Wie ich mir meinen Kinderwunsch ohne Partner erfüllt habe
08. Dezember 2020
geschrieben von Anna Weilberg

Wenn ein Kinderwunsch immer größer wird, aber kein passender Partner vorhanden ist, kann der Wunsch zunehmend zur Angst werden. Da die weibliche Fruchtbarkeit – anders als die männliche – ab dem Alter von 30 Jahren sinkt, spüren besonders Frauen, die einen unerfüllten Kinderwunsch haben, häufig eine wachsende Sorge. Dass es unterschiedliche Möglichkeiten gibt, auch ohne Partner schwanger zu werden, ist für viele Frauen dennoch nur eine abstrakte Idee. Für Marie* wurde diese Vorstellung im Alter von 37 Jahren ganz konkret. Sie beschloss, sich mithilfe einer Samenspende und künstlicher Befruchtung ihren Kinderwunsch ohne Partner zu erfüllen – anstatt länger darauf zu hoffen, den passenden Partner für eine Familiengründung zu finden. Heute ist die 40-Jährige Mutter eines knapp 2-jährigen Sohnes und mit ihrem zweiten Kind schwanger. Wir sprechen mit ihr über ihre Erfahrungen und ihren persönlichen Weg.
femtastics: Ab wann wusstest du, dass du gerne Kinder hättest und wann wurde der Kinderwunsch ohne Partner ganz konkret?
Marie: Ich habe mich eigentlich immer mit Kindern gesehen bzw. mir das klassische Familienbild vorgestellt. Das war einfach meine Zukunftsvorstellung für mich. Konkreter wurde es Anfang 30 – bis dahin war ich relativ entspannt. Ich war schon etwas länger Single und begann mir Gedanken zu machen, wie lange es dauern würde, einen passenden Partner zu finden und ihn gut genug kennenzulernen, um gemeinsam eine Familie zu gründen. Als dann weitere Jahre ins Land zogen, ohne ernstzunehmende Beziehung in Sicht, wurde die Angst immer größer.
Ist es eigentlich das Fehlen einer Beziehung, das mich unglücklich macht? Oder ist es die Angst, keine Kinder zu bekommen?
Wann hast du zum ersten Mal darüber nachgedacht, deinen Kinderwunsch ohne Partner umzusetzen, das Thema sozusagen selbst in die Hand zu nehmen?
Irgendwann habe ich mich gefragt: Ist es eigentlich das Fehlen einer Beziehung, das mich unglücklich macht? Oder ist es die Angst, keine Kinder zu bekommen? Ich war ansonsten zufrieden mit dem, was ich hatte. Zwar wünschte ich mir einen Partner, weil es schön ist, sein Leben gemeinsam zu gestalten; aber davon abgesehen ging es mir gut. Ich hatte meinen Job, einen großen Freundeskreis, Familie in der Nähe, … Aber dieser Gedanke, dass es sein könnte, dass ich kinderlos bleibe, der hat mir immer mehr Angst gemacht.
Zufällig bin ich auf eine alte Freundin getroffen, die gerade im Prozess war, über künstliche Befruchtung mit einer Samenspende schwanger zu werden. Als sie mir davon erzählt hat, war es als würde sich eine Tür für mich öffnen. Ich wusste ja abstrakt von dieser Option, aber ich hatte mich damit bislang nicht richtig auseinandergesetzt und hatte es nicht als realistische Möglichkeit für mich gesehen. Plötzlich wurde es konkret, weil da jemand saß, der es macht. Das hat mir die Augen geöffnet.
Wie alt warst du zu diesem Zeitpunkt?
Da war ich 37. Lustigerweise sprach mich kurz darauf meine Mutter an und erzählte mir von einer Bekannten, die über eine Samenspende schwanger wurde. Meine Mutter wollte mir die Idee also auch vorschlagen und ich konnte ihr sagen, dass ich den Gedanken schon habe. Es kam plötzlich von mehreren Seiten.
Wann kam der Zeitpunkt, dass du dich entschieden hast, wirklich diesen Schritt zu gehen – und warum?
