaya Playa Project, Hemingway, und Casa Violeta. Wer auf „Eco Chic“-Hotels steht, kommt in Tulúm auf seine Kosten.

Annas Reisetipp #2: Mykonos, Griechenland

Mykonos

Mykonos-San-Giorgio-Hotel

Weiße Windmühlen, traditionelle Tavernen am Strand, einsame Buchten, kleine Gässchen zwischen weißen Steinhäusern, … ich glaube, in Mykonos verliebt sich jeder, der Urlaub auf diesem Inselchen der Kykladen macht.

Unternehmen:

Besonders viel zu tun oder sehen gibt es auf Mykonos nicht. Da wäre Mykonos Stadt – eine Ansammlung pittoresker weißer Häuschen rund um einen Hafen – in der man stundenlang bummeln kann (besonders, wenn man auf lokal gefertigten Schmuck steht) oder einfach im Café sitzt, um die Leute zu beobachten. Auf der Insel gibt es viele kleine Buchten, die man sich am besten von Einheimischen empfehlen lässt. Um sie zu erreichen, braucht man einen Motorroller oder ein anderes Bike. Aber Vorsicht, die Straßen sind eng, steil und kurvig. Abends sucht man sich eine idyllische Taverne am Strand, die traditionelle griechische Küche serviert und lässt es sich gutgehen.

Übernachten:

Wir haben uns im San Giorgio unfassbar wohl gefühlt. Dem Designliebhaber geht das Herz auf. Das Hotel ist klein und in der Nebensaison ruhig und erholsam. In der Hauptsaison kommen die Partytouristen, weil es von angesagten Beach-Clubs umgeben ist (muss man wollen – ansonsten, wie wir, lieber Off-Season buchen).

Annas Reisetipp #3: Roadtrip durch Kalifornien

California

California-2

Kalifornien hat mich überrascht. Es lässt sich aber auch gar nicht erahnen, welche Vielfalt einem auf einer Reise durch diesen US-Bundesstaat begegnet. Mein Freund und ich haben einen Gabelflug gebucht – hin nach Los Angeles, zurück von San Francisco – und haben uns am Flughafen LAX unseren Mietwagen abgeholt (ich wollte den Europäer markieren und ein kleines Auto haben, aber selbst die kleine Version war in den USA ein dicker SUV). Ein paar Tage haben wir in L.A. verbracht – und ich habe mich total verliebt. Alle meine Vorurteile wurden widerlegt und erfüllt zugleich, die Stadt erwischte mich voll mit ihren tausenden Facetten, ihrem entspannten Vibe und ihrem ganz besonderen Licht. Danach ging’s erst einmal in den Süden, Richtung San Diego, dann auf einen Abstecher in die Wüste nach Palm Springs, dann weiter nördlich, nach Santa Barbara, Big Sur entlang, nach Monterey, vorbei an San Francisco, ins Weingebiet Sonoma Valley. Dort radelten wir quer durch die Weinberge und bildeten uns über kalifornische Trauben, bevor wir nach San Francisco fuhren und zum Schluss der Reise diese irre Hafenstadt, ihre Kunst- und Kulinarik-Szene, erkundeten.

Unternehmen: 

Fahren. Auf Autopilot den Highway entlang. Die Landschaft bewundern, die sich gefühlt alle 30 Minuten komplett verwandelt – von den sonnigen, palmengesäumten Straßen rund um L.A. über den kurvigen Küsten-Highway, entlang an Nationalparks, Mooren und Wäldern, rein in die heiße, heiße Wüste, hoch in den Norden, der ein bisschen an Mitteleuropa erinnert, dann aber auch wieder nicht, … Kalifornien ist unbeschreiblich vielfältig und bietet eine Million Möglichkeiten. Außerdem: Menschen kennenlernen. Wenn man den US-Amerikanern auch Vieles vorhalten kann (Plastikgeschirr im Hotel, ihre riesigen Autos, …), ihre Offenheit und Kommunikationsfreudigkeit ist unschlagbar. Die besten Tipps und Geschichten hört man von den Locals – die sie auch bereitwillig teilen werden, sofern man genauso offen ist.

Übernachten: 

In Motels, Bed & Breakfasts, was immer sich findet, wenn man bleiben möchte. Da das Hotel-Frühstück meist so schlecht ist, empfehle ich, einfach im gigantischen Bio-Supermarkt „Whole Foods“ zu frühstücken. Dort gibt es alles – vom Haferbrei mit Obst über riesige, gesunde Muffins bis zum herzhaften Frühstücksbuffet.

In L.A. nächtigt man „Hollywood-historisch“ im berühmten Chateau Marmont. In Palm Springs versprüht das ACE Hotel feinsten Sixties-Retro-Charme.

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