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Business

Gemeinsam sind wir stärker: Wie sich Frauen* im Job gegenseitig unterstützen können

02. März 2026

geschrieben von Anna Weilberg

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Teilnehmerinnen des Christ-Panels zum Weltfrauentag 2026

Frauen* und die Berufswelt – bei diesem Thema gibt es leider noch viele Missstände, die wir angehen müssen: Frauen* verdienen durchschnittlich 16 Prozent weniger als Männer*, Vereinbarkeit ist nach wie vor eine Challenge, und leider gilt immer noch: Je höher die Position in Wirtschaftsunternehmen, desto weniger Frauen* sind vertreten. Kurzum, die Liste der strukturellen Herausforderungen ist lang. Und gerade deshalb sind Gemeinschaft und Zusammenhalt so wichtig. Denn große Veränderungen können nur gemeinsam erreicht werden.

Zum Weltfrauentag haben wir dieses Jahr in Partnerschaft mit "CHRIST" in einem Panel fünf Frauen* zusammengebracht, um darüber zu sprechen, wie Frauen* sich in Sachen Job und Karriere gegenseitig unterstützen können. Nicht, weil wir alleine schwach sind, sondern weil wir gemeinsam noch so viel stärker sind.


Zum Weltfrauentag 2026 hat der Juwelier "CHRIST", der sich regelmäßig für sozial relevante Themen einsetzt, ein Panel unter dem Motto "Ein Statement für Stärke" ins Leben gerufen. Auf dem "Instagram"-Kanal @christ_juweliere sind einige Highlights des Panels zu sehen. Mit dabei waren Unternehmerin Lea Lange, Karriere-Coach Basma Geigenmüller, Business-Coach Emma-Isadora Hagen, femtastics-Co-Gründerin Anna Weilberg, Psychologin Anna Bilstein, und "nushu"-Geschäftsführerin Antonia Isenberg (Foto oben v.l.n.r.).


1. Kenne Deine Stärken und Werte

Bei der Frage, wie es gelingen kann, den eigenen beruflichen Weg zu gehen und die persönliche Definition von Erfolg und Erfüllung zu erreichen, müssen wir bei uns selbst anfangen, sagt Karriere-Coach Basma Geigenmüller. "Unsere Werte und Stärken sind das Fundament einer jeden Entscheidung." Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen und beide für sich zu erarbeiten. Business-Coach Emma-Isadora Hagen fügt hinzu: "Wir Frauen* haben oft den Hang dazu, dass wir uns eher mit unseren Defiziten beschäftigen und versuchen, die auszumerzen. Dabei sollten wir viel stärker auf unsere Stärken gucken und diese auch mehr ausleben."

Ein Wert, der uns (beruflich wie privat) sehr wichtig ist: Solidarität. Dass "Ellenbogenkultur" und Konkurrenzdenken unter Frauen* eher ein Mythos als die Realität sind, bestätigt Antonia Isenberg, Geschäftsführerin des Female Business Netzwerks "nushu" aus ihrer Erfahrung. Sie sieht vielmehr den Wunsch nach Gemeinschaft und Support.

"Es kann sehr viel Hoffnung und Motivation schenken, andere Frauen* zu sehen, die Verantwortung übernehmen."
Psychologin Anna Bilstein

2. Such Dir Mentor*innen und Sparringspartner*innen

Emma-Isadora Hagen, die ihre berufliche Laufbahn in einem großen Unternehmen begonnen hat, betont, wie wichtig für sie Mentor*innen waren. Und zwar "gerade auch die, die mich gefordert haben, mit denen es auch mal Reibung gab und mit denen ich auch streiten durfte. Die haben mich vor allem vorangebracht.“

Psychologin Anna Bilstein rät, dass sowohl Mentor*innen als auch Sparringspartner*innen eine große Unterstützung sein können. "Mentor*innen kommen eher aus einer ähnlichen beruflichen Richtung, bringen viel Erfahrung mit, schenken Orientierung und sind häufig auch Rollenmodell." Es kann sehr viel Hoffnung und Motivation schenken, andere Frauen* zu sehen, die Verantwortung übernehmen, in eine Führungsrolle kommen und nach positiven Werten leben und arbeiten, sagt sie.

