„Wir brauchen eine neue Trauerkultur“ – Anemone Zeim von „Vergiss Mein Nie“ zeigt wie kreative Trauerbegleitung geht

25. November 2021

Wer das Ladenlokal von Anemone Zeim in Hamburg-Eimsbüttel betritt, fühlt sich sofort wohl. Der helle Raum mit offenem Schaufenster strahlt eine angenehme Mischung aus Ruhe und Kreativität aus. „Viele meiner Klient*innen wundern sich, dass es hier gar nicht traurig ist“, erzählt Anemone. Die 40-Jährige ist Gründerin von „Vergiss Mein Nie“ – und hat mit ihrem Team aus Designerinnen, Coaches und Illustratorinnen einen besonderen Ort für Trauernde und deren Angehörige geschaffen. Hier können sie Erinnerungen konservieren, sich beraten lassen oder außergewöhnliche Trauergeschenke kaufen. Und wer nicht aus Hamburg kommt, erreicht Anemone online. Wir treffen sie in ihrem Büro und sprechen zwischen Blumentränen und Trauermonstern über Verluste, Tabus und ihren Weg zur Gründerin. 


Wir von der femtastics-Redaktion wollen die Themen Tod, Trauer und Verlust enttabuisieren und offen darüber sprechen. Wir haben in der Vergangenheit bereits mit einer Bestatterin aus Berlin gesprochen und eine Autorin hat für uns vor kurzem aufgeschrieben, wie sie nach einem Schicksalsschlag wieder Lebensfreude empfinden konnte.


femtastics: Du setzt dich beruflich jeden Tag auf kreative Weise mit Trauer in all ihren Facetten auseinander. Welche privaten Erfahrungen hast du mit dem Thema gemacht?

Anemone Zeim: Ich habe als Teenager einen ziemlich üblen Trauerfall in der Familie gehabt: meine Schwester starb überraschend. Ich hatte damals keine Tools, um mit diesem Verlust umzugehen. Meine Familie ist in gewisser Weise zerbrochen, meine Eltern waren lost. Und ich habe alles verdrängt. Mir war dabei total klar, dass das irgendwann wieder hochkommt, wie eine tickende Uhr im Hintergrund. So kam es auch. Fünf Jahre später im Studium äußerte es sich schleichend, zum Beispiel über Panikattacken. Ich hab daraufhin gedacht: „Ich mache jetzt das Allerschlimmste, das ich mir vorstellen kann – ich geh‘ zum Therapeuten.“ Dann habe ich diesen langen Weg der Traueraufarbeitung gemacht. Einige Jahre später gab es einen weiteren Trauerfall in meiner Familie. 

Wir, also mein Vater, mein Bruder und ich, haben zusammen Trauerarbeit gemacht – was für uns total untypisch war. Wenn ich zurückdenke, war das eine schöne Zeit.

Magst du davon auch erzählen?

Meine Mutter ist schwer krank geworden. Sie war schon totgesagt, hat sich aber geweigert zu sterben und alles Mögliche ausprobiert. Sie hat dem Krebs noch mal ins Gesicht gelacht. Irgendwann war es aber soweit und sie ist gestorben. Dann ist etwas Verrücktes in unserer Familie passiert: Wir, also mein Vater, mein Bruder und ich, haben zusammen Trauerarbeit gemacht – was für uns total untypisch war. Wenn ich zurückdenke, war das eine schöne Zeit. Wir wussten, es sollte nicht wieder so werden wie bei meiner Schwester. 

2013 hast du dann die Trauerberatung und Erinnerungswerkstatt „Vergiss mein Nie“ gegründet. Was hat dich dazu bewogen?  

Nachdem meine Mutter verstorben war, sind wir allen Dienstleister*innen hart auf den Sack gegangen. Haben nicht die erstbeste Urne genommen. Sondern drei Stunden bei einer Bestatterin gesessen und Kataloge gewälzt. Und es ging so weiter. Im Blumenladen habe ich keinen der Standardkränze gewählt, sondern mir von der Floristin eine Blumenwiese gewünscht, die über den ganzen Sarg läuft. Sowas hatte sie bis dato nie gemacht – aber sie hat die Arbeit geliebt und mir im Nachhinein für den Auftrag gedankt. Da wurde mir klar: Man kann Leute sehr glücklich mit so etwas machen. Das war ein erstes Aha-Erlebnis.

