Themenwoche #3 I Fernweh: Katha

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In unserer Themenwoche #3 widmen wir uns dem Gefühl, das uns jedes Jahr um diese Zeit besonders umtreibt: Fernweh! Der Sommerurlaub ist zwar in Sichtweite, aber irgendwie ist es immer noch viel zu lange hin. Für eine schöne Portion Pre-Urlaubsfeeling legen wir euch diese Woche unsere liebsten Reiseziele ans Herz!

Mein perfekter Urlaub …

Das Urlaubsziel entscheidet sich fast immer relativ spontan und auch gebucht wird meistens erst ca. zwei bis drei Monate vorher. Dieses Jahr geht es im Sommer zum Beispiel auf eine kleine Schweden-Rundreise, es sollte nicht so teuer, nicht so weit weg und hundefreundlich sein. Ist das Urlaubsziel erstmal gefunden, ist mein Ehrgeiz geweckt. Ich klicke mich durch viele Blogs, Instagram-Hashtags und Hotel-Seiten – immer auf der Suche nach einer ganz besonderen Unterkunft, einem coolen Foodmarkt oder einem einheimischen Ponyhof. Individuelle Tipps selbst zu finden gehört zu meinen Passionen und so baue ich auf meinem Blog immer mehr die Travel-Guide-Rubrik aus und schreibe auch für Magazine besonders gerne Erlebnisberichte von meinen Reisen. Seit drei Jahren kommen mir fast nur noch Rundreisen in die Tüte – der perfekte Mix aus Relaxen und Entdecken.

Kathas Reisetipp #1: Kapstadt

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Kapstadt war Liebe auf den ersten Blick. Vor zwei Jahren führte mich eine Kooperation zum wohl beeindruckensten Ort, den ich bis jetzt besucht habe. Nur drei Tage hatte ich Zeit, die Stadt und das nähere Umland zu entdecken und so viele Tipps wie nur möglich zu sammeln. Das Licht, das Land, die Leute – ich habe mich sofort verliebt und muss unbedingt bald wieder vorbeigucken.

Unternehmen:

1) Neighbourgoods Market

Belgische Waffeln mit Banane-Schoko-Caramelsoßen-Topping, ein frischer Lemon-Mint-Shake oder ein Strauß mit pinken Proteas, der Nationalblume Südafrikas – der Neighbourgoods Market hat kulinarisch fast alles zu bieten und ist der schönste und leckerste Markt, den ich bis jetzt besucht habe. Jeden Samstag, zwischen 9 und 14 Uhr verwandelt sich die lichtdurchflutete Lagerhalle auf dem „The Old Biscuit Mill“, einer alten Backfabrik aus dem 19. Jahrhundert, in ein Food-Fest.

2) Woodstock Exchange

Nur eine fünfminütige Taxifahrt vom „The Old Biscuit Mill“-Gelände entfernt, befindet sich „The Woodstock Exchange“, kurz WEX, das Zuhause der Kapstadter Kreativszene. In dem passageartig aufgebauten Gebäudekomplex im Industrie-Look reihen sich in der unteren Etage Boutiquen an Interieur-Shops und Cafés. In den oberen Stockwerken arbeiten Kreative an ihren Projekten. Mein Tipp: Einfach durch die Gassen und durch die unterschiedlichen Ebenen schlendern und Zwischenstopps auf den zahlreichen roten Balkonen und in den hübschen Cafés „Superette“ oder „Field Office“ einlegen.

3) Long Street

Die Long Street ist die bekannteste Straße Kapstadts, gesäumt von zahlreichen viktorianischen Häusern in allen Farben. Auf der To-Do-Liste vermerken: Mittags einen vegetarischen Burger und einen frischen Erdbeersaft in dem Restaurant „Royale Eatery“ bestellen und direkt an einem der Fensterplätze mit Blick auf die geschäftige Straße Platz nehmen. Abends lädt die Dachterrasse „The Waiting Room“ zum Blick über der Stadt ein. Wer auf der Suche nach modernem afrikanischen Design ist, sollte bei „Merchants“ vorbeischauen, mein Lieblingsshop in Kapstadt. Eine große Portion Souvenirs und Mitbringsel für Freunde warten auf dem Greenmarket Square, dem zweitältesten Platz der Stadt.

