Warum wir Schönheitsideale abschaffen und alle Körper wertschätzen sollten

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22. Juli 2021
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„Ich bin mir sicher, dass ich meine Jugend anders wahrgenommen hätte, wenn ich Frauen* wie mich in den Medien gesehen hätte. Eventuell hätte ich dann von Grund auf meinen Körper so akzeptiert und geliebt wie er ist, vielleicht hätte ich mein Selbstbewusstsein dadurch stärken können.“, sagt Bloggerin und Influencerin Linda Adhiambo von „Looks Like Berlin„. Warum sie Jahre brauchte, um ihren Körper so zu akzeptieren und zu lieben wie er ist, und was sie sich von Medien- und Modemacher*innen, aber auch von uns allen individuell wünscht, beschreibt Linda in diesem Text.


Partner dieses Artikels ist „C&A“. Unter dem Motto „Nude for all“ hat das Modeunternehmen sein Unterwäschesortiment für Frauen* erweitert. Die neue „Tribe Lingerie“-Kollektion bietet acht neutrale Farbtöne, die noch besser zu den Teints ihrer Träger*innen passen. Durch weiche Schnitte und Materialien bieten die Sets zudem ein besonders schönes Tragegefühl. Mit der Einführung der „Nude for all“-Dessous will „C&A“ es allen Frauen* leichter machen, den perfekten Farbton zu finden. Die neue Kollektion soll alle Körperformen berücksichtigen und folgt keinen Schönheitsidealen – ein Anspruch, der durch den Slogan „For every body“ nochmal verdeutlicht wird.


Vor nicht allzu langer Zeit haben wir in den Sozialen Medien und der Werbung nur Frauen, die einem bestimmten Schönheitsideal entsprechen, gesehen. Auch wenn sich in dieser Hinsicht schon manches geändert hat, existiert dieses Problem leider immer noch. Bilder von makellosen Körpern sind immer noch allgegenwärtig. Frauen*, die einem bestimmten Schönheitsideal nicht entsprechen, werden diskriminiert, beschimpft und auch auf Sozialen Medien ausgegrenzt. Viele Frauen* erleben Body Shaming aufgrund ihrer Körpergröße oder vielen anderen Aspekten ihrer äußerlichen Erscheinung. Heutzutage werden zu schnell und unreflektiert Kommentare geschrieben und gepostet – ohne Rücksicht oder Gedanken an mögliche Konsequenzen wie zum Beispiel emotionale Schäden.

Menschen in allen Formen, Farben und Größen sind wertvoll.

Die neue „C&A“-Lingerie-Kampagne zeigt Frauen in unterschiedlichem Alter, mit unterschiedlichen Körperformen und Hautfarben. Zudem sind die Bilder kaum retuschiert, um Körper und Haut so zu zeigen wie sie sind und die Bedeutung von individueller Schönheit, Selbstvertrauen, Vielfalt und Natürlichkeit zu unterstreichen.


Es ist an der Zeit zu verstehen, dass wir mehr als nur unsere Hülle sind. Wir sind mehr als das Äußerliche. Menschen in allen Formen, Farben und Größen sind wertvoll. Niemand soll sich aufgrund gesellschaftlicher Normen unwohl fühlen. Wer definiert diese sogenannten „Normen“ überhaupt, und wer urteilt darüber, ob jemand schön ist oder nicht? Warum sind unsere Augen und das Gehirn dazu trainiert, nur das schön zu finden, was von der Gesellschaft als schön abgesegnet wird? Ich habe leider keine universelle Antwort auf diese Frage. Ich denke auch nicht, dass es diese gibt, denn jede einzelne Person muss sich die Frage selbst stellen. Es ist Zeit für Veränderungen! Veränderung, die nur von uns selbst erzeugt werden kann!

Wenn ich an meine Jugend zurückdenke, kann ich mich sehr gut daran erinnern, dass Menschen wie ich nicht in den Medien und in der Modewelt vertreten waren.


Jede*r soll sich im eigenen Körper wohlfühlen, egal wann und wo – ob in der Jogginghose im Supermarkt oder in einem hautengen Kleid nach einem „All you can eat“-Buffet. Schönheitsideale sind veraltet und sollten unsere Gesellschaft nicht mehr prägen können.

