Slow Business bei „Utopia & Utility“: „Zeit für mein Leben zu haben, ist für mich viel erstrebenswerter als mein Business immer wachsen zu lassen.“

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8. November 2021

Die Objekte, die Pia Wüstenberg unter ihrem Label „Utopia & Utility“ herstellt, sind auf den ersten – und den zweiten – Blick besonders. Sie bestechen direkt durch einen ungewöhnlichen Materialmix: In Pias Gefäßen trifft buntes Glas auf poliertes Metall, geschliffenen Stein und gedrechseltes Holz. Und wer sich mit dem Label befasst, erfährt, dass die Produkte von unterschiedlichen Kunsthandwerker*innen in Europa handgemacht werden. Die verschiedenen Elemente bringt die 35-Jährige in ihrer Werkstatt in Alt Duvenstedt in Schleswig-Holstein zusammen.

Die Idee für ihr Label entstand während ihres Designstudiums in London. Wieso sie aus der britischen Hauptstadt zurück in ihre Heimat in Norddeutschland gezogen ist, wieso sie gar nicht möchte, dass ihr Unternehmen weiter wächst und wie genau ihre außergewöhnlichen Design-Objekte entstehen, erzählt uns Pia, die alleinerziehende Mutter von zwei Kindern ist, im Showroom von „Utopia & Utility“, im ehemaligen Gefängnis einer alten Festungsanlage bei Kiel. Außerdem sprechen wir mit ihr über ihr selbstgebautes Tiny House auf einer Insel in Finnland.

Ich will bei dem Lebensmodell nicht mitmachen, dass ich ganz hart arbeiten muss, damit ich es mir leisten kann, Zeit zu haben, um mit meiner Tochter in den Park zu gehen.

Der Showroom von „Utopia & Utility“ liegt in der alten „Festung Friedrichsort“ in Kiel. Pia (rechts) arbeitet dort mit ihrer Mitarbeiterin Ranee Lachaize.
Dream Team: Ranee Lachaize und Pia Wüstenberg arbeiten schon länger zusammen für Pias Label.

femtastics: Du hast in London studiert. Was hat dich nach dem Studium zurück nach Norddeutschland gezogen?

Pia Wüstenberg: Es ist ja komisch im Leben: Du musst immer weggehen, um zu verstehen, wohin du gehörst. Als meine Tochter rund zwei Jahre alt war, habe ich gemerkt, dass ich in London nicht genug Zeit fürs Leben hatte. Ich will bei dem Lebensmodell nicht mitmachen, dass ich ganz hart arbeiten muss, damit ich es mir leisten kann, Zeit zu haben, um mit meiner Tochter in den Park zu gehen. Mein Leben hier ist ganz anders als mein früheres Leben in London, ich habe viel mehr Freiheit.

Wie hast du dir dein Leben hier aufgebaut?

Ich habe ein Fachwerkhaus in Alt Duvenstedt gekauft – ich dachte, das sei mein Einstieg und ich würde dann wieder umziehen. Davon träume ich immer noch, weil es im Moment schwierig ist mit den Immobilien. Ich würde gerne mehr auf dem Land wohnen – und mehr Platz haben. Mein Traum wäre es, einen Resthof zu renovieren. Vielleicht kommt das noch.

Das ehemalige Gefängnis der Festung wurde komplett saniert und für „Utopia & Utility“ zum Showroom ausgebaut.

Wo arbeitest du?

Ich habe eine Werkstatt in meinem Haus und ein Lager im Haus meiner Eltern. Mein Vater hat ein großes finnisches Holzhaus in Bistensee gebaut – als Liebeserklärung für meine Mutter, die Finnin ist. Weil das Grundstück so groß ist, haben wir dort viel Platz zum Arbeiten. Das ist einfach perfekt, weil meine Kinder bei mir sein können, wenn ich arbeite. Und das hier, unser Showroom, ist unsere dritte Location.

Wie teilst du dir deine Zeit zwischen diesen Orten auf?

Das hängt immer auch ein bisschen davon ab, was gerade mit den Kindern möglich ist. Ich bin alleinerziehend und habe meistens die Kinder. Zudem hängt es davon ab, wie ich mich selbst stimulieren möchte. Wenn ich in den Showroom fahre, treffe ich Leute und kann zwischendurch zum Strand gehen.

Wann hast du begonnen, dich für Design zu interessieren?

Das wurde stark durch meine Zeit in England geprägt. Ich bin im Alter von 15 Jahren für drei Monate nach England gegangen, habe mich dort dann verliebt und bin länger geblieben. Das dortige Schulsystem ist ganz anders als in Deutschland: Man kann früh seine Fächer wählen – ich habe Kunst und Design als Hauptfächer gewählt. Wie eingeengt ich mich in Deutschland gefühlt habe, ist mir erst in England aufgefallen. Das System dort hat mir ermöglicht, mich früh meinen Leidenschaften und Interessen zu widmen.