4) Tafelberg, Cape Point & Signal Hill

­Wie bei fast jedem Städte-Trip lohnt sich der Weg auf einen Aussichtspunkt, um einen Blick auf die Skyline und die Landschaft von oben zu werfen. In Kapstadt ist der höchste Punkt zudem noch ein sehr hübscher: der Tafelberg. Aus Zeitgründen habe ich die rotierende Seilbahn als Transportmittel gewählt. Wer mag, kann den über 1000 Meter hohen Berg aber auch zu Fuß erklimmen. Wer mehr Meer sehen möchte, sollte einen Ausflug zum Cape Point, von dem man auch das Kap der guten Hoffnung sehen kann, oder auf den Signal Hill machen. Unendliche Weite, tolle Sonnenuntergänge und mutige Kletterer und Fallschirmspringer inklusive!

5) Die Tierwelt – vom Nashorn bis zum Pinguin

Nashörner, Giraffen, Elefanten, Zebras – ich habe sie alle gesehen, die Big 5 und noch viel mehr. Wer nicht die Zeit hat, in den Krügers Nationalpark zu fahren, dem empfehle ich einen Tagesausflug in das Inverdoorn Reservat, das etwa zwei Autostunden von Kapstadt entfernt liegt. Allein der Weg dorthin ist ein Erlebnis. Weinanbaugebiete, Felder, Wiesen und Berge, die die Sonne in sämtliche Farben taucht, und Pavianfamilien am Straßenrand. Die meiste Zeit fühlte ich mich wie in einer traumhaften Miniatureisenbahn-Landschaft. Mein zweites tierisches Erlebnis: der Besuch am Boulders Beach. Hier wohnen zahlreiche Pinguin-Kolonien – ich hätte es mir stundenlang auf meinem Beobachtungsposten gemütlich machen können.

Übernachten:

Das Hotel, in dem ich übernachtet habe, kann ich nicht unbedingt empfehlen. Beim nächsten Mal würde ich bei Airbnb die Augen offen halten, mir das The Backpack oder das POD näher anschauen.

 

Kathas Reisetipp #2: Portugal

Katharina-Roadtrip-Portugal

Portugal zählt zu den schönsten Urlauben, die ich bis jetzt gemacht habe. 12 Tage reiste ich mit meinem Freund vor drei Jahren erst nach Lissabon und von dort aus mit dem Mietwagen an die Algarve.

Unternehmen:

Muss man in Lissabon gemacht haben: mit der Tram Nr. 28 durch die engen Straßen der Altstadt düsen, mit dem Elevator de Santa Justa, einem Fahrstuhl, auf Lissabons öffentliche Dachterasse fahren, durch die Gassen schlendern und am Mini-Strand, am Praca de Comércio, pausieren. Unter Palmenblättern mit Blick über Lissabon einen Wassermelonensaft schlürfen – das geht am besten in der LOSTin-Bar. Abends lohnt sich vor allem ein Besuch in Barre Alto, dem Szeneviertel Lissabons, mit zahlreichen Open-Air-Restaurants und Bars (hier geht’s zu meinem Lissabon-Guide). Und für eine Portugal-Rundreise gilt: einfach auf Entdeckungstour gehen, in den kleinen Städten halt machen, an der weitläufigen Westküste entlang fahren und an den schönen Stränden an der Algarve die Sonne und das Meer genießen.