Wenn ich an meine Jugend zurückdenke, kann ich mich sehr gut daran erinnern, dass Menschen wie ich nicht in den Medien und in der Modewelt vertreten waren. Ich konnte mich dadurch leider mit keiner etwas bekannteren Person mit Reichweite und Einfluss identifizieren wie es andere in meiner Jugend konnten. Ich habe kaum Frauen* mit unterschiedlichen Körpertypen und Hautfarben gesehen. Meistens hatten alle den selben Look: sehr zierlich, schmal gebaut und sehr hell – was mich bezüglich meines eigenen Aussehens anfangs sehr verunsichert hat. Ich hätte mir als Teeny gewünscht, ein realistisches äußeres Erscheinungsbild von Frauen* in den Medien, Zeitschriften oder in den Werbungen großer Fashionbrands zu sehen. Etwas, was mir über die Jahre und vor allem als Influencerin aufgefallen ist, ist, dass Medienvorbilder oftmals die Selbstwahrnehmung junger Menschen nicht nur prägen, sondern auch aufbauen oder sogar verletzen können. Ich bin mir sicher, dass ich meine Jugend anders wahrgenommen hätte, wenn ich Frauen* wie mich in den Medien gesehen hätte. Eventuell hätte ich dann von Grund auf meinen Körper so akzeptiert und geliebt wie er ist, vielleicht hätte ich mein Selbstbewusstsein dadurch stärken können.

„For every body“, lautet der Slogan der neuen Lingerie-Kampagne von „C&A“. Zur Kollektion gehören acht neutrale Farbtöne, die noch besser zur Haut und den Teints ihrer Träger*innen passen.



Bei mir staute sich immer mal Wut und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper an, wenn ich Werbung sah, die ein unrealistisches Bild von Schönheit vermittelte. Am meisten störte mich mein Bäuchlein nach so einer Werbung, denn egal wieviel ich abgenommen habe, der Bauch war da. Und rückblickend verstehe ich jetzt, warum dieser „Bauch“ da ist und wozu der dient. Ständig wurde ich damit konfrontiert und belehrt, dass ich mehr Sport machen sollte. Das ärgerte mich, denn eigentlich hatte ich persönlich kein Problem mit meinem Körper. Aber durch den gesellschaftlichen Druck fühlte ich mich unwohl. Das führte dazu, dass ich mich in Oversize-Pullis und -T-Shirts wohl fühlte und Crop Tops aus meinem Kleiderschrank verbannte. Ich habe sehr lange gebraucht, um zu verstehen, dass ich mehr bin als mein Körper, mehr als diese Hülle, die mich ummantelt und durch das Leben trägt, auf die ich natürlich auch stolz bin.

Ich habe inzwischen drei Kinder auf die Welt gebracht und nach jeder Schwangerschaft veränderte sich mein Körper drastisch und auch meine Kleidergröße änderte sich von Größe 36 zu 42. Juckt mich das mittlerweile? Nö, ganz und gar nicht!


Ich habe inzwischen drei Kinder auf die Welt gebracht und nach jeder Schwangerschaft veränderte sich mein Körper drastisch und auch meine Kleidergröße änderte sich von Größe 36 zu 42. Juckt mich das mittlerweile? Nö, ganz und gar nicht!
Ich bin sehr stolz auf das, was mein Körper geschafft hat und auch darauf, dass ich meinen Body so liebe wie er ist. Mein Körper erfüllt seine Funktion und sogar mehr! Jeder Schwangerschaftsstreifen und jedes „Röllchen“ erzählen ihre Geschichte – mal in einem T-shirt und an anderen Tagen mal in einem oversized Pulli.

Die Farbvariationen der BHs und Unterwäsche sind in den Größen XS bis XL erhältlich und reichen von bedecktem Weiß bis zu Brauntönen. Ein weiterer Teil der Kollektion sind drei Bralettes in zusätzlichen Farbtönen. Insgesamt wurde die Anzahl von Nähten bewusst minimiert: Die unterschiedlichen Teile bieten so ein angenehmes Tragegefühl, einen glatten Look und passen perfekt zu den unterschiedlichen Körpern der „C&A“-Kund*innen.