Nachdem ich die Trauerkarte für meine Mutter selbst gestaltet hatte, hat mir die Bestatterin spontan und mitten im Beratungstermin einen Job angeboten.

Es gab aber noch ein Weiteres?

Ja, das kam, nachdem ich die Trauerkarte für meine Mutter selbst gestaltet hatte und die Bestatterin so begeistert davon war, dass sie mir spontan und mitten im Beratungstermin einen Job anbot. Das war damals zwar sehr unpassend – aber irgendwann habe ich überlegt: „Ich bin ja Kommunikationsdesignerin. Wie wäre es, wenn ich schöne Trauerkarten gestalten würde?“ Ich bin aber auch noch auf einen anderen Punkt gekommen, nämlich die Erinnerung. Das ist ja das, was den Hinterbliebenen nach einem Trauerfall bleibt. Und eigentlich müsste man diese Erinnerung für dunkle Zeiten konservieren, so meine Idee. Ich war total besessen davon, habe aber gleichzeitig gedacht: „Ich kann jetzt nicht einfach weitermachen mit Trauerkarten und vielleicht auch Erinnerungsstücken für Trauernde, sondern brauche eine Kompetenz.“ Also habe ich eine Ausbildung als Trauerbegleiterin gemacht. Das fing in Bremen in einem kleinen Verein an. 

Ich habe ziemlich schnell das Potenzial erkannt, denn Trauerarbeit erfordert viel Kreativität. Du musst dich ständig neu auf Menschen einstellen.

Wie kann man sich so eine Ausbildung vorstellen?

Die Ausbildung dauerte eineinhalb Jahre. Alle acht Wochen saß ich mit meiner damaligen Geschäftspartnerin [Anemone und Madita van Hülsen haben „Vergiss mein Nie“ zusammen gegründet, ihre Geschäftsbeziehung aber 2018 freundschaftlich beendet, Anm. d. Redaktion] für ein Wochenende mit größtenteils älteren Damen in einem Kreis. Wir zwei haben das Durchschnittsalter ganz schön gesenkt! Und ich habe ziemlich schnell das Potenzial erkannt, denn Trauerarbeit erfordert viel Kreativität. Du musst dich ständig neu auf Menschen einstellen. Und es hat ganz viel mit Ideen ausprobieren zu tun. Parallel habe ich noch eine weitere Ausbildung mit dem Schwerpunkt Prozessarbeit gemacht. Damals wusste ich noch gar nicht, warum ich das getan habe. Später ergab alles einen Sinn, denn wir bieten mittlerweile auch Trauerarbeit für Unternehmen an.  

Spannend! Davon musst du gleich mehr erzählen. Erst möchte ich aber wissen: Was passierte, nachdem du mit den beiden Ausbildungen fertig warst?

Es formte sich immer mehr die Idee, eine Erinnerungswerkstatt für Trauernde zu machen. Und alles hat sich irgendwie gefügt. Ich habe mein Ladenlokal hier am Rande des Hamburger Schanzenviertels gefunden. Ich kannte die Fläche schon länger, da ich in der Nähe wohne. Irgendwann habe ich gesehen, dass das Lokal frei wird und habe den damaligen Mieter angesprochen. Er hat sofort verstanden, was ich vorhatte. 

Wenn du von deinen Anfängen erzählst, bekommt man das Gefühl, dass bei dir alles im Fluss geschehen ist, ohne dass du dir vorher in der Theorie einen großen Plan gemacht hast. Stimmt das?