Ich hatte dieses Aha-Erlebnis Anfang des Jahres und am Ende des Jahres bin ich 38 geworden. Ich habe mir gesagt, dass ich mir Zeit lasse bis zu meinem 38. Geburtstag, zu entscheiden, ob ich meinen Kinderwunsch ohne Partner umsetzen will oder nicht. Dadurch wollte ich vermeiden, die Entscheidung vor mir herzuschieben. Wobei ich sagen muss, dass es mir nicht schwer fiel, diese Entscheidung zu treffen. Mein Bauchgefühl hat mir schnell gesagt, dass es der richtige Weg für mich ist.
Natürlich habe ich mir darüber Gedanken gemacht, wie es wohl ist, ein Kind als Alleinerziehende großzuziehen … Aber andere Menschen haben es auch geschafft, also werde ich das auch schaffen.
Ich habe mir gesagt, dass ich mir Zeit lasse bis zu meinem 38. Geburtstag, zu entscheiden, ob ich es machen will oder nicht.
Über welche Methoden dafür hast du nachgedacht, welche hast du gewählt und warum?
Ich habe mich informiert, welche Möglichkeiten es gibt – aber ehrlicherweise muss ich gestehen, dass das ziemlich halbherzig war. Kurz habe ich über Co-Parenting nachgedacht. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Konzept für manche Menschen gut funktioniert, aber ich habe für mich gedacht: Wenn ich das schon alleine mache, dann möchte ich es auch so machen wie ich es mir vorstelle und eben genau solche Auseinandersetzungen um Erziehung nicht haben. Ich habe eine relativ konkrete Vorstellung wie ich mir den Umgang mit einem Kind wünsche – und ich kann mir nicht vorstellen, so etwas Persönliches wie mein Kind mit jemandem zu teilen, den ich eigentlich nicht kenne. Es kann auch Vorteile haben, sich nicht noch auf jemand anderen einstellen zu müssen, sondern sich ganz darauf einlassen zu können wie man die Beziehung zu seinem Kind gestaltet. Wie gesagt kann ich aber auch verstehen, wenn man diese Verantwortung nicht alleine tragen möchte.
Die Freundin, die mich überhaupt auf die Idee gebracht hat, war in einer Klinik in Dänemark, die mit einer Samenbank zusammenarbeitet. Und denselben Weg bin ich dann auch gegangen.
Warum in Dänemark?
Ich bin einfach der Empfehlung meiner Freundin gefolgt, weil sie positive Erfahrungen mit der Klinik in Dänemark gemacht hatte. In Deutschland ist eine Befruchtung durch eine Samenspende bei alleinerziehenden Frauen nicht illegal. Dennoch gab es fast keine Klinik, die alleinstehende Frauen behandelt hat. Das Problem war zu dem Zeitpunkt der Unterhaltsanspruch des Kindes. Ich als Mutter kann auf den Unterhaltsanspruch des Kindes nicht verzichten, weil es eben nicht mein Anspruch ist, sondern der des Kindes. Das heißt, wenn der Spender nicht als Vater in Erscheinung treten will, das Kind aber seinen Unterhaltsanspruch geltend machen will, dann könnte es theoretisch die verantwortliche Klinik verklagen – entweder den Namen des Vaters herauszugeben oder, wenn das nicht geht, die Klinik aufzufordern, den Unterhalt zu zahlen. Deshalb haben viele Kliniken in Deutschland, aus Sorge vor diesen Regressansprüchen, gesagt, dass sie das nicht machen.
Für die Voruntersuchungen und das Zyklus-Monitoring war ich trotzdem in einer Kinderwunschklinik in Hamburg. Einige Ärzt*innen in Deutschland waren dem Thema gegenüber total offen, wenn ich auf sie zugegangen bin, andere haben mir sogar gesagt: „Sie wissen, dass das illegal ist?“ – obwohl das eben nicht stimmt.
Gab es auf diesem Weg irgendwelche Hürden?