Jede*r von uns muss neu lernen, den eigenen Körper so zu akzeptieren und wertzuschätzen. Die Gesellschaft und die Modebranche haben uns lange genug aufgezwungen, was wir tragen und was wir nicht tragen dürfen. Es ist an der Zeit, dass wir aus diesem Konstrukt ausbrechen und uns einfach nur wohlfühlen. Egal wie!

In den letzten Jahren wurde die Body Positivity-Bewegung zum Social Media-Trend. Frauen* (und Männer) aus aller Welt machen darauf aufmerksam, dass es nicht nur schwer zu erreichende Schönheitsideale gibt, sondern dass diejenigen, die diesen gar nicht entsprechen, diskriminiert und ausgeschlossen werden. Wir müssen zusammenhalten und dafür sorgen, dass wir alle vertreten werden, nicht nur auf den Straßen, sondern auch in den Sozialen Netzwerken.

Wir müssen unrealistische und diskriminierende Schönheitsideale abschaffen, um Raum für alle Frauen* zu schaffen.


Akzeptanz und Toleranz führen zu einer ganz anderen und zwar zu einer positiven Einstellung. Wir müssen unrealistische und diskriminierende Schönheitsideale abschaffen, um Raum für alle Frauen* zu schaffen. Kern des Konzepts von Body Positivity ist Respekt vor deinem Körper und dem des Gegenübers. Es geht nicht darum, bestimmte Körpertypen schön und erstrebenswert zu finden, sondern jedem Körper mit Respekt zu begegnen und seinen Körper in jeder Lebensphase zu akzeptieren und zu lieben wie er gerade ist – das schließt alle seine Veränderungen mit ein.

„Nude for all“ – „hautfarben“ bedeutet eben nicht nur eine Farbe. „C&A“ hat deshalb Lingerie in vielen Farbvarianten herausgebracht.


Immer häufiger bekennen sich auch Prominente und Influencer*innen zu mehr Körpervielfalt und Individualität. Es macht mich sehr glücklich, dies zu beobachten. Mehr Frauen* zeigen sich ungeschminkt und in natürlichen Posen und werben für ein positives Körpergefühl fernab vom Schönheitswahn. Niemand ist perfekt und deshalb jede*r auf seine bzw. ihre Weise schön! Als Kund*innen möchten wir in Medien und Werbung Menschen sehen, denen wir im Alltag begegnen und mit denen wir uns identifizieren können – statt weltfremden Utopien nachzueifern, die im Grunde nur Schein sind.

Not everything that glitters is gold! Mir wäre es am liebsten, wenn wir es komplett lassen, Menschen auf ihr Äußeres anzusprechen. „Du hast abgenommen!“ ist manchmal einfach kein Kompliment. „Du bist irgendwie kurviger geworden!“ auch nicht. Vor allem nicht, wenn man tagtäglich den eigenen Körper sieht und jede Veränderung bemerkt.

Niemand fühlt sich jeden Tag wohl und glücklich in seinem Körper, aber jede*r kann versuchen, sich nicht ständig selbst zu kritisieren.


Das Umdenken braucht Zeit. Selbstliebe braucht Zeit. Auf dem Weg zur Selbstliebe ist die Akzeptanz des eigenen Körpers eine wichtige Basis. Niemand fühlt sich jeden Tag wohl und glücklich in seinem Körper, aber jede*r kann versuchen, sich nicht ständig selbst zu kritisieren und sich damit runterzuziehen. Vielmehr sollten wir uns mehr Komplimente machen und weniger auf andere schauen.
Ich bin selbst noch im „Umlernprozess“ und genieße jede Minute dabei. Ich hoffe auch, dass ich diese und andere Werte meinen Kindern vermitteln kann. Mir ist sehr wichtig, dass sie ihren Körper zu lieben und schätzen wissen.

Hier findet ihr Linda Adhiambo:

Fotos: C&A

– Werbung: In Zusammenarbeit mit C&A –

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