Irgendwie schon. Ein Beispiel verdeutlicht das ziemlich gut: Ich stand jahrelang nachts im Keller und habe das perfekte Rezept für meine Blumentränen, das sind kleine Samenkugeln in Tränenform, gesucht. Mein Mann kam irgendwann, hat sich mit hingesetzt, ein Bier getrunken und gesagt: „Wie krass du bist, dass du alles dafür gibst jedes Detail perfekt zu machen.“ Er hatte Recht, ich war besessen – ohne zu wissen, wozu genau diese Tränen überhaupt gut sind, wo sie eingesetzt werden könnten und wem sie helfen. Ich hatte bloß so ein Gefühl. Anfangs liefen die Tränen dann auch gar nicht so gut. Mittlerweile sind sie der Renner und werden total gern auf Beerdigungen eingesetzt. Das hatte ich gar nicht im Kopf. Ich wusste immer nur: Ich brauche das – für irgendwas. So ging es mit vielen Dingen. 

Viele Leute haben an einem bestimmten Punkt ihrer Trauer das Gefühl, dass es ihnen besser geht. Gleichzeitig stellen sie aber fest, dass sie dafür den Preis des Vergessens gezahlt haben.

Hast du vor der Gründung von „Vergiss Mein Nie“ einen Businessplan geschrieben?

Ja. Trotzdem war ich in vielen Dingen ein bisschen naiv. Ich war ja schon vor der Gründung als Kommunikationsdesignerin selbstständig. Und dachte mir damals, dass ich mich gar nicht groß umstellen müsste – jetzt hatte ich einfach noch ein Ladenlokal dazu. Aber ich musste viele Dinge auf die harte Tour lernen. Wie mache ich das mit dem Personal? Wie baut man ein Lager auf? Wer bekommt welches Gehalt und wer überweist das Geld? Und was muss ich überhaupt in Sachen Versicherung beachten? 

Mittlerweile kommen deine Klient*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Lief „Vergiss mein Nie“ nach der Gründung sofort gut an?

Nicht ganz – wir brauchten einen langen Atem. Und es gab hier auch Zeiten, in denen ich auf mein eigenes Gehalt verzichtet habe und meine Mitarbeiter*innen vom Taschengeld bezahlen musste. Aber ich wusste immer, dass es richtig war. Bekannter wurden wir dann zum Beispiel durch unsere Bücher, das erste erschien vor fünf Jahren. Heute haben wir große Kund*innen, Krankenhäuser bestellen im Onlineshop, Palliativstationen oder die Deutsche Rentenversicherung, Gemeinden und Schulen. Ich bekomme jeden Tag tolles Feedback, fast schon Liebesbriefe. Das ist unfassbar schön für das ganze Team. 

Du bietest für Trauernde auch eine Erinnerungswerkstatt an. Was hat es damit auf sich?

Viele Leute haben an einem bestimmten Punkt ihrer Trauer das Gefühl, dass es ihnen besser geht. Gleichzeitig stellen sie aber fest, dass sie dafür den Preis des Vergessens gezahlt haben. Sie wissen nicht mehr, wie der Verstorbene roch, wie er sprach. In meiner Erinnerungswerkstatt möchte ich diese Erinnerung konservieren. Das man Dinge aufhebt, die Lebensbeweise sind. Es ist ein Upcycling von bestehenden Dingen. Wir nehmen etwas aus der Vergangenheit und gucken, dass es in der Gegenwart einen Platz findet. Wir machen zum Beispiel aus einem Kochlöffel einen Schmuckanhänger oder aus einem Nummernschild ein Buch. 

Wann kam die Idee zu eurem Onlineshop?

Wir bekamen Anfragen aus Österreich und aus der Schweiz. Also haben wir uns überlegt, wie man kreative Trauerbegleitung verschicken könnte und zusammen mit meiner Designerin habe ich Trauergeschenke entwickelt. Es  sollte etwas Anderes sein, als das klassische Ratgeberbuch oder Kerzen. Sondern etwas, das der/dem Trauernden wirklich helfen kann – Coachingtools, mit denen man das Loslassen üben kann. Oder auch unsere Trauermonster-Karten die den Verlust mit spielerischen Illustrationen verbildlichen. Irgendwann habe ich festgestellt, dass nicht nur Privatpersonen bei mir bestellen, sondern auch Psycholog*innen mit meinem Material arbeiten. So entstand die Idee, auch auszubilden. Diese Ausbildung ist so etwas wie mein Lebenswerk. 

