Modern Witchcraft: „Warum ich eine (moderne) Hexe bin und wie du auch eine werden kannst“

28. Februar 2022

Hannah Krutmann ist Co-Gründerin des „Almost Magazins“ und Co-Autorin des Buches „Everyday Magic“. Sie versprüht auf ihrem Instagram-Account die schönsten Seventies-Vibes – und ist eine selbsternannte Hexe. „Mich als Hexe zu bezeichnen ist für mich ein feministisches Statement“, sagt die 34-Jährige. In ihrer „Modern Witchcraft“-Kolumne schreibt sie ab sofort monatlich für femtastics über Magie und Hexenkunst. In Teil 1 verrät sie uns, wie sie selbst zur Hexe geworden ist, welche Hexenarten es gibt und, welche Rituale zur ihrem Alltag gehören – von Astro bis Tarot, von der Pflanzenkunde bis zur Mondphase. Hex-hex!

Ich selbst praktiziere Hexenkunst. Das heißt: Ich beschäftige mich mit Astrologie und den Mondphasen, ziehe regelmäßig die ein oder andere Orakel- oder Tarotkarte, achte auf die Magie meiner Worte und experimentiere mit Pflanzenheilkunde.

Die „She Wolfe“-Tarotkarten hat Hannah in Kalifornien gekauft.

Magisches Potential – könnte es sein, dass du eine Hexe bist?

Astro-Memes, Rosenquarzroller, Vitalpilzdrinks und Meditations-Apps begegnen dir in letzter Zeit auf Social Media, im Drogeriemarkt oder sogar in deinem Netflix-Account? Es ist offiziell: Wenn es bei „Tchibo“ Vernebler für ätherische Öle und vollmondförmige Salzkristalllampen gibt, ist der Spiri-Hype vollkommen im Mainstream angekommen. Das bedeutet auch, dass es gesellschaftlich akzeptabel geworden ist, solche Werkzeuge aus der Hexenkunst zu verwenden – ohne um unser Leben bangen zu müssen. Hätte dich jemand im 16. Jahrhundert mit deinem magischen Öl-Diffuser an der Kasse erwischt, hätte es übel für dich ausgehen können und ratzfatz wärst du eventuell zur berüchtigten “Wasserprobe” im Fluss gelandet. Da es damals noch nicht das Seepferdchen oder andere Schwimmabzeichen gab, sind die Chancen relativ hoch, dass du leider ertrunken wärst. Falls du doch schwimmen konntest, wäre es laut diesem Test leider zweifellos bestätigt: Du bist eine Hexe und musst verbrannt werden.


Abgesehen davon, dass du schwimmen kannst, hast du noch mehr Potential zur Hexe? Machen dich die Astro-Memes, in denen du deine Freund*innen taggst oder deine Wellness-Tools, wie dein Gua Sha oder Rosenquarzroller (die auf der Annahme beruhen, dass bestimmte Steine heilende Wirkungen haben) automatisch zur Hexe? Moment mal: Gibt es Hexen überhaupt noch? Halt, stopp! Gab es sie jemals wirklich? Oder war das alles Humbug genau wie die “Wasserprobe” zum Entlarven von Hexen?

Ich selbst praktiziere Hexenkunst. Das heißt: Ich beschäftige mich mit Astrologie und den Mondphasen, ziehe regelmäßig die ein oder andere Orakel- oder Tarotkarte, achte auf die Magie meiner Worte und experimentiere mit Pflanzenheilkunde, um beispielsweise meine Menstruationsbeschwerden mit Tees und ätherischen Ölen zu lindern. Doch zählen diese Dinge automatisch immer gleich zur Hexenkunst? Als ich vor ein paar Jahren als eine von vier “Hexen” zu diesen Themen für ein Interview angefragt wurde, kam meine innere Carrie Bradshaw nicht umhin sich zu fragen: “Bin ich eine Hexe?”

Die Hexe ist machtvoll, eigenständig und frei.

Was ist eine Hexe?