In meinem Studium in London habe ich mich auf Möbeldesign und Kunsthandwerk fokussiert. Ich bin auch Tischlerin. Mir war es wichtig, dass mein Studium einen praktischen Bezug hat. Bei vielen kreativen Studiengängen fehlt der Bezug zur Praxis und nach dem Studium fällt es schwer, Arbeit zu finden. Deshalb mag ich Design so: Da geht es immer um die Anwendung im Leben der Menschen.

Woher kommt dein Interesse für alte Handwerkskunst?

Das kommt einerseits aus mir, andererseits bestimmt auch aus Finnland. Ich glaube, der Grund, warum mich das reizt, ist die Transparenz – dass die Objekte eine Geschichte in sich tragen. Bei einem Smartphone dagegen können die meisten von uns sich nicht vorstellen, wie es hergestellt wurde. Die Geschichte fehlt komplett! Die einzigen Emotionen, die du diesem Gegenstand gegenüber haben kannst, sind die, die du selbst sammelst – wie beispielsweise Fotos auf dem Handy. Bei Handwerkskunst können wir uns die Prozesse der Herstellung vorstellen und dadurch bekommt das Objekt direkt eine Tiefe. Gerade Handgemachtes löst Emotionen aus. Zudem ist mir das Moralische wichtig: Dass Menschen, die ich persönlich kenne, Arbeit haben und fair bezahlt werden.

Bei Handwerkskunst können wir uns die Prozesse der Herstellung vorstellen und dadurch bekommt das Objekt direkt eine Tiefe. Gerade Handgemachtes löst Emotionen aus.

Wie hast du deine Materialien und deinen Stil gefunden? Deine Objekte beinhalten ja einen ungewöhnlichen Materialmix.

Glas und Keramik haben mich als Materialien immer gereizt, wegen der Farben. Ich habe am „Royal College of Art“ in London studiert, wo es auch Werkstätten für Glas und Keramik gab. Die Tatsache, dass ich die Möglichkeit hatte, diese Werkstätten zu nutzen, hat sicher zu meinem heutigen Stil beigetragen. Ich finde es traurig, dass heutzutage – und es ist nur zehn Jahre her, dass ich studiert habe – immer mehr dieser Werkstätten abgeschafft werden, dass der Fokus immer mehr auf 3-D-Design und anderen modernen Arbeitstechniken liegt. Die Universitäten und Kunstschulen sparen natürlich Geld, wenn sie die Werkstätten abschaffen, weil die Maschinen Platz und Geld kosten, aber es ist nicht dasselbe, am Computer zu designen. Gerade Glas ist so teuer und kein Material, mit dem man mal eben zu Hause arbeiten kann.

Wann hast du dich entschieden, dein eigenes Label, „Utopia & Utility“, zu gründen?

Am „Royal College“ gibt es zum Abschluss immer eine Ausstellung, in der die Student*innen ihre Arbeiten zeigen. Ich hatte danach ganz viele Anfragen, dass Leute meine Objekte kaufen wollten. Ich musste herausfinden, wie ich sie schnell herstellen konnte und mein kleiner Bruder ist eingeschritten mit seinem Business-Denken. Er hat mir geholfen, eine Firma zu gründen – das war 2012.

Die Objekte von „Utopia & Utility“ bestehen immer aus mehreren handgemachten Elementen: Glas, Keramik, Holz und Metall werden zu einem Gefäß kombiniert.

… und seitdem ist dein Unternehmen gewachsen.

Gewachsen ist es schon, aber nicht so viel. Wir haben es nur stabilisiert. Der Umsatz ist über knapp zehn Jahre etwa gleich geblieben. Wir sind jetzt zu viert, mein Bruder arbeitet halbtags mit. Aber ich habe auch nicht den Wunsch, dass es wächst. Natürlich freue ich mich, wenn es gut läuft, aber mir ist es wichtig, schön zu leben und Zeit für schöne Dinge zu haben. Ich möchte auch keinen Druck. Und sobald du große Schritte machst, entsteht Druck. Für mich ist das so ein maskuliner Weg, immer mehr Wachstum zu wollen. Zeit für mein Leben zu haben, ist für mich viel erstrebenswerter als mein Business immer weiter wachsen zu lassen.