Wie läuft die Ausbildung ab?

Es sind zehn Leute pro Klassenverbund, die überall in Deutschland und auch in Österreich leben. Einmal im Monat sehen wir uns digital und besprechen das aktuelle Modul. Daneben finden praktische Übungen statt. Das ist total wichtig, gerade wenn man nach der Ausbildung selbständig arbeiten möchte. Da geht es gar nicht darum, Trauernden schon professionelle Hilfe zu geben. Sondern zu sagen: „Hey, ich bin noch in der Ausbildung und weiß nicht, ob ich dir schon helfen kann. Aber ich kann dir mein Ohr schenken.“ Davon haben beide Seiten etwas. 

Gleichzeitig machst du, wir haben eben schon kurz darüber gesprochen, Trauerberatung für Unternehmen. Was sind das für Firmen, die auf dich zukommen?

Das ist ganz unterschiedlich. Zum Beispiel gab es ein Unternehmen, das ein Problem mit Überalterung hat. Da ging es darum, ganz grundsätzlich etwas über Trauer zu erzählen und wie man damit umgehen kann. Im Sinne von: Bereitet euch vor, bevor etwas passiert. Wie ist die Alarmkette und wer fühlt sich berufen, sich dann etwas zu überlegen? Aber es geht auch darum, wie Unternehmen mit Trauernden umgehen können. Oft gibt es seitens der Trauernden die Angst, dass man unsensibel auf den Verlust angesprochen wird. Da ist es wichtig, vorher zu kommunizieren: „Ich komme jetzt wieder ins Büro, aber bitte sprecht mich gar nicht auf meine Trauer an. Oder nur in der Pause, in der Freizeit.“ Das hört sich nach einem kleinen Kommunikationsschritt an, der aber sehr viel Erleichterung auf allen Seiten hervorrufen kann. 

Wir brauchen eine neue Trauerkultur.

Du hilfst deinen Klienten*innen nicht nur beim Verlust eines Menschen, sondern auch, wenn ein geliebtes Tier verstorben ist. Warum hast du dich entschlossen, auch in diesem Bereich zu arbeiten?

Eine Freundin von mir hatte ihren Hund verloren und ich habe sie daraufhin zum Tierbestatter begleitet. Dort gab es kleine Räume, in denen die vorher eingefrorenen Tiere aufgetaut und in kleinen Körben für die Besitzer arrangiert wurden. Das klingt jetzt total absurd. Ich fand es aber gut, denn für meine Freundin war es hilfreich, noch mal etwas Zeit mit ihrem Hund verbringen zu können. Sie hat mit ihm gesprochen und konnte sich dadurch gut von ihm lösen. Daraufhin habe ich beschlossen, zusätzlich Hilfe bei Tiertrauer anzubieten. Mittlerweile kommt ein Drittel meiner Klient*innen aus diesem Bereich. Denn es gibt verrückterweise keine*n Ansprechpartner*in für sowas. Dabei hat Tiertrauer nicht nur etwas mit Tieren zu tun. 

Wie meinst du das?

Die Trauer weckt alle Schmerzen auf, die du zum Thema Verlust hast. Wie gut man mit Trauer umgehen kann, hängt auch davon ab, wie gut man Verluste verkraften kann. Welche Ressourcen man da hat, wie das soziale Umfeld ist. Aber auch, wie in der Familie mit Trauer umgegangen wurde. Und das ist so spannend, denn da sind wir bei der deutschen Geschichte. Dieses „da redet man nicht drüber“, das haben wir von Oma und Opa gelernt. Durch den Krieg. Da ist so viel Schlimmes passiert – und um überhaupt weiterleben zu können, war es wichtig, dass wir es wegschließen. Heute brauchen wir eine neue Trauerkultur. Es ist aber total schwer, gegen dieses geballte Schweigen anzugehen. 