Die Hexe existiert als Archetyp, unter dem wir uns alle irgendetwas vorstellen können. Das Besondere an diesem Archetypen ist, dass er ausnahmsweise mal eine Frau bezeichnet, deren Wert oder Definition nicht durch die Verbindung zu einer anderen Person entsteht. Die Hexe steht für sich, im Gegenteil zur Mutter, die nur durch ihr Kind existiert oder die Königin, die ihre Macht durch den König erhält. Die Hexe ist machtvoll, eigenständig und frei.

Bis meine Schwester und ich einen Brief entdeckten, in dem unsere Oma sich selbst als Hexe bezeichnete, benutzten wir den Begriff Hexe nur vorsichtig.

Die Haupthexe, mit der ich aufgewachsen bin, war Bibi Blocksberg, die sich selbstbestimmt und cool mit ihrem „Hex-hex“ aus jeder brenzligen Situation befreite, ihre Freundschaften (besonders die zu Tina Martin) pflegte, sich von niemandem (besonders von alten Männern* und Klugscheißern) etwas bieten ließ und sich für Tiere und Schwächere einsetzte. Sie verkörpert diesen feministischen Archetypen perfekt. Wenn ich weiter an Hexen aus meiner Kindheit denke, ist da auch meine Oma. Sie setzte sich für Tiere und den Umweltschutz ein, war berüchtigt für ihre knallharte Meinung, nutzte die Magie der Worte für ihre Gedichte und Geschichten, traf sich mit verbündeten Freund*innen zu Schreibwerkstätten und Kräutergruppen und hatte immer das passende ätherische Öl, ein Kraut aus dem Garten oder einen Kristall parat. Doch bis meine Schwester und ich einen Brief entdeckten, in dem unsere Oma sich selbst als Hexe bezeichnete, benutzten wir den Begriff nur vorsichtig, weil wir wissen, wie negativ dieser Begriff auch heute noch behaftet ist.

Das Buch „The Book of Herb Lore“ stammt aus den Siebzigern. Das Meditationskissen hat Hannah beim Label „Kaschuba Hommage“ gefunden.

Hexen waren vor allem selbstständig, sie kannten sich meist mit Kräuterheilkunde aus oder arbeiteten als Hebammen.

“Hexe” als Fremdbezeichnung

Beim Begriff “Hexe” gibt es einen großen Unterschied, je nachdem, ob er als Selbstbezeichnung oder Fremdbezeichnung verwendet wird. Als Donald Trump Hillary Clinton im Wahlkampf regelmäßig als Hexe beschimpfte, war das nichts anderes als eine fiese Beleidigung. Und wenn wir uns an die bereits erwähnte “Wasserprobe” zurückerinnern, ist es eben gerade die Fremdbezeichnung, die so viele Menschen (nicht nur, aber zu 75 bis 85 Prozent Frauen) zu Zeiten der Hexenverfolgungen das Leben gekostet hat.

In Europa wird die Zahl der als Hexen Hingerichteten zwischen 1.500 und dem Ende des 18. Jahrhunderts laut aktuellen Studien auf 50.000 bis 200.000 Menschen geschätzt. Zur Fremdbezeichnung diente dafür der “Hexenhammer” (Malleus Maleficarum), ein frauenfeindliches Buch aus dem Jahr 1486 vom Theologen Heinrich Kramer, das neben der Bibel als erstklassiges Hexenjagd-Handbuch auf keinem Richtertisch fehlen durfte. Darin wurden Mythen verbreitet, dass Frauen einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten, Säuglinge ermordeten, Hagelstürme heraufbeschworen, Gedanken kontrollierten, Männer impotent machten und vieles mehr. Klingt nach Märchenstunde? Ja, genau. Das Bild der bösen Hexe wurde in Märchen, Legenden, Kunstwerken und später in Filmen und anderen Medien immer weiter reproduziert, sodass wir noch heute mit den Auswirkungen zu tun haben.

Doch jetzt mal Märchenstunde beiseite, was hatten diese Menschen und besonders Frauen* denn tatsächlich gemeinsam? Warum waren sie für das aufstrebende Patriarchat so eine Horrorvorstellung? Sie waren vor allem selbstständig (oft unverheiratet oder verwitwet), sie kannten sich meist mit Kräuterheilkunde aus oder arbeiteten als Hebammen und waren somit, wenn ihre Behandlungen gut liefen, eine drohende Konkurrenz zu den männlichen Ärzten. Wenn sie einer Person nicht helfen konnten, waren sie wiederum die perfekten Sündenböcke für alles – vom plötzlichem Kindstod über Fehlgeburten bis hin zu Impotenz.

Moderne Hexen bezeichnen sich selbstbewusst als Hexen, um den Begriff zurückzuerobern und umzudeuten. Das Klischee der verschrobenen Katzenfrau und vieles mehr ist heute aber noch sehr präsent.

Auch wenn Hexen in diesem Sinne heute (zumindest bei uns in Europa – in einigen Ländern auf der Welt geschieht das immer noch) nicht mehr verfolgt, gefoltert und ermordet werden, so hat diese traumatische Geschichte bis heute einen großen Einfluss auf das Leben von Frauen*, queeren Personen, alten Menschen und anderen Randgruppen in unserer Gesellschaft. Das Klischee der verschrobenen Katzenfrau und vieles mehr ist heute noch sehr präsent. Auch die Angst für unsere Rituale und Praktiken belächelt zu werden und als “verrückt” abgestempelt zu werden, sitzt tief.

“Hexe” als Selbstbezeichnung

Doch was passiert, wenn wir den Spieß umdrehen? Moderne Hexen lassen sich auf diese Mission ein und bezeichnen sich selbstbewusst als Hexen, um den Begriff zurückzuerobern und umzudeuten. Denn was ist jetzt noch gleich eine Hexe? Eine unabhängige Person, die selbstbestimmt über ihre Beziehungen, ihre Sexualität, ihren Lifestyle bestimmt. Eine Person, die mobil und frei ist und sich mit Verbündeten zusammenschließt (dafür muss sie ihren Freund*innenkreis oder ihre Wahlfamile nicht als Coven bezeichnen, kann sie aber natürlich, wenn sie Bock drauf hat). Sie nutzt Rituale, ihre Worte, Selfcare, Kräuter und viele andere Tools, um sich und andere zu empowern und sich für ihre Überzeugungen einzusetzen und sich nicht vom Patriarchat auf der Nase herumtanzen zu lassen.

Kartenlegen gehört zu Hannahs festen Ritualen.

Jedes Mal, wenn du dich als Hexe vorstellst, wirst du zum überdimensionalen Post-it, das an die Schicksale der verfolgten Hexen und die grausame Historie erinnert.


Pop-Hexen, wie Lana Del Rey, Lorde und Azealia Banks gehen mit starkem Beispiel voran und bezeichnen sich selbst als Hexen und setzen damit feministische Statements. In einer der letzten Folgen des Podcats “Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood” von den Zwillingsbrüdern Bill und Tom Kaulitz von „Tokio Hotel“ teilt Bill, dass er schon immer eigentlich eine Hexe sein wollte und “der Hexenclub” sein absoluter Lieblingsfilm ist. Dazu möchte ich sagen: Bill, ich habe gute Neuigkeiten für dich, du kannst jederzeit Hexe werden!

Ehrlich gesagt vermute ich, dass er bereits eine Hexe ist, sich nur selbst noch nicht so bezeichnet, weil er vielleicht nicht ahnt, dass diese Entscheidung bei ihm liegt und eben nicht in der Fremdbezeichnung. Mit seinen glamourösen Outfits stellt er seine Wandelbarkeit – eine der Superpowers von Hexen – und eine große Portion „Glamour Magick“ regelmäßig unter Beweis. Und egal, ob du jetzt Fan der Musik von „Tokio Hotel“ bist oder nicht, erschafft er mit seiner Musik immer wieder Magie, die Menschen bewegt. Durch seine Andersartigkeit weiß er vermutlich nur zu gut, wie sich Beleidigungen, Ausgrenzung und Fremdbezeichnungen anfühlen und scheint für sich einen Weg gefunden zu haben seine eigene Kraft heraufzubeschwören und sich nicht unterkriegen zu lassen.

Du selbst entscheidest, ob du dich als Hexe fühlst und dich so bezeichnen möchtest. Das ist übrigens völlig unabhängig von deinem Gender.

Hannahs Hexen-Buddy Olav.


