"Gründen, sichtbar werden, wachsen" – der Gründungs-Guide von "Businettes"

Bei der Gründung eines Unternehmens – egal, ob als Startup, kleines Team oder Soloselbstständige – gibt es viel zu beachten. Jeden Tag tauchen neue Fragen und Aufgaben auf: Vom Businessmodel und der Finanzierung über Markenschutz und Verträge, Branding und Marketing, Steuern und Versicherungen bis zum Wachstum und dem sinnvollen Einsatz von KI.
Antworten liefert der interaktive Guide "Gründen, sichtbar werden, wachsen" von Claire Siegert und Victoria Arnhold, den die Gründerinnen des Female Founders-Netzwerkes "Businettes" zusammen mit "Adobe" entwickelt haben. Der sogenannte PDF Space in "Adobe Acrobat" liefert strukturiertes Wissen und smarte KI-Unterstützung für Gründer*innen. Wir sprechen mit Claire und Victoria über die wichtigsten Tipps für Gründer*innen und wie ihr Guide Arbeit abnimmt.
Partner dieses Beitrags ist "Adobe" mit den PDF Spaces in "Adobe Arcobat". In PDF Spaces lassen sich unterschiedliche Dateien und Dokumente sammeln und, dank des integrierten KI-Assistenten, durchsuchen, überprüfen und bearbeiten. Wenn man mehrere Dokumente hinzufügt, erhält man schnell Antworten, Zusammenfassungen und Überarbeitungen und kann so Projekte zügiger voranbringen. Und: Man kann einen kompletten KI-Workspace mit seinem Team teilen, anstatt sich durch Zip-Dateien oder Ordnerzugriffe zu kämpfen.
"Unser Ziel ist es seit Anfang an, den Gender Gap im Startup-Ökosystem zu schließen oder dazu beizutragen, dass sich die Situation verbessert."
femtastics: Was ist "Businettes" und woher kommt eure Expertise rund ums Gründen?
Claire Siegert: Mittlerweile sind wir eine der führenden Gründer*innen-Communitys in Deutschland, Großbritannien und Frankreich mit Online-Angeboten rund ums Gründen, aber auch Events in vielen verschiedenen Städten.
Unser Ziel ist es seit Anfang an, den Gender Gap im Startup-Ökosystem zu schließen oder dazu beizutragen, dass sich die Situation verbessert. Denn Innovationen sollten natürlich aus diversen Startups kommen.
Victoria Arnhold: Uns war es immer sehr wichtig, dass wir Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenbringen, zum Beispiel aus Finanzierung, Buchhaltung, Steuern, Marketing. Mit ihnen zusammen bieten wir verschiedene Formate wie unsere "Businettes Academy" an. Das sind Webinare zu gründungsrelevanten Themen. Und so haben wir über die letzten sieben Jahre eine riesige Online-Bibliothek für Gründer*innen aufgebaut.
Was ist die Idee hinter eurem Gründungs-Guide “Gründen, sichtbar werden, wachsen”?
Claire: Unser PDF Space in "Adobe Acrobat" bündelt all unser über die Jahre angesammeltes Wissen, übersichtlich und leicht zugänglich.
Victoria: In den Guide sind auch Insights aus unserer Community eingeflossen, weil wir über die Jahre gelernt haben, welche Fragen und Themen Gründer*innen wirklich wichtig sind.












Der Gründungs-Guide "Gründen, sichtbar werden, wachsen" von "Businettes" in einem PDF Space von "Adobe Acrobat"
Der Gründungs-Guide "Gründen, sichtbar werden, wachsen" von "Businettes" in einem PDF Space von "Adobe Acrobat"
Der Gründungs-Guide "Gründen, sichtbar werden, wachsen" von "Businettes" in einem PDF Space von "Adobe Acrobat"
Der Gründungs-Guide "Gründen, sichtbar werden, wachsen" von "Businettes" in einem PDF Space von "Adobe Acrobat"
An wen richtet er sich?
Victoria: An alle, die sich selbstständig machen möchten, egal ob Startup-Gründer*innen oder Soloselbstständige. Deshalb ist unser Guide nicht auf Wissen rund um Startup-Gründung beschränkt. Es finden sich sowohl Informationen zu Angel Money und Pitchdecks als auch andere Themen wie Marketing, Akquise oder Steuerliches, die für alle Gründer*innen relevant sind.
Lasst uns von vorne starten: Sagen wir, ich habe eine Idee für eine Gründung – was sollten die nächsten bzw. die ersten wichtigen Schritte sein?