Übernachten:

In Lissabon nächtigten wir im Internacional Design Hotel. Das Boutique-Hotel liegt sehr zentral, direkt am Praça Dom Pedro IV und der Rua Augusta, die am Wasser auf den Praca de Comércio trifft. In Sagres, dem südwestlichsten Punkt Europas, schliefen wir im hübschen Memmo Baleeira Hotel. Der weiße Komplex liegt direkt am Meer. Die benachbarte Surfschule bietet Ausflüge an die besten Surf-Spots Portugals und am Hafen kann man Ausflüge zu Delfinen und Walen aufs offene Meer buchen (wir haben leider bei unserer zweieinhalbstündigen Bootstour nichts entdeckt). Und mein Geheim-Tipp: unbedingt in einer Pousada übernachten, die oftmals in restaurierten Klöstern, Burgen, Schlössern und Festungen untergebracht sind. Die letzte Nacht bevor wir von Faro nach Deutschland geflogen sind, haben wir in der Pousada Palácio de Estoi geschlafen. Der ehemalige Palast aus dem 18. Jahrhundert wurde komplett restauriert – eine pinke Fassade, Spiegelsäle, riesige Säulen im Garten und ein angebauter, hochmoderner Hoteltrakt mit Pool machen den Aufenthalt zum “Tausend und eine Nacht”-Erlebnis (ca. 122 Euro/pro Doppelzimmer).

 

Kathas Reisetipp #3: Sardinien

Katha-Sardinien-Guide

Meine allererste Italien-Reise liegt erst ein Jahr zurück. Die Wahl fiel auf Sardinien. Zwar bin ich in 14 Tagen noch nie so viel Auto und Serpentinen gefahren, die Touren haben sich aber immer bezahlt gemacht und man wurde mit wunderschönen Stränden, türkisblauem Meer, Ritten durch die Pampa und bunten Städtchen belohnt. Wir haben vor allem private Unterkünfte über Agriturismo gebucht – die allerbeste Entscheidung.

Unternehmen:

Sardinien ist größer als man meinen könnte. Wir sind vor allem an der Nord- und Ostküste auf Entdeckungstour gegangen. Zu meinen Lieblingsstränden zählen eine Bucht bei Capo Testo (einfach in der letzten Kurve vor Capo Testo runterkraxeln), Costa Paradiso und natürlich die Küste von Orosei, die schönsten Strände kann man dort nur per Boot (Cala Mariolu) oder zu Fuß (Cala Goloritze) besuchen. Und auch immer schön: einfach an den Küsten haltmachen und ans Meer wandern – oft findet man kleine abgelegene Strandabschnitte.

Übernachten:

Wer es einsam, abgeschieden und ganz ursprünglich mag, sollte unseren neuen Freund Matteo von Agriturismo Testone besuchen. Tagsüber kann man auf seinem Hof, den er von seinen Eltern übernommen hat, mit Babykatzen und Hunden spielen, Schweine füttern oder Wildesel beim Wandern entdecken, abends lädt der Hausherr zum gemeinsamen und selbstgekochtem Dinner mit Obst und Gemüse aus Eigenanbau, selbstgemachtem Panacotta, Wein, Pancetta oder Forellen aus dem eigenen Teich ein – jeden Abend lernt man Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern kennen und tauscht sich über die Sardinien-Erlebnisse und mehr aus. Wir kommen auf jeden Fall wieder! (Bitte grüßt Matteo, wenn ihr euch für eine Übernachtung entscheidet!). Natürlich gibt es auch die luxuriöse Varaiante auf Sardinien: das Hotel Su Gologone lässt Boutique-Hotel-Herzen höher schlagen und wir gönnten uns, dank eines Summer-Specials, zwei Nächste in dem liebevoll gestalteten Hotel. Hier hatte ich mein bisher romantischstes Rooftop-Dinner, inklusive Wünsche schreiben und Grappa mit Sternenhimmel genießen.

Noch mehr Reise-Tipps von mir findet ihr hier oder unter dem Hashtag #iloveponystravels bei Instagram.

Themenwoche #3: Fernweh – hier geht’s zu weiteren Artikeln.

 

 

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