Von Excel bis Emma Watson – die Gründerstory von Schmuckdesignerin Nina Kastens

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Ninas Kastens‘ Karriere verfolgen wir seit ihren Anfängen. Plötzlich tauchte die skandinavisch aussehende Frau vor drei Jahren in der Hamburger Modeszene auf. Mit dabei: filigrane und zeitlose Schmuckstücke, die von Anfang an mit der internationalen Konkurrenz mithalten können. Kein Wunder: Ihre Jewelry-Skills hat sich die geborene Norddeutsche in New York angeeignet, wo es sie immer wieder für Kreativreisen hinverschlägt. Wir sprechen mit ihr darüber, warum sie erst Wirtschaft studiert hat, warum Hamburg nicht der idealste Standort für Schmuckdesigner ist und über ihren größten Fan aus Hollywood: Emma Watson. Außerdem hat Nina für uns den neuen “White Peach & Coriander” Duft von 4711 Acqua Colonia ausprobiert – Parfumflakons zählen immer wieder zu ihren Inspirationsquellen.

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femtastics: Wir haben dich gerade erst strahlend auf einem Instagram-Bild mit Vogue-Modechefin Christiane Arp entdeckt – du warst eine der Designerinnen, die während der Berlin Fashion Week im Berliner Mode Salon und bei einem exklusiven Event im KaDeWe ausstellen durfte. Ist das für dich ein wichtiger Step in deiner Karriere?

Nina Kastens: Absolut, ich war letztes Jahr zum ersten Mal Gast und fand das super. Der Berliner Mode Salon ist die einzige deutsche Plattform für Designer, die wirklich Gewicht hat und international anerkannt ist. Es ist eine große Ehre für mich, dabei zu sein, weil man gefragt wird und sich nicht einfach anmelden kann.

Was hat Christiane Arp zu deinem Schmuck gesagt?

Sie ist großer Fan von meiner Fine Jewelry Linie – die ist auch mein Herzstück.

Zahlen und Excel-Tabellen machen mir einfach Spaß. Das ist ja bei den Kreativen meistens das Problem, dass ihnen die Lust an so etwas fehlt.

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Nina lebt mit ihren Freund in einer 5-Zimmer-Wohnung in Hamburg-Eimsbüttel. Zwei der Räume nutzen die Schmuckdesignerin und der Creative Director als Office.

Du hast ein Wirtschaftsstudium abgeschlossen und dich kurz danach für eine Ausbildung zur Goldschmiedin entschieden. Wie kam es zu dem Wandel?

Während des Masters wollte ich etwas Eigenes machen, was ich selber produziere und verkaufen kann. Ich habe als Ausgleich an der Volkshochschule in der Schanze einen Goldschmiedekurs belegt und da mein Element entdeckt. Ich habe dann meinen ersten Ring getragen und eine Freundin getroffen, sie meinte sofort: „Oh toll! Schöner Ring!“ Sie war so begeistert, das hat mich total gepusht. Es war ausschlaggebend dafür, dass ich mich näher mit dem Gedanken einer professionellen Goldschmiedeausbildung und eines eigenen Schmucklabels beschäftigte. Den Ring von damals gibt es übrigens immer noch. Es ist der „Initial Ring“ von meinen Signature Styles – er steht nach wie vor für den Anfang.

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War für dich schon immer klar, dass du irgendwann etwas Eigenes gründen willst?

Ziel war „irgendwas in der Modebranche“ zu machen – deswegen habe ich im Bachelor auch Textil- und Wirtschaftswissenschaften studiert und im Master noch BWL. Nebenbei war ich Werkstudentin bei Bon Prix und Tom Tailor und habe verschiedene Praktika gemacht. Aber irgendwann wurde mir klar, dass ich etwas Eigenes machen will. Im Studium hatten wir ein großes Projekt, im Rahmen dessen wir eigene Geschäftsideen bei der Otto Group vorstellen konnten – mit Businessplan und allem drum und dran. Wir haben die Idee gepitcht und es hat sich herauskristallisiert, dass das total mein Ding ist. Zahlen und Excel-Tabellen machen mir einfach Spaß. Das ist ja bei den Kreativen meistens das Problem, dass ihnen die Lust an so etwas fehlt.