Sparringspartner*innen dagegen müssen gar nicht aus einem ähnlichen Berufsfeld kommen – "da geht es vor allem darum, dass man einen Spiegel vorgehalten bekommt, dass blinde Flecken gefunden werden und man vielleicht auch Gedanken oder Entscheidungen zusammen besser sortieren kann", sagt Anna Bilstein. "Wenn man in den Austausch geht und eben so einen Spiegel vorgehalten bekommt, dann bekommt man auch eine realistischere Sicht auf sich selbst und kann dadurch auch Selbstzweifel abbauen."

Das Beste: Oft können wir gute Sparringspartner*innen in unserem direkten Umfeld finden. Wichtig ist nur, offen zu sein und sich idealerweise regelmäßig auszutauschen.

"Es gibt ganz viele Frauen*, die bereit sind, ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu teilen."
Antonia Isenberg

3. Nutze die Stärke des Kollektivs

"Man muss nicht gegen die gleichen Wände rennen, gegen die Hunderttausende andere Frauen* schon gerannt sind, sondern kann von den Erfahrungen anderer lernen. Und es gibt ganz viele Frauen*, die bereit sind, ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu teilen.“ – so beschreibt Antonia Isenberg die Stärke der Gemeinschaft.

Unternehmerin Lea Lange, Gründerin von "Lunary", erinnert sich, wie sehr ihr Netzwerk ihr bei der Unternehmensgründung geholfen hat. Und Business-Coach Emma-Isadora Hagen betont: "Das Beispiel macht deutlich, dass man ein Netzwerk nicht erst aufbauen sollte, wenn man es braucht, sondern schon viel früher und vor allem auch breit, in alle Richtungen.“

Aber wie gelingt das Netzwerken? Dafür hat Unternehmerin Lea Lange zwei Tipps:

  1. Rausgehen – auf Networking-Events und andere Veranstaltungen. Ja, das kostet vielleicht mal Überwindung, aber es lohnt sich. Vor allem, wenn man sich im Vorfeld überlegt, mit wem man vor Ort gerne reden oder sich connecten möchte.
  2. Auf Frauen*, die man beruflich interessant findet und mit denen es berufliche Synergien geben könnte, aktiv zugehen – online (z.B. auf "LinkedIn") ebenso wie offline (auf Events, im eigenen Unternehmen oder woanders). "Einfach fragen: Wollen wir uns mal kennenlernen? Wollen wir mal einen Kaffee trinken gehen? ", sagt Lea Lange. Die meisten sind dafür sehr offen und wer weiß, was daraus entsteht.

Coach Basma Geigenmüller ergänzt, wie hilfreich es dabei ist, konkrete Fragen zu stellen, weil diese einen großen Einfluss darauf haben, wie wir ein Gespräch führen, aber auch, welcher Mehrwert daraus entsteht. Netzwerken soll schließlich nicht nur einer Seite nutzen, sondern ein möglichst ausgewogenes Geben und Nehmen sein.

"Ein Netzwerk sollte man nicht erst aufbauen, wenn man es braucht, sondern schon viel früher und vor allem auch breit, in alle Richtungen."
Business-Coach Emma-Isadora Hagen

Die Macht gegenseitiger Unterstützung

Gegenseitiges Empowerment und Unterstützung können viele Formen haben. Wir können andere Frauen* empfehlen, wenn ihre Expertise gefragt ist. Wir können Türen für andere öffnen und andere mit an den Tisch holen. Jemanden mitnehmen zum Networking-Event. Vielleicht selbst die Rolle einer*s Mentor*in oder Sparringspartner*in übernehmen. Wir können einander den Rücken stärken, konstruktives, ehrliches Feedback geben, und einander ermutigen, groß zu denken.

Wie Antonia Isenberg sagt: "Dieses Gefühl – ich habe jemanden an meiner Seite, ich habe jemanden mitgenommen auf einem Weg, ich habe jemanden unterstützt – das gibt mir sehr viel mehr Stärke, als wenn ich mich mit Ellenbogen alleine durchgeschlagen habe. Dann ist der Erfolg anderer Frauen* auch meiner.“

Fotos: "CHRIST"

– Werbung: In Zusammenarbeit mit "CHRIST" –