Victoria: Ganz wichtig ist es, den "Product Market Fit" zu prüfen. Also zu belegen, ob es für das Produkt, das man entwickeln möchte, auch tatsächlich eine Nachfrage gibt. Und ob man selbst oder das eigene Team auch wirklich die Personen sind, die dieses Produkt oder diesen Service entwickeln sollten. Das ist für uns die Basis von allem. In unserem Guide wird das in Kapitel 1, "Gründung, Pitch und Fundraising", behandelt. Auch, wenn man ohne Fundraising gründet, ist das relevant. Denn unabhängig davon, ob man in einem Startup, nebenberuflich oder soloselbstständig gründet, muss man seine Idee immer wieder pitchen.
Gerade am Anfang ist es sehr wichtig, mit der Idee nach draußen zu gehen. Man sollte nicht den Fehler machen, im stillen Kämmerlein zu arbeiten und zu versuchen, alles zu perfektionieren, bevor man die Idee mit anderen teilt. Viel sinnvoller ist es, Feedback einzuholen und die Idee am Markt zu testen. Deshalb sollte man in jedem Fall seinen Pitch drauf haben und sich vermarkten können. Dabei geht es auch darum, sich selbst als Gründer*in sichtbar zu machen. Auch dazu gibt es ein Kapitel in unserem PDF Space.
Eure eigenen Erfahrungen mit dem Gründen sind auch in den Guide eingeflossen. Was sind rückblickend eure wichtigsten Erkenntnisse?
Victoria: Für uns war die Community sehr wichtig. Wir haben erst eine Plattform für Gründungswissen geschaffen. Und von der Nachfrage unserer Nutzer*innen gelernt. Die haben sich Möglichkeiten für Gründer*innen gewünscht, sich zu vernetzen und persönlich auszutauschen. Dadurch haben wir gemerkt, wie wichtig es ist, zu pivotieren, also unser Geschäftsmodell der Marktnachfrage anzupassen. So haben wir "Businettes" von einer reinen Plattform zur Community weiterentwickelt.
Wir haben unser Produkt, also unsere Webinare und Events, in den vergangenen Jahren ganz stark nach der Nachfrage und den Bedürfnissen unserer Community gestaltet, um wirklich das anzubieten, was sie sich wünscht.
"Man sollte nicht den Fehler machen, im stillen Kämmerlein zu arbeiten und zu versuchen, alles zu perfektionieren, bevor man seine Idee mit anderen teilt."
Apropos Anpassung: Dem Thema KI widmet ihr ein eigenes Kapitel in eurem Gründungs-Guide. Was sind die wichtigsten aktuellen Veränderungen für Gründer*innen im Hinblick auf KI?
Claire: Manchmal denken wir: "Mein Gott, hätte es KI früher schon gegeben, dann wären wir in vielen Sachen viel viel schneller gewesen!". Den eben angesprochenen "Product Market Fit" muss man testen, testen, testen. Das geht dank KI viel schneller. Man kann jetzt zum Beispiel eine Website prompten – früher saßen wir mit unseren limitierten technischen Fähigkeiten Tage lang an einem Website-Entwurf. Die Ausrede "Wir hatten keine Zeit zu testen" gilt jetzt nicht mehr.
Mit unserer jetzigen Gründungserfahrung von knapp sieben Jahren ist es allerdings auch leichter für uns, mit der KI umzugehen, als für Gründer*innen, die noch ganz am Anfang stehen. Weil wir eben schon Workflows haben. Wir haben bestimmte Aufgaben, die immer wieder anfallen, und können die KI entsprechend trainieren. Die KI kann ja aus Luft keine Schlösser bauen, sie braucht die richtigen Prompts.
Victoria: Gerade für weibliche Gründerinnen* kann KI super hilfreich sein. Ich bin nicht nur Gründerin, sondern auch Mutter. Und es ist nachgewiesen, dass Frauen* mit Kindern weniger Zeit für ihre Arbeit zur Verfügung haben als Männer*, die Kinder haben. Das hat etwas mit Mutterschutz zu tun, aber auch mit ungleicher Aufteilung von Care-Arbeit. KI kann insbesondere Frauen* unterstützen, Zeit einzusparen, ihnen Arbeit abzunehmen und Workflows zu verbessern. KI wird deshalb auch bei "Businettes" eine wichtige Rolle spielen. Wir sehen das auch schon an der Nachfrage unserer Community.
Ein weiteres großes Thema für Gründer*innen ist (Wo)Manpower. Meist hat man anfangs keine großen Teams, könnte aber Unterstützung gut gebrauchen. Kann KI Mitarbeitende für Gründer*innen ersetzen?
Victoria: KI kann zum Beispiel virtuelle Assistenzjobs übernehmen und den vorhandenen Mitarbeiter*innen Arbeit abnehmen. Wir denken aber nicht, dass KI Menschen ersetzen kann. Das eigene Team ist wahnsinnig wichtig, gerade für Startups.
Claire: Unsere Events zeigen uns, wie wichtig, bereichernd und motivierend der zwischenmenschliche Austausch ist. Mich persönlich tröstet es viel mehr, wenn ein*e Freund*in mir Mut zuspricht als wenn eine KI das tut. KI hat also zwei Seiten: Wer sich jetzt nicht mit dem Thema beschäftigt, der verpasst etwas, und wir alle sollten uns bemühen, gegen den Gender Gap in der KI anzuwirken. Und auf der anderen Seite funktioniert KI nur im Zusammenspiel mit Menschen.
"KI kann insbesondere Frauen* sehr unterstützen, Zeit einzusparen, ihnen Arbeit abzunehmen und Workflows zu verbessern."
Ihr habt euren Gründungs-Guide in einem PDF Space in "Adobe Acrobat" erstellt. Er beinhaltet einen KI-Assistenten, der sich unterschiedlich nutzen lässt. Was ist daran so praktisch?
Claire: Unser Guide umfasst neun Dokumente mit vielen, vielen Seiten. Wer liest sich das von Anfang bis Ende durch?! Oder wer findet darin ad hoc die Antwort, nach der er sucht? Das Coole an den PDF Spaces von "Adobe Acrobat" ist, dass man super mit ihnen interagieren kann. Du kannst zum Beispiel deine eigenen Dokumente in den PDF Space hochladen: dein Pitchdeck, deine Notizen oder Anderes. Und dann kann der KI-Assistent des PDF Space, der mit unserem Guide verknüpft ist, dir zu deinen Dokumenten Tipps geben. Und er zeigt dir, wo genau in unserem Guide du weitere Informationen zum betreffenden Thema findest.
Was ich auch sehr praktisch finde: Wenn ich keine Zeit habe, kann ich mir Themen oder Kapitel aus dem Guide als Podcast zusammenfassen lassen und anhören, während ich unterwegs bin oder andere Dinge erledige. Und: Man kann sich im PDF Space Notizen machen, sein Team einladen und so zum Beispiel auch Mitarbeiter*innen-Onboardings organisieren. Anstelle von unterschiedlichen Dokumenten, die auf Servern, in einem Drive oder sonst wo liegen, kann man alles in einem PDF Space sammeln und diesen über einen Link zugänglich machen.
Ihr richtet euch mit "Businettes" speziell an Female Founders. Wie hat sich die Female Founders-Landschaft in Deutschland entwickelt?
Victoria: Es gibt immer noch weniger Frauen*, die gründen, als Männer*. Aber wir sehen, dass Female Entrepreneurship viel mehr im Mainstream gelandet ist. Vor zehn oder fünfzehn Jahren war die Founders-Landschaft noch viel männlicher dominiert. Weibliche Gründerinnen* sind sichtbarer geworden und dadurch auch zu Vorbildern. Je mehr Frauen* du siehst, die etwas eigenes auf die Beine stellen, die gründen und dafür auch die Lorbeeren ernten, desto mehr werden auch jüngere Frauen* motiviert zu gründen.
Ein großes Problem sehen wir nach wie vor beim Funding, international. Wir brauchen also auch mehr Investor*innen, die in weibliche Gründerinnen* investieren. Studien bestätigen, dass weibliche Investorinnen*, vor allem als Business Angel, überdurchschnittlich oft in von Frauen* geführte Startups oder gemischte Teams investieren. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass wir in Teams investieren, die uns selbst ähneln und in Lösungen, mit denen wir etwas anfangen können. Viele weibliche Gründerinnen* bewegen sich in den Bereichen Female Health oder Femtech und bieten Lösungen für Themen, die insbesondere Frauen* betreffen. Zum Glück gibt es aber auch immer mehr Initiativen für weibliche Investorinnen*.
Vielen Dank für das Gespräch!
Hier findet ihr "Businettes":
Fotos: "Businettes"
– Werbung: In Kooperation mit "Adobe" –