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Nina ist großer „Tim und Struppi“-Fan – wie gut, dass wir heute Helle dabei haben!

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Die Ausbildung hast du dann nicht in Deutschland gemacht, sondern bist nach New York gezogen. Warum New York?

Die Ausbildung zur Goldschmiedin dauert hier in Deutschland drei Jahre und das war mir nach meinen vielen Jahren im Studium zu viel. Also habe ich nach Angeboten im Ausland geschaut. Es gab in Italien gute Programme und eben auch in den USA.

Wie sah die Ausbildung aus?

Die „Jewelry Trade School Studio Jewelers Ltd“ bietet die einzig staatlich anerkannte Ausbildung zur Goldschmiedin in New York an. Es ist nett, weil es ein Familienbetrieb ist. Wir waren im Kurs um die 25 Studenten aus der ganzen Welt. Es gab nur praktische Arbeit, keine Theorie so wie in Deutschland. Die Schulelemente habe ich mir dann einfach aus Büchern selbst angelesen.

Kann man sich da ganz normal einschreiben lassen?

Ja, genau und dann geht es nach Kapazitäten. Nach der staatlichen Schule war ich auch noch auf einer privaten Schule mit dem Schwerpunkt Fine Jewellery. Da hatte ich einen ganz tollen Lehrer, der bei David Webb als Designer gearbeitet hat, und mit dem wir tolle Projekte umgesetzt haben.

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Nina trifft mit ihrer neuen Kollektion, die ab September erhältlich ist, den Nerv der Zeit. Unser Favorit: Die Ohrringe mit Gesicht aus der „The Face“-Kollektion (kann man ab sofort online vorbestellen!).

Wo hast du damals gelebt?

Ich habe letztlich neun Monate in einem Airbnb Apartment gewohnt. Ich wollte mir eigentlich etwas Neues suchen, konnte es aber so klären, dass ich dort bleiben konnte.

Du hast die letzten drei Monate in New York gearbeitet. Machst du das öfter?

Seit Beendigung der Ausbildung – also seit drei Jahren – fliege ich zwei Mal im Jahr zur Kollektionsentwicklung nach New York. Hier in Hamburg lenkt mich zu viel ab, ich habe hier das Büro und das Tagesgeschäft – in New York bin ich einfach kreativer.

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Für ihre neue Kollektion hat sich Nina von Skulpturen von Hans Arp inspirieren lassen. Oft lässt sie sich auch von Flakons inspirieren.

Mietest du dir vor Ort eine Werkstatt an?

Ja! Meine ganzen Freunde dort sind auch Schmuckdesigner oder arbeiten für große Labels. Als ich gerade wieder da war, habe ich mir ein Studio zusammen mit einer Freundin gemietet. Das ist für die Entwicklung viel einfacher. Hamburg ist kein guter Standort für die Produktion, die Produktionsstätten und Kettenfabriken sitzen leider alle in Süddeutschland. In New York sitzen wir direkt im Diamond District, da gibt es alles. Da gehe ich nur zwei Stockwerke runter und da ist dann schon die Gießerei. Es geht alles so viel schneller und es muss ja auch schnell gehen, sonst ist die Kreativität weg. Man möchte ja auch an dem Stück weiterarbeiten, das man gerade entwickelt. Produzieren lasse ich die Stücke dann aber final in Deutschland. In New York entwickele ich nur die Prototypen.

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Auf der Fashion Week hast du gerade deine neue Kollektion präsentiert. Alles ist sehr arty und trifft den Zeitgeist. Was war die Inspiration und ab wann kann man die Kollektion kaufen?

Die neue Kollektion besteht aus drei Elementen. Ganz neu ist Perlmutt dabei, ich hatte es nie so richtig auf dem Schirm, aber jetzt ist es ein großer Bestandteil der Kollektion. Ich war in New York in einem Laden voller Steine und da hatte ich auch Perlmutt in der Hand und es hat gepasst. Die Kollektion heißt „The Face“. Ich bin erst vor zwei Wochen frisch mit den Mustern aus New York wiedergekommen und jetzt findet erst einmal das Shooting statt – ab September ist sie dann erhältlich.

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Nina hat sich in der Wohnung ein kleines Office eingerichtet. Im September zieht sie in einen Laden in der Bornstraße im Grindelviertel.

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Nina hat für uns den limitierten Duft „White Peach & Coriander“ von 4711 Acqua Colonia getestet – passt auch optisch perfekt zu Ninas Stil.

Klingt perfekt! Kannst du noch einmal was zur Inspiration sagen?

Größtenteils kam meine Inspiration von Skulpturen und Kunstwerken von Hans Arp. Ich habe ebenfalls Naturformen reduziert dargestellt. Weitere Inspiration kam von Objekten des Interior Designs.

Parfumflakons sind auch oft eine Inspiration für deine Designs. Für femtastics hast du in den letzten Wochen den limitierten “White Peach & Coriander” Duft von Acqua Colonia ausprobiert. Wie hat er dir gefallen?

Er ist erfrischend und nicht aufdringlich, das mag ich sehr und ist mir wichtig bei der Parfumwahl. Außerdem ist er nicht zu süß und nicht zu schwer – das ist mir wichtig.

Bist du vorher schon mal mit 4711 in Berührung gekommen?

Ich kenne es aus meiner Kindheit! Meine Oma hatte das 4711 Echt Kölnisch Wasser in groß und in klein für die Handtasche (lacht). Ich finde es toll, wie der Relaunch gelungen ist. Für mich als Designerin sind Parfumflacons oft eine große Inspiration – die finden sich auch meistens auf meinen Moodboards wieder. Ich erinnere mich noch an die klassische Flasche von 4711, die auch eine geriffelte Oberfläche hat, bei dem neuen Flacon haben sie es großflächiger designt, was ich sehr schön finde.

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Man kann jetzt schon einen deutlichen Wandel in deinen Kollektionen erkennen und ich habe das Gefühl, dass du mittlerweile deinen Signature Look gefunden hast. Du hast mit verspielten Designs angefangen, wie zum Beispiel dem Käfer, und bist viel filigraner und skulpturaler geworden. Nimmst du das auch bewusst war?

Ja, das stimmt. Die erste Kollektion war noch nicht so geformt wie jetzt, das hat sich entwickelt und es formt sich immer weiter. Eigentlich designe ich so, wie ich den Schmuck auch tragen würde, aber ich denke natürlich auch an meine Kundinnen. Gerade sind ja zum Beispiel große Ohrringe beliebt, daher sind Ohrringe auch ein starkes Thema bei der neuen Kollektion.

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Als du vor drei Jahren mit deinem Brand auf den Markt gekommen bist gab es nur sehr wenige junge deutsche Schmucklabels, dafür aber schon recht viele skandinavische Labels. Wie hast du deine Nische gefunden?

Man wird natürlich inspiriert, aber ich bin auf mich fokussiert. Ich bin auch gar nicht konkurrenzdenkend, denn jeder hat seine eigene Nische und Zielgruppe. Mir ist nur wichtig, dass mein Schmuck hochwertig ist und in Deutschland produziert wird.

Am Anfang hast du alles selbst produziert, mittlerweile hast du die Produktion ausgelagert. Wie und wo lässt du produzieren und wann legst du selbst Hand an?

Am Anfang habe ich alles selbst gemacht. Ich habe schnell gemerkt, dass es zu viel ist. Es gab einen Bericht in der Brigitte über meinen Schmuck, danach wurde massiv bestellt, was ja super ist, aber da bin ich schnell an die Grenzen gestoßen. Jetzt arbeite ich eng mit einem Familienbetrieb in Süddeutschland zusammen. Nachdem viele Schmuckdesigner in Asien produziert haben, gibt es gerade wieder einen Gegentrend. Viele kommen zurück nach Deutschland und produzieren hier. Das ist natürlich toll.

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Nina erklärt uns wie sie ein Schmuckstück entwickelt: Erst werden Ideen skizziert, danach modelliert sie die Schmuckstücke aus einem Stück Wachs und produziert anschließend eine Negativform aus Silikon, mit der der Schmuck gegossen wird. Danach werden die Schmuckstücke per Hand abgepfeilt, poliert und vergoldet.

Letztes Jahr kam die Fine Jewelry Linie dazu, eine hochpreisigere Linie aus Echtgold, außerdem designst du auch Verlobungs- und Hochzeitsringe. Sicherlich ein wichtiger Schritt, um als Schmuck-Start-up zu bestehen …

Ich persönlich finde es schwierig, schöne langlebige Schmuckstücke zu finden, die nicht zu bling bling und nicht zu altmodisch sind. Ich habe für meine Fine Jewelry Linie klare und moderne Formen entwickelt. Toll ist auch, dass die Maßanfertigungen immer mehr werden – meistens sind es Kundinnen, die schon meinen Schmuck tragen und schlichte Ringe zur Hochzeit haben möchten, die wir zusammen entwerfen. Das macht super viel Spaß, weil die Kunden immer voller Vorfreude sind!

Teilweise arbeitest du mit 18 Karat Gold. Wo beziehst du dein Material her?

Auch aus Süddeutschland – dort gibt es Scheideanstalten, wo alles aufgearbeitet wird. Wenn jemand einen besonderen Wunsch hat, dann kann ich dort auch Öko-Gold beziehen, das ist recyceltes Gold.

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Die Kakteen hat Nina selbst getöpfert!

Du hast lange in einer Gemeinschaftswerkstatt gearbeitet und gerade eine Ladenfläche im Grindelviertel gefunden. Ein wichtiger weiterer Step, um zu wachsen und um direkt Kontakt mit den Kunden zu haben?

Ja, es ist mir wichtig, noch mehr direkten Kontakt zu den Kunden zu bekommen. Es ist immer schön, wenn ich im Berliner Mode Salon oder beim Pressday ausstelle, aber da sind dann nur Presseleute und Blogger. Mein Hauptgeschäft ist ja online und man sieht seine Kunden nicht. Deswegen mache ich auch oft Endverbraucher-Messen, wie die Blickfang und tingele durch ganz Deutschland – da merkt man sofort, was die Kunden wollen. Gerade schaffe ich es leider nicht mehr, deshalb ziehe ich im September in einen Laden mit Studio im Grindelviertel.

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Die Kette links ist inspiriert von der Natur (erkennt ihr die süßen Mini-Bohnen?) – eine große Inspiration für die neue Kollektion sind Naturelemente, die für Wachstum und Leben stehen. Rechts seht ihr die Faces-Kette im Art-Deco-Stil.

Ich treffe dich ja auch immer wieder auf der Blickfang-Messe in Hamburg und finde es toll, dass du dich auch auf deutschen Designmärkten blicken lässt und dir zu Beginn deiner Karriere nicht zu schade dafür warst. Wo präsentierst du deine Kollektionen noch?

Zweimal im Jahr stelle ich in Paris aus. Jetzt lasse ich das aber durch meine Sales Agentur machen. Die Agentur sitzt in London und geht für mich nach Paris, London und New York. Zu den Messen kommen alle wichtigen Einkäufer, das ist perfekt!

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Welche Maßnahmen hast du ergriffen, um dein Label bekannt zu machen?

Kurz nach der Gründung habe ich alle deutschen Blogger angeschrieben. Es war toll, dass Jessie von Journelles direkt aufgesprungen ist und Potenzial in meinen Designs gesehen hat. Danach kamen noch andere Blogger dazu und dann habe ich eine Tour gestartet – ich war jede Woche in einer anderen Stadt und auf einem anderen Endverbraucher-Markt. So fing das an und dann kamen die Gala und die Brigitte auf mich zu und haben über mich berichtet.

Es war also eine Kombination: Blogger, Märkte und Presse. Und ich hatte das große Glück, dass Anita Hass und Lala Berlin meine Sachen gekauft haben – die beiden Stores sind auch immer noch meine Kunden. Außerdem bin ich besonders stolz auf die Zusammenarbeit mit Emma Watson. Sie hat meinen Schmuck über meine Sales Agentur entdeckt und wollte ganz genau wissen, wo die Schmuckstücke herkommen. Ich finde es einfach so toll, dass sie Interesse hat und wirklich nur zertifizierte Sachen trägt, das hat mich auch noch mal in meiner Sache bestätigt.

Trägt Emma Watson jetzt auch noch deinen Schmuck?