Man braucht nur ein gewisses Einkommen – auch meine Angestellten natürlich. Wenn das stabil ist, bin ich glücklich. Das spiegelt sich auch in meinem Design wider: Ich versuche immer, etwas zu entwerfen, das zeitlos ist. Gerade hochwertige Produkte sollten immer für sich stehen können, losgelöst von der Zeit. Ebenso wünsche ich mir, dass meine Firma ein kleiner Klassiker ist, der immer seine Kundschaft hat. Mehr braucht es nicht. Wachstum tut nicht immer gut. Wir arbeiten sieben Stunden am Tag, können davon gut leben – was willst du mehr? Zudem kennen wir unsere Kund*innen, das finde ich auch toll. Ich koche auch oft für meine Mitarbeiter*innen zu Mittag und wir essen dann zusammen mit den Kindern am selben Tisch. Es ist ein schönes Gefühl, etwas an sie zurückgeben zu können. Geld ist nicht alles.

Zeit für mein Leben zu haben, ist für mich viel erstrebenswerter als mein Business immer weiter wachsen zu lassen.

Welche Künstler*innen und Kunsthandwerker*innen sind an „Utopia & Utility“ beteiligt? Wie hast du sie gefunden?

Bisher waren alle unserer Handwerker*innen sehr loyal. Durch den Brexit müssen wir leider die Zusammenarbeit mit einigen beenden. Wir haben gerade eine Palette Keramik aus Schottland bekommen, die früher für ein paar Hundert Euro per LKW gekommen wäre. Wir mussten sie für 1.500 Euro mit dem Flugzeug herbringen lassen. Das geht leider einfach nicht. Die Keramik stammt von Chris, der auch mit mir studiert hat. Und es tut mir sehr leid, dass wir jetzt nicht mehr mit ihm arbeiten können. Wir hoffen, die Politik arbeitet da nach – der Transport ist aktuell das Problem.

Ich arbeite außerdem mit einer Glashütte in England – James und Katie. Eine andere Glashütte, mit der wir arbeiten, ist in Tschechien. Messing und Kupfer kommen aus London. Gerade arbeite ich daran, auch einen Metalldrücker aus Kiel mit einzubeziehen. Das Holz kommt aus Finnland – das macht ein alter Mann, der sehr gut drechselt, in der Werkstatt neben seinem Haus. Sein Anspruch ist, selbst in den Wald zu gehen, die Stämme zu finden, das Holz ein Jahr lang trocknen zu lassen und es dann zu bearbeiten. Er ruft mich manchmal an und sagt: „Ein Freund von mir hat die und die Bäume. Soll ich welche holen?“. Dann kaufe ich die Stämme und er beginnt seine Arbeit. Andere Drechselarbeiten werden von Andreas in Deutschland gemacht. Die Keramik wird jetzt ein Töpfer in Italien für mich machen. Und Anett in Brebel macht Raku-Keramik, die wir nutzen.

In Italien wart ihr auch in Marmor-Steinbrüchen, richtig?

Ja, da habe ich einen Marmorhändler getroffen, der uns mit in den Steinbruch genommen hat. Das war total interessant! Du stehst vor dem Berg und kannst die unterschiedlichen Marmor-Sorten in der Wand sehen. Es ist derselbe Berg, aber der Marmor in ihm wird unterschiedlich klassifiziert.

Wenn es um die Zusammenarbeit mit Produzent*innen geht, ist die Stückzahl oft ein Problem für kleine Labels, weil häufig direkt große Mengen bestellt werden müssen. Dir ist es aber möglich, auch nur kleine Mengen bei den Produzent*innen zu bestellen. Wieso?

Das ist nur ein Problem, wenn du mit der Industrie zusammenarbeitest. Wenn du mit Handwerker*innen arbeitest, ist das gar kein Problem. Meine erste Bestellung waren 15 Stück. Du zahlst natürlich auch entsprechend. Aber das ist okay, deshalb sind meine Produkte letztlich auch teurer.

Eine kleine Marmorschale hat mich im Einkauf zum Beispiel 100 Euro gekostet, das heißt, ich müsste sie für 250 Euro verkaufen. Es ist eine wunderschöne Marmorschale und eigentlich auch genau das wert, aber das würde niemand zahlen. Aber dadurch, dass ich unterschiedliche Objekte zu neuen, einzigartigen Objekten zusammenbringe, bekommen die einzelnen Komponenten einen Mehrwert.

Dadurch, dass ich unterschiedliche Objekte zu neuen, einzigartigen Objekten zusammenbringe, bekommen die einzelnen Komponenten einen Mehrwert.

Eine Wand im Showroom hat Pia im Originalzustand gelassen. Hier sind Zeichnungen und Texte zu sehen, die frühere Gefängnisinsassen hinterlassen haben.

Ich finde deinen Ansatz sehr spannend, unterschiedliche Materialien von unterschiedlichen Kunsthandwerker*innen aus unterschiedlichen Orten zu einem harmonischen Objekt zusammenzubringen. Ist es schwierig, dass die einzelnen Komponenten am Ende zusammenpassen?