Wie wird mit Trauer in anderen Kulturen umgegangen?

Da merke ich oft, dass sich alles viel „fluffiger“ anfühlt. Ich habe zum Beispiel mit einer Frau aus Madagaskar zusammengearbeitet. Sie war – im positiven Sinne – total offen für jegliche Art der Trauerarbeit. Denn in Madagaskar leben die Menschen eine ganz andere Trauerkultur. In meiner Ausbildungsgruppe ist eine Frau mit polnischen Wurzeln. Und für sie ist beispielsweise sofort klar, wie man mit jemandem umgeht, der auf natürliche Weise zuhause verstirbt. Der kann dort auch noch ein bisschen liegenbleiben – hierzulande wird sofort die Polizei gerufen. Nach dem Motto: „Schnell weg!“ Ich glaube, dass in der Trauer Kulturen im Vorteil sind, die eine enge Familienbindung haben, wo auch das Altern gesehen wird. Und die Oma nicht ins Altersheim abgeschoben wird. Es wird gesehen, dass die Oma müder und wackliger wird. Dass sie davon redet, dass sie gern sterben möchte. Und irgendwann liegt sie dann tot im Bett. Die Familie hat es aber viel mehr kommen sehen, denn sie war näher dran. Auch Länder und Regionen mit starken Trauer-Ritualen gehen ganz anders mit dem Tod um als hier. 

Kannst du ein Beispiel geben?

Mexiko. Dort gibt es ein Fest der Toten, eine Kultur die über Jahrtausende gewachsen ist. Das hat den Vorteil, dass es im Todesfall eine klare Handlungsanweisung gibt. Sowas haben wir auch – ein Beispiel ist das Tragen von schwarzer Kleidung. Hilft uns aber herzlich wenig, wenn wir gar nicht wissen, warum wir das eigentlich tun. Viele wissen also gar nicht mehr, was unsere Rituale eigentlich bedeuten, wo sie ihren Ursprung haben. Und damit verlieren sie ihre Kraft. Denn leere Rituale zu vollziehen, kann sich für Trauernde wie „Theater“ anfühlen und das hilft niemandem. 

Trauer wird erträglich, wenn du im Hier und Jetzt landest, alles mitnimmst und wertschätzt.

Kann man den Tod mit sinnhaften Ritualen enttabuisieren?

Es hilft schon, offener darüber zu reden. Zu sagen: „Ich habe Angst vor dem Tod.“ Verbindung zu schaffen, indem man sich abgleicht. Realität zu schaffen, indem man Meinungen austauscht. Ganz offen miteinander reden hilft immer. Und der zweite Step ist, Trauer in der Gesellschaft sichtbarer zu machen. Praktisch gesprochen kann das bedeuten, die/den trauernden Freund*in mit in die Kneipe zu nehmen. Sich zu sagen: „Sie/er ist in Trauer, aber Sie/er darf trotzdem mitkommen. Sie/er „funktioniert“ gerade nicht so, wie wir sie/ihn als Freund*in kennen und sitzt die ganze Zeit nur still in der Ecke. Aber sie/er gehört dazu.“ Denn Tabus entstehen eben auch durch Ausschluss.

Trauer hat viel mit Liebe, Zugehörigkeit und manchmal auch ganz neu durchstarten zu tun. Wann wird Trauer erträglich?

Trauer wird erträglich, wenn du im Hier und Jetzt landest, alles mitnimmst und wertschätzt und du akzeptierst, dass deine Zukunft vielleicht anders sein wird als geplant. Das alles ist ein Prozess, den man wollen muss. Wenn das nicht der Fall ist, hängt man fest. Aber das Leben, jeder Tag, bedeutet nur Veränderung. Statik in der Natur ist immer schlecht. Und das zu Verneinen bringt dich als Mensch nicht weiter. 

Vielen Dank für das Gespräch, Anemone!


Hier findet ihr „Vergiss Mein Nie“:

 


Portraits: Ilona Habben, Teaserfoto + Stills: Anemome Zeim

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.