Ich wollte es so natürlich wie möglich machen, also, dass mir in einer Insemination einfach der Spendersamen eingesetzt wird. Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, ist dabei natürlich nicht so hoch wie bei einer In-vitro-Fertilisation (IVF). Mir wurde empfohlen, mich vorab einmal untersuchen zu lassen, ob es Hinderungsgründe für eine Schwangerschaft gibt, da das ganze Prozedere ziemlich kostspielig ist – allein die IVF kostet schon rund 3.000 Euro, dazu kommen noch die Kosten für Untersuchungen, Medikamente und Spendersamen, sodass es insgesamt schnell um die 5.000 Euro und mehr kosten kann.
Bevor man endlose Versuche startet, sollte man abklären, ob es überhaupt funktionieren kann. Dabei kam bei mir heraus, dass die Wahrscheinlichkeit, auf natürlichem Wege schwanger zu werden, sehr gering ist, weil ein Eileiter verschlossen war. Entsprechend habe ich mich entschlossen, es über IVF zu machen – und das hat, glücklicherweise, direkt beim ersten Mal geklappt. Ich war also ein halbes Jahr nachdem ich beschlossen hatte meinen Kinderwunsch ohne Partner umzusetzen, schwanger.
Ich war ein halbes Jahr nachdem ich beschlossen hatte, diesen Weg zu gehen, schwanger.
Fiel es dir schwer, den “passenden” Samenspender auszuwählen? Nach welchen Kriterien hast du das gemacht?
Ich fand die Vorstellung total schwer. Ich habe mich zunächst einmal durch die Samenbank geklickt, um ein Gefühl dafür zu bekommen wie die Profile aussehen. Diese Samenbanken – das war mir vorher auch nicht klar – sind unheimlich ausgereift. Man kann wählen zwischen anonymen und nicht-anonymen Profilen und dann zwischen kurzen und erweiterten Profilen. Den Spender der anonymen wird man nicht ausfindig machen können, bei den nicht-anonymen Profilen hat das Kind, wenn es 18 Jahre alt ist, die Möglichkeit, den Samenspender über die Samenbank zu kontaktieren.
Das kurze Profil beinhaltet die Stammdaten und Informationen zu Vorerkrankungen. Im erweiterten Profil findet man sehr viel mehr Informationen. Nicht nur Größe, Augenfarbe, Ethnizität, sondern auch Babyfotos der Spender, einen mehrseitigen Fragebogen, in dem sie Fragen über sich beantworten – Beruf, Kindheit, schönstes Urlaubserlebnis, Werte, Beziehung zur Familie, Lieblingsessen, … – eine Auswertung vom EQ, und einen Brief, den die Spender ans zukünftige Kind geschrieben haben. Diesen Brief lesen sie vor, sodass man auch die Stimme hören kann. Zudem beinhaltet das Profil eine Anmerkung einer Mitarbeiter*in und einen Vergleich zu einer bekannten Persönlichkeit – im Sinne von „eher der Boris-Becker-Typ“ oder „eher der George-Clooney-Typ“. (lacht)
Zunächst habe ich nach Kriterien gesucht, die ich persönlich in einem Mann attraktiv finde. Dann bin ich aber dazu übergegangen zu schauen, wer mir vom Typ her ähnelt – damit, für den Fall, dass das Kind eher nach dem Vater kommt, diese Attribute oder Merkmale nicht völlig fremd sind, sondern man sie ebenso mir zuordnen könnte. So habe ich das dann ausgewählt.
Betrachtest du die Person jetzt als „den Samenspender“ oder als „den Vater“?
Anderen Menschen gegenüber nenne ich ihn „den Vater“. Ich denke häufig daran, wann und wie ich das meinem Sohn mitteile. Es ist mir wichtig, dass es ein offenes Thema ist und er die Wahrheit kennt – aber es muss natürlich kindgerecht und passend sein. Was soll er im Kleinkindalter mit dem Begriff „Samenspender“ anfangen? Auf der anderen Seite möchte ich ihn meinem Sohn gegenüber nicht gerne als „Vater“ benennen – denn einen „Vater“ in dem Sinne, was er meint, wenn er danach fragt, hat er nunmal nicht.
Ich tendiere eher dazu, ihm zu sagen, dass er keinen Vater hat. Irgendwann werde ich ihm dann die Details erklären. