Themenwoche: Cradle to Cradle | das C2C-Prinzip

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Diese Woche dreht sich bei uns alles um Nachhaltigkeit – genauer gesagt, um das Cradle-to-Cradle-Prinzip und wie es unser Konsumverhalten umweltfreundlicher machen kann. Den Launch des ersten Cradle-to-Cradle-T-Shirts bei C&A nehmen wir zum Anlass, Cradle to Cradle genauer unter die Lupe zu nehmen und einen Blick in eine nachhaltigere Modezukunft zu werfen. Außerdem verlosen wir drei C2C-T-Shirts nach Wahl. Doch zunächst das Basiswissen: Was ist Cradle to Cradle eigentlich?

 

Im natürlichen Kreislauf gibt es keinen Müll. Alles, was entsteht, zerfällt auch wieder und wird wieder Teil des biologischen Kreislaufs.

Was ist C2C?

Das Vorbild des Cradle to Cradle-Prinzips (auf Deutsch: von der Wiege zur Wiege), auch genannt Ökoeffektivität, ist die Natur. Im natürlichen Kreislauf gibt es keinen Müll, alles, was entsteht, zerfällt auch wieder und wird wieder Teil des biologischen Kreislaufs. Das Prinzip des Cradle to Cradle-Gedankens ist: Abfall ist Nahrung. Anders gesagt: Abfall lässt sich wieder verwerten, weder Energie noch Material werden verschwendet. Dabei wird zwischen zwei Kreisläufen, die die tolle Illustratorin Stefanie Rittler für uns skizziert hat, unterschieden:

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Der Biologische Kreislauf umfasst Materialien, die gesundheitsverträglich und kompostierfähig sind und dadurch am Ende ihrer Nutzung als biologische Nährstoffgrundlage neues organisches Wachstum ermöglichen. Zum Beispiel Textilien aus Bio-Baumwolle oder Papier.

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Der technische Kreislauf bezieht sich auf Materialien wie z.B. Metalle oder Kunststoffe, die als Primärrohstoffe begrenzt zur Verfügung und in Anbetracht der zunehmenden Knappheit sowie steigendem Konsum in technischen Kreisläufen zirkulieren sollten. Produkte sollten so hergestellt werden, dass sich alle verwendeten Materialien wieder voneinander trennen und recyceln lassen. Mehr dazu lest ihr auf der Website des Cradle to Cradle e.V..

 

Woher kommt der Begriff?

Den Begriff Cradle to Cradle (kurz C2C) haben der deutsche Chemiker Michael Braungart und der US-amerikanische Architekt William McDonough in ihrem 2002 erschienenen gleichnamigen Buch begründet. Ihr Leitgedanke: das Vorbild des natürlichen Kreislaufs lässt sich in Form von biologischen und technischen Rohstoffkreisläufen auf die industrielle Güterproduktion übertragen. Auch hier muss es möglich sein, ohne Abfall zu produzieren, nachhaltig und ressourcenschonend. Jedes Produkt lässt sich wiederverwenden, sofern es entsprechend gemacht wurde. Wenn ihr mehr zum Thema erfahren wollt, könnt ihr William McDonoughs YouTube-Kanal folgen.

 

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William McDonough bei der Präsentation der C&A Cradle-to-Cradle-T-Shirt-Kollektion. Foto: C&A

 

Sei besser, nicht nur weniger schlecht. Wir alle werden daran arbeiten müssen und es wird ewig dauern – aber genau darum geht es.

William McDonough

 

Wer setzt sich dafür ein?

Es gibt bereits eine Reihe von Unternehmen, die industriell nach dem C2C-Prinzip produzieren. Organisationen wie der C2C e.V. setzen sich dafür ein, diese nachhaltige Produktion weiter zu verbreiten und über sie zu informieren, u.a. mit einem jährlichen Cradle to Cradle Kongress. Das unabhängige Cradle to Cradle Products Innovation Institute hat ein Zertifikat ins Leben gerufen, das Produkte auszeichnet, die nach den C2C-Prinzipien produziert wurden und listet die entsprechenden Produkte auf seiner Website auf – vom Spülmittel (z.B. Frosch) übers Shampoo (Aveda) bis zum T-Shirt (die neue C&A C2C-Kollektion).

 

Illustrationen: Stefanie Rittler für femtastics

 – in Zusammenarbeit mit C&A –

 

 

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