Themenwoche #42 | Schlafen: 10 Tipps für den besten Schlaf deines Lebens

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Diese Woche widmen wir uns dem Thema Schlafen – mit den schönsten Accessoires, den besten Schlaf-Tipps und testen außerdem ein neuartiges Matratzen-Konzept. Los geht’s mit den zehn besten Schlaf-Tipps von Christina Gabriel, spirituelle Mentorin und Inhaberin von Retreat Berlin, die wir hier schon Zuhause besucht und interviewt haben. Sie bietet Sessions und Coachings rund um die Themen Selbstfindung, große Lebensfragen und persönliches Glück an und ist gerade erst von Berlin nach New York gezogen.

Wusstest du, dass jeder Zweite in Deutschland Schlafprobleme hat? Jeder Zweite! In diesem Fall leiden also entweder du oder ich unter unruhigen Nächten – unbeabsichtigt versteht sich.

Es mag am alltäglichen Stress liegen, am fehlenden Rhythmus, den Hormonen, an Sorgen oder schlichtweg an Aufregung. Ältere Menschen leiden übrigens häufiger an Schlafstörungen als Jüngere. Doch egal, was der Auslöser ist, zum Glück gibt es Lösungen, mit denen du deinen Schlaf optimieren kannst und dir eine ruhige Schlafzone zuhause einrichtest.

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Vor einem Jahr haben wir die spirituelle Mentorin Christina Gabriel in ihrer hübschen Wohnung besucht – damals noch in Berlin.

1) Detox fürs Schlafzimmer

Ich persönlich schlafe in Zimmern, die klar, hell und aufgeräumt sind am besten. Je weniger Dekokram und Elektrogeräte im Schlafzimmer sind, desto besser. Studien besagen, dass TV,  Kabel und Mehrfachsteckdosen mit ihrem Elektrosmog den Schlafrhythmus beeinflussen und stören. Wer abends noch stundenlang im Bett Fernsehen schaut und in helles Licht starrt, trainiert das Gehirn zu Wachaktivitäten am Abend. Schlafengehen und Aktivität passen aber nun mal nicht zusammen. Damit sind Thriller und Actionfilme gemeint, Sex ist natürlich erlaubt und sogar förderlich für einen erholsamen Schlaf.

Also, kick noch heute alles raus, was von einem sanften Schlaf in deinem Schlafzimmer ablenkt. Und ja, dazu gehört auch der Laptop.

Leg dich nicht mit den Sorgen des Tages ins Bett!

2) Von der Anspannung zur Entspannung

Vom Jobstress direkt durch nach Hause, noch schnell was zu abend essen und dann husch husch ins Bett? Ganz schlechte Idee. Ich sage meinen Klienten immer wieder: Leg dich nicht mit den Sorgen des Tages ins Bett!
Viel besser: Noch mal ´nen kurzen Pitstop zur Entspannung einlegen. Lege dich dazu flach mit dem Rücken auf den Boden – nutze am besten eine Yogamatte oder Decke als Unterlage. Nimm dir einige Minuten Zeit, um einfach nur zu atmen. Bewusste Ein- und Ausatmung. Gedanken, die kommen, lässt du einfach weiterziehen. Konzentriere dich vollends auf deine Atmung. Wenn du spürst, dass du noch an etwas vom Tag festhängst, gib diesem Erlebnis und deinen Gefühlen entsprechend Raum. Lass deine Emotionen da sein und atme durch die Anspannung, die Wut, die Unsicherheit – was auch immer sich für dich zeigt. Dann spann für einige Atemzüge deinen gesamten Körper an. Wirklich jeden Muskel vom Gesicht bis zu deinen Füßen. Lass deinen Körper die Energie der Anspannung ganz bewusst fühlen.

Wenn du zulässt und annimmst, kann sich die Energie wandeln. Wichtig ist, dass du dabei weiter bewusst atmest und den Atmen nicht anhältst. Danach entspanne deinen Körper und schüttele Arme und Beine noch einmal aus. Schließe die Übung mit einigen bewussten Atemzügen ab.

3) Tick-Tack: Dein persönliches Schlafsignal

Je besser dein Schlaf-Wach-Rhythmus ist, desto leichter wird sich dein Körper auch auf diese Phasen einstellen. Das heißt, auch am Wochenende solltest du den Wecker um die gleiche Zeit stellen. Wenn du nun genervt aufstöhnst, sei dir Gewiss: Dein Körper wird es dir danken. Die Veränderung lässt einfach nur deine Vernunft durchgehen, schließlich ist das Wochenende zum Ausschlafen da, oder?!

Die Wahrheit ist: Das Wochenende und jeder andere Tag sind dazu da, das Beste für dich rauszuholen. Also erlaube dir, zu experimentieren und offen dafür zu sein, was dir wirklich gut tut. Eine Probewoche kann doch nicht schaden, oder?

4) Gönn dir ein Duftexperiment

Bevor ich ins Bett gehe, gibt´s immer ein paar Spritzer beruhigendes Lavendelspray. Ich liebe den Duft und entspanne mittlerweile quasi schon automatisch! Auch das kann man sich antrainieren, wenn es zu einem Ritual wird. Vielleicht bietet sich auch eine Duftkerze an, um die richtige Stimmung zu erzeugen. Versuche es und mache dein Schlafzimmer zur Zen-Ruhezone.

Übrigens ist es ein altes Hausrezept, einen Apfel neben das Bett zu legen – der Duft soll ebenfalls entspannen. Kostengünstig und einfach zu testen.