Alle versuchen, basierend auf meinen Zeichnungen zu arbeiten. Bei manchen Materialien wie Keramik ist es schwieriger, weil man nie genau weiß, wie die Form nach dem Brennen wird, weil sich die Keramik verziehen kann. Manchmal braucht es ein paar Monate, bis alles passt und ein Objekt fertiggestellt wird.

Letztes Jahr habt ihr den Showroom hier bezogen. Wie habt ihr ihn gefunden? Es ist so ein besonderer Ort.

Eine Freundin meiner Mitarbeiterin hat hier das Studio ihres Labels. Wir waren ein paar Mal hier und haben hier auch ein Foto-Shooting gemacht. Uns wurde gesagt, dass es lange Wartelisten für die Flächen hier gibt. Wir haben trotzdem eine E-Mail an den Besitzer geschrieben. Seine Frau hat sich unsere Anfrage angeschaut und wir haben sie offenbar überzeugt. Ich glaube, sie hat zu ihrem Mann gesagt: „Jetzt mach‘ mal das Gefängnis fein!“. (lacht)

Der Raum wurde also wortwörtlich für euch geschaffen?

Ja, sie haben für uns diese Räumlichkeiten, das ehemalige Gefängnis der Festungsanlage, renoviert. Mein Eindruck ist, dass die Räume hier nicht primär für den Profit vermietet werden. Manchmal spielt das Leben einem so etwas zu.

Direkt vor der Festung, in der sich der Showroom befindet, liegt der Falckensteiner Strand. Work-Life-Balance wird einem hier leicht gemacht.

Ich würde in Finnland gerne mein kleines Utopia bauen.

Wie oft bist du eigentlich in Finnland? Ich habe auf Instagram gesehen, dass du dir dort ein wunderschönes Holzhaus auf einer Insel gebaut hast.

Ich bin ein paarmal im Jahr in Finnland. Meine Eltern haben auch dort ein großes Haus. Und, genau, ich habe mir eine Holzhütte auf einer Insel gebaut. Im Sommer kann man mit dem Boot hinfahren, im Herbst geht es nicht, wegen der Stürme, und im Winter musst du warten, bis der See zugefroren ist. Dann kannst du mit dem Auto übers Eis zur Insel fahren.

Mein Opa hatte auf der Insel mal ein Fischerhaus gekauft, wo wir früher immer im Sommer waren. Dort ist wirklich nichts, auch kein Strom oder fließend Wasser. Ich habe da jetzt ein 36 Quadratmeter großes Holzhaus gebaut, mit dicker Isolation im Boden und in den Wänden, und mit einem Ofen, sodass man sich auch im Winter in der Hütte aufhalten kann. Ich habe alles selbst gebaut. Wenn du dort im Sommer bist und es nicht dunkel wird, ist es fast surreal. Du lebst in dieser Natur, ganz abgeschottet vom Rest der Welt und kannst richtig abschalten. Meine Kinder lieben es da auch. Meine Tochter fragt immer, ob wir nicht hinziehen können. (lacht)

In Zukunft würde ich gerne Künstlerfreund*innen auf die Insel einladen und mit ihnen zusammen etwas erschaffen. Mir fehlt es, ganz frei kreativ zu sein, so wie ich es im Studium sein konnte. Auf der Insel hast du nur Zeit und du kannst dich ganz frei austoben. Ich würde da gerne mein kleines Utopia bauen.

Wir haben ja alle überall dieselbe Zeit, aber in der Stadt habe ich immer das Gefühl, weniger Zeit zu haben. Ich muss auch weniger „Nein“ sagen, wenn ich weniger unter Menschen bin.

Als Fluchtort aus dem Alltag?

Ja, das beschäftigt gerade ja viele Menschen. Es ist einfach alles zu viel: Arbeit, Konsum, alle unterschiedlichen Ansprüche, die an uns gestellt werden … Ich genieße es sehr, auf der Insel einfach nur zu sein, in den See zu springen und nach ein paar Wochen wieder aufzutauchen. (lacht) Wir haben ja alle überall dieselbe Zeit, aber in der Stadt habe ich immer das Gefühl, weniger Zeit zu haben. Ich muss auch weniger „Nein“ sagen, wenn ich weniger unter Menschen bin. Wir haben ja gar nicht gelernt, „Nein“ zu sagen, aber wenn man immer zu allem „Ja“ sagt, dann aber nur halb-authentisch bei der Sache ist, hat auch niemand etwas davon.
In London hatte ich das Gefühl, dass das Leben so an mir vorbeizieht, weil ich entweder keine Zeit hatte oder immer müde war. Jetzt geht es mir viel besser und ich fühle mich viel autonomer.

Vielen Dank für das Gespräch, liebe Pia!

Hier findet ihr „Utopia & Utility“:

 

Fotos Finnland: privat


Layout: Kaja Paradiek

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