Themenwoche #50 | Weniger Plastik – Tipps für den Alltag

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17. November 2016

Diese Woche befassen wir uns mit einem Thema, das ein immer größeres Problem für uns alle wird: Plastikmüll. In den letzten Jahren nahm die Plastikproduktion drastisch zu: 311 Millionen Tonnen Plastik werden pro Jahr produziert – ein Großteil davon, um nur einmal benutzt und dann weggeschmissen zu werden. Im ersten Teil unserer Themenwoche haben wir die Problematik des Plastikmülls auf der Erde beleuchtet. In diesem Beitrag geben wir Tipps, wie wir alle ganz einfach im Alltag Plastik einsparen können. Kleine Verhaltensänderungen, große Wirkung.

 

  • Vom To-Go-Becher auf einen Mehrwegbecher umsteigen. Immer mehr Cafés unterstützen es, wenn ihr euren eigenen Becher für den Kaffee zum Mitnehmen mitbringt. Aktionen wie „Refill it“ in Hamburg setzen sich sogar bewusst dafür ein, Wegwerf-Pappbecher (mit Plastikdeckeln!) abzuschaffen. Angefangen mit dem „I am not a paper cup“-Becher (oben zu sehen) gibt es mittlerweile so viele schöne Keramik-„To Go“-Becher, dass der Wechsel von Pappe zu Keramik wirklich kein Problem darstellt. … Oder man setzt sich einfach mal wieder ins Café und trinkt aus einer Tasse.
  • Gleiches gilt für Wasserflaschen: Wer sich einmal eine schöne Glas- oder Metallflasche zugelegt hat, wird sich fragen, warum er jemals Wasser in Plastikflaschen gekauft hat. Das Leitungswasser in Deutschland ist bedenkenlos trinkbar, das Umweltbundesamt hat es mit „sehr gut“ bewertet. Wir lieben zum Beispiel die Flaschen von BKR – die sehen auch noch schön aus.

  • Ebenso einfach: Um gar nicht erst in Versuchung zu kommen, beim Einkaufen „ja“ zu einer Plastiktüte zu sagen, einfach immer einen Einkaufsbeutel in der Handtasche haben. Es gibt solche, die sich winzig klein zusammenfalten lassen wie zum Beispiel dieser oder dutzende andere mit politischen Botschaften oder einfach nur schönen Bildern. Einige Supermärkte unterstützen den Kampf gegen Plastik schon und bieten erst gar keine Plastiktüten an. Weiter so!
  • A propos Einkaufen: Hier lauern überall Tücken – in vielen Supermärkten gibt es wenig, das nicht direkt schon in Plastik verpackt ist (und noch dazu die dünnen Plastiktüten beim Obst und Gemüse). Also: Tüten links liegen lassen und wenn möglich auf dem Wochenmarkt oder im Bioladen einkaufen. Oder gleich einen verpackungsfreien Supermarkt suchen. Vielleicht gibt es ja einen in eurer Nähe.

  • Die gute alte Butterbrotbox erlebt ein Revival. Warum auch nicht? Anstatt jeden Tag in Plastikverpackungen abgepackten Salat zu kaufen, ist es wirklich erheblich cleverer, sich Lunch in einer wiederverwendbaren Box mitzunehmen. Ist gesünder (weil man weiß, was drin ist), spart Geld und schützt die Umwelt. Wir wissen, das ist leichter gesagt als getan, aber andererseits kostet es auch nicht Unmengen von Zeit, abends etwas zum Mitnehmen für den nächsten Tag vorzubereiten, oder?
  • Schmeißt eine Tupper-Party! Aluminium- und Frischhaltefolie werden aus der Küche verbannt – stattdessen kommen alle Reste oder angebrochenen Lebensmittel in Frischhalteboxen, die sich unzählige Male wiederverwenden lassen.

  • Was Kosmetikprodukte betrifft, ist es fast nich schwieriger, auf Plastik zu verzichten. Zahnpasta, Duschgel, Mascara, … alles in Plastik verpackt. Hier hilft es in einem ersten Schritt, sich beim Einkauf bewusst zu machen, dass man Plastik einsparen möchte. Möglichkeiten sind: weniger Produkte kaufen, auf Kosmetik in Glasverpackungen umsteigen (Marken wie Fine Deodorant haben die Umwelt im Blick), oder – für Fortgeschrittene – Kosmetik selbst herstellen. Dazu finden sich online diverse Anleitungen.
Greenpeace-selbstgemachte-Kosmetik

Nicht nur umweltfreundlich, sondern auch viel schöner im Bad: selbstgemachte Kosmetik. Foto: Greenpeace

 

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1 Kommentar

  • Marie sagt:

    Liebes Femtastics-Team,

    toll, dass ihr auf diese Problematik hinweist und nützliche Tips gebt!

    Für alle Interessierten empfehle ich auch das Buch „Zero Waste. Ein Leben ohne Müll“ von Shia Su (15€ oder Ebook) oder den Blog „Wasteland Rebel“ derselben Autorin.

    Liebe Grüße aus Berlin,
    Marie

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