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Zum Wohlfühlen: Christinas Schlafzimmer

5) Kuschelige Schlafpartner

Wärmflasche, Schlafsocken, Schlafbrille, Einschlummermusik: Es gibt so viele wunderbare kleine Helfer, die du auf jeden Fall auch nutzen solltest. Ebenso wichtig: Das richtige Kissen. Mein Schlaf hat sich völlig verändert, nachdem ich mir antrainiert habe, auf dem Rücken zu schlafen und mir ein Tempur-Kissen zulegte.

Ich war lange Zeit skeptisch und hätte nie gedacht, dass es so einen Unterschied macht. Doch für mich ist der Vorher-Nachher-Effekt deutlich spürbar. Eine Investition, die sich richtig gelohnt hat.

6) Abhilfe für kalte Füße

Leidest du abends auch oft unter kalten Füßen? Gönn dir im Bett eine kleine Fußmassage oder vorab ein Fußbad mit etwas Kokosöl, rubbel deine Füße warm und warte nicht darauf, dass es ein Märchenprinz tut.

7) Plane deinen Morgen

Am Abend schon einmal den nächsten Morgen durchzugehen, ist super hilfreich und fördert die innere Entspannung. Statt das Gedankenkarussel kreisen zu lassen, schreibe lieber auf, was dich beschäftigt, dich nervt, deine Aufmerksamkeit fordert und halte deine To-Do´s für den kommenden Tag fest. Am Besten legst du dir einen hübschen Block und Stift ans Bett, um das zu einem Ritual werden zu lassen. Plane auch etwas ein, das dich motivert, worauf du dich morgens freuen kannst.

Aus dem Kopf aufs Papier – danach kannst du gedanklich auf Ruhemodus schalten.

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8) Aus dem Bett gehüpft

Zwei neue Elemente für den idealen Morgen: Tausche dein Handy gegen einen richtigen Wecker – ohne Schlummertaste. Ich nutze diesen Klassiker, den ich schon seit meiner Kindheit habe und der mich auch um die Welt begleitet.  Zweitens: Der Wecker steht nicht direkt neben dem Bett sondern so, dass du dich richtig bewegen musst, um ihn auszuschalten. Das wird deinen Start in den Morgen verändern. Glaub mir.

Außerdem sorge schnell für Tageslicht, das hilft super beim wach werden und gibt dir ´ne extra Portion Energie.

9) Dein ideales Schlafpensum

Wie viel Schlaf brauchst du wirklich? Ich dachte lange Zeit, ich müsste mich zu einem langen Schlaf hintrainieren. Doch egal, wie viel Disziplin ich nutzte, mein Körper will etwas anderes. So richtig erholsam und gut schlafe ich, wenn ich gegen 22:30 Uhr im Bett bin und morgens von alleine gegen 5 Uhr aufwache. Das ist der Rythmus meines Körpers. Wenn ich abends lange mache, wache ich entsprechend später auf – und fühle mich gerädert und unentspannt.

Beobachte, wie deine innere Uhr tickt und ob du aktuell eher der Typ Lerche oder Eule bist. Du bist es Wert herauszufinden, was stimmig für dich ist.

10) Das richtige (Traum)Klima

Es gibt eine Idealtemperatur für gesunden Schlaf. Doch was bringt dir nun eine Gradzahl? Sorge lieber noch einmal für richtig viel frische Luft vor dem Schlafen. Einfach noch einmal das Fenster komplett öffnen, während du die Zähne putzt.

Wenn du öfters wild träumst oder stetig wiederkehrende Träume hast, schau doch einmal auf einer dieser Seiten für Traumdeutung nach. Vielleicht hilft dir die Beschreibung in Zukunft, entspannter zu träumen.

Experimentiere und teste aus, was gut für dich funktioniert. Sei offen dafür, Neues auszuprobieren. Die Tipps unterstützen dich dabei, entspannter ins Bett zu gehen und entspannter aufzustehen. Mach dein eigenes Ding daraus und gib dir und deinem Körper etwas Zeit dafür.

 Sweet dreams und Herzensgrüße, Christina

Noch mehr tolle Artikel von Christina rund ums Wohlfühlen, alternative Heilmethoden, Ernährung, das Leben in New York und viel Inspiration findet ihr bei Retreat Berlin. (Ab Mai auch englischsprachig!)

Hier findet ihr Christina:

Fotos: Marlen Mueller

 

 

7 Comments

  • Anna sagt:

    Tolle Tipps! Vorm Schlafengehen Tagebuch schreiben hilft auch total. Einfach alle Gedanken (oder ToDos) niederschreiben damit einem nicht mehr so viel im Kopf rumspukt. (y)

  • Sysa sagt:

    sehr schön! Aber: woher ist denn das tolle Bett?
    Ich suche nämlich gerade auch ein schlichtes – am besten mit Stauraum. Viellicht wird das ja auch Teil eurer Themenwoche? :)

  • Lisa van Houtem Lisa van Houtem sagt:

    Das bringen wir sofort bei Christina in Erfahrung und melden uns noch mal bei dir!
    Liebe Grüße!

    • Lisa van Houtem Lisa van Houtem sagt:

      So Sysa, das Bett ist von BoConcept aus einer alten Kollektion mit Schubladen zur Aufbewahrung darunter – schreibt uns Christina gerade. Wir hoffen, das hilft weiter!
      Liebe Grüße,
      Lisa

  • Sysa sagt:

    Danke!
    Und argh, „alte Kollektion“ kling leider gar nicht gut…
    Liebe Grüße!

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