Ja! Für die Tour „Die Schöne und das Biest“ hat sie sich etwas geliehen. Das ist immer sehr aufregend, weil ich immer erst im Nachhinein erfahre, ob sie es auch getragen hat.

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Ninas zweite große Leidenschaft: Designerschuhe.

Wie hast du deine erste Kollektion finanziert?

Ich hatte zum Glück schon Erfahrungen im Businessplan schreiben. Und dann habe ich mir Geld von der Familie geliehen und das hat fürs Erste gereicht. Als das Unternehmen immer größer wurde, musste ich natürlich noch mal nachfinanzieren. Aber jetzt nach drei Jahren bin ich auf einem super Weg und es hat sich echt gut entwickelt. Man sagt, nach drei Jahren entscheidet sich ob ein Label Top oder Flop ist. Bei mir sieht es ganz gut aus.

Machst du deine Finanzen als Excel-Fan immer noch selbst?

Ich habe natürlich einen Steuerberater, aber ich mache mir immer noch einen Überblick selbst.

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Welchen Schmuck hast du getragen, bevor du selbst Schmuckdesignerin wurdest?

Ich bin immer noch Fan von vielen Schmuckdesignerinnen. Eine Zeit lang habe ich keine anderen Labels getragen, aber ich fange wieder damit ab. Hauptsächlich sind es französische Designerinnen, die ich toll finde. Also Charlotte Chesnais oder Anissa Kermiche. Aber auch skandinavische Designer finde ich toll, weil sie so etwas Reduziertes und Klares haben. Außerdem ist & Other Stories gut aufgestellt.

Hand aufs Herz: Wie schwer ist es in Deutschland als junge Schmuckdesignerin Fuß zu fassen und sich zu etablieren?

Ich bin im regen Austausch mit meinen Freundinnen in New York und da gibt es einfach enorm viele Designerinnen. Der Absatzmarkt ist auch viel größer und die Produktionsbedingungen einfacher. Ich glaube, dass es gut ist, in einem kleineren Markt wie Deutschland zu starten. Aber ich merke auch, dass – gerade was den Wholesale angeht – es international viel besser funktioniert. Deutschland ist leider ein bisschen zurückhaltend im Einkauf. Auch im Luxusbereich, wo ich mich eher sehe. Besonders in Japan läuft es für mich gut. Ich möchte mich nicht nur auf Deutschland fokussieren, sondern auch auf den internationalen Markt konzentrieren, deshalb habe ich auch die Sales Agentur gebucht.

Willst du in Hamburg bleiben?

Meine optimale Lebensweise ist, in Hamburg und New York zu leben. Das machen wir ja jetzt schon ein bisschen, aber bisher gibt es keine festen Dates. Das wäre aber der Wunsch. Trotzdem ist Hamburg Heimat, Freunde und Familie.

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Dein Kleidungsstil ist eher schlicht und skandinavisch, passend zu deinem Schmuck. War das schon immer so? Wie sah Nina mit 15 aus?

Es entwickelt sich immer noch weiter. Aber ich war schon immer sehr modeinteressiert. Ich würde sagen, mein Stil ist schlicht und mit besonderen Elementen. Ich trage gern Jeans und Shirts. Die Nina mit 15 war gar nicht so anders – nur die Miss Sixty Hosen (lacht). Aber ich war mir eigentlich immer treu.

Für mich als Designerin sind Parfumflacons oft eine große Inspiration.

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It’s a match! Duftet leicht nach Pfirsich und Koriander, der neue “White Peach & Coriander” Duft von 4711 Acqua Colonia.

 

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Wo finden wir dich, wenn du nicht gerade neue Kollektionen entwickelst, Interviews gibst und mit Produzenten verhandelst?

Ich bin beruflich so viel unterwegs und genieße die Zeit, wenn ich zu Hause bin. Ich bin gerne zu Hause und freue mich jetzt erstmal auf meinen Mallorca-Urlaub. Meine Familie hat da eine Finca und da machen wir traditionell Familienurlaub. Meine Geschwister leben in Zürich und kommen dann auch dahin.

Vielen Dank für das Interview, liebe Nina!

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Hier findet ihr Nina Kastens:

Fotos: Janna Tode

Layout: Carolina Moscato

– Diese Story entstand in Zusammenarbeit mit 4711 ACQUA COLONIA –

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