Du selbst entscheidest, ob du dich als Hexe fühlst und dich so bezeichnen möchtest. Das ist übrigens völlig unabhängig von deinem Gender! Wichtig ist nur, dir bewusst zu machen, dass diese Bezeichnung immer ein Privileg ist und der Begriff eine gewisse Macht und Stärke in sich trägt. Jedes Mal, wenn du dich als Hexe vorstellst, wirst du zum überdimensionalen Post-It, dass an die Schicksale der verfolgten Hexen und die grausame Historie erinnert. Oft irritiert der Begriff dein Gegenüber, löst Ängste aus oder Verwirrung. Der Begriff ist quasi magisch, denn er funktionert als selbstermächtigendes Statement und gleichzeizig oft als Conversation Starter, um über die Bedeutung von Hexen zu sprechen. Hierfür ist es neben der geschlichtlichen Bedeutung essentiell, dass du für dich persönlich herausfindest, was der Begriff bedeutet. Zur Orientierung und Inspiration habe ich hier eine kleine Übersicht von verschiedenen Hexen, die es heutzutage gibt. Vielleicht erkennst du dich in der ein oder anderen Hexenart ja wieder.

Hannah hat das schönste verglaste Wohnzimmer – hier geht’s zur femtastics-Homestory, die wir vor zwei Jahren geshootet haben.

Hexenarten

Die Kräuterhexe kennt sich mit der Pflanzenheilkraft aus: Teemischungen, Aromatherapie, Yoni Steaming, hier ist sie in ihrem Element. Vielleicht hat sie auch einen grünen Daumen oder kann Pflanzen in der Natur bestimmen.

Die Kitchen Witch ist quasi der Foodie unter den Hexen. Ihr magisches Medium ist das Zubereiten von Getränken und Speisen. Sie experimentiert gern beim Kochen, verzaubert Freund*innen mit ihren Kreationen und kennt sich mit Superfoods und Co. aus.

Glamour Magick ist das Handwerk der Fashionistas unter den Hexen. Sich anzuziehen und ihr Outfit zu komponieren ist für sie wie ein Ritual, dass ihre Kraft heraufbeschwört. Kleidung, Make-up, Frisuren und Accessoires nutzt sie zur Verwandlung, als Kommunikationsmittel und um ihre Stimmung zu verzaubern.

Die Traditionshexe ist quasi schon als Hexe geboren. Sie kommt aus einer Familie, in der Mutter, Oma oder andere Familienmitglieder Hexen sind oder waren und hat häufig schon als Kind Kontakt zu Praktiken der Hexenkunst gehabt. Heilsteine, Kräuter, ätherische Öle, Tarotkarten. Kommt dir hiervon etwas aus deiner Kindheit bekannt vor?

Den spirituellen Aspekt, den die Hexenkunst mit sich bringt, lebt die religiöse Hexe im Rahmen oder in Kombination mit ihrer Glaubensrichting. Du kannst muslimische, jüdische, hinduistische, christliche oder sonst was für eine Hexe sein. Es gibt sogar eine (in den USA anerkannte) Hexenreligion namens „Wicca“. Im Sinne des Neuheidentums verehrt diese Religion gleichermaßen ein Duo aus Gott und Göttin.

Es gibt aber auch pagane Hexen, die mit den Jahreszeiten leben und die Natur verehren (Heidentum) ohne sich als „Wicca“ zu identifizieren. Ein Leitgedanke ist hier das Prinzip “As above so below”. Die naturverbundene Hexe feiert deswegen oft Jahreskreisfeste, wie Mittsommer und die Rauhnächte, sie verbindet sich für ihre Rituale mit den Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer, versteht den Menstruationszyklus als Teil der Natur oder interessiert sich für Astrologie und den Mondzyklus.

Die politische Hexe ist überzeugte Feministin, nutzt ihre Hexenkunst, um sich immer wieder zu bestärken und nicht unterkriegen zu lassen und würde das Patriarchat am liebsten in einen Frosch verhexen. Sie polarisiert bewusst mit dem Begriff der Hexe und kämpft dafür ihn zurückzuerobern und umzudeuten. Statt klassischer Zaubersprüche schreibt sie oft Demoschilder und schreit ihre Überzeugungen ins Universum, um auf Ungerechtigkeiten hinzuweisen und die Gesellschaft zu verändern.

Eine Eclectic Witch ist eine Hexe, die ganz verschiedene dieser Eigenschaften und Elemente für sich zusammen puzzelt, sich neue Rituale kreiert und ihre Magie so lebt und gestaltet, wie sie es eben möchte.

Ganz egal, was für eine Art Hexe du bist oder sein möchtest, du kannst deine Magie für dich alleine oder zusammengeschlossen in einem Hexenzirkel (Coven) praktizieren.

Ja, ich bezeichne mich heute als Hexe. Allerdings trifft keine der Kategorien 100% auf mich zu. Mich als Hexe zu bezeichnen ist für mich aber vor allem ein feministisches Statement.

„Hexe“ als feministisches Statement

Du siehst, es gibt unendlich viele Möglichkeiten eine Hexe zu sein. Wenn du eine Hexe sein willst, dann sei es. Unsere Welt kann mehr Hexen gebrauchen. Um die ursprüngliche Frage meiner inneren Carrie Bradshaw zu beantworten: Ja, ich bezeichne mich heute als Hexe. Allerdings trifft keine der Kategorien 100% auf mich zu. Ich nutze Pflanzenheilkunde, habe aber leider keinen sonderlich grünen Daumen, sodass mir regelmäßig alle Balkonpflanzen eingehen. Mode ist mir wichtig und ich betreibe „Glamour Magick“ als Ausdrucksform, als Ritual der Selfcare und um Dinge in Existenz zu spüren. Mich als Hexe zu bezeichnen ist für mich aber vor allem ein feministisches Statement und ein Türöffner in Gespräche über die Verbindung von Feminismus, Magie und Natur. Mittlerweile fühle ich mich sehr wohl damit und ich genieße den Moment mich als Hexe zu “outen”, denn nichts bringt einen hetero-normativen, männlichen Gesprächspartner so sehr aus der Fassung, wie zu erwähnen, dass du eine Hexe bist. Die häufigste Rückfrage bisher war ein irritiertes “Hast du Hexe gesagt?” Bei denen, die etwas schneller schalten, kommt dann oft ein zögerliches “aber eine gute, oder?”. Die meisten Frauen* reagieren dagegen oft mit Neugier, Bewunderung, Begeisterung und teilen ihre Vermutung mit mir eigentlich auch Teil des Hexenklubs zu sein.

Mir liegt das Thema also sehr am Herzen, warum es hier ab jetzt monatlich mehr magisch, feministische Hexenthemen geben wird. Mehr zum Thema Hexen findet ihr auch in meinem Buch “Everyday Magic”.


Fotos: Hannah Krutmann für femtastics

1 Kommentar

  • Sophia sagt:

    Ich habe innerlich in einem letzten Teil des Artikels das Wort „Hexe“ mit dem Wort „Frau“ ersetzt.
    Dieser Teil liest sich dann so:
    „Mich als Frau zu bezeichnen ist für mich aber vor allem ein feministisches Statement und ein Türöffner in Gespräche über die Verbindung von Feminismus, Magie und Natur. Mittlerweile fühle ich mich sehr wohl damit und ich genieße den Moment mich als Frau zu “outen”, denn nichts bringt einen hetero-normativen, männlichen Gesprächspartner so sehr aus der Fassung, wie zu erwähnen, dass du eine Frau bist. Die häufigste Rückfrage bisher war ein irritiertes “Hast du Frau gesagt?” Bei denen, die etwas schneller schalten, kommt dann oft ein zögerliches “aber eine gute, oder?”. Die meisten Frauen* reagieren dagegen oft mit Neugier, Bewunderung, Begeisterung und teilen ihre Vermutung mit mir eigentlich auch Teil des Frauenklubs zu sein.

    Mir liegt das Thema also sehr am Herzen, warum es hier ab jetzt monatlich mehr magisch, feministische Frauenthemen geben wird. Mehr zum Thema Frauen findet ihr auch in meinem Buch “Everyday Magic”.“
    Mir scheint, dass der Text auf diese Weise auch stimmig ist. Das Wort „Hexe“ entstand aus Angst vor Frauen, wird als Schimpfwort für unabhängige, selbstbewusste Frauen benutzt und beide Wörter machen Männern heute noch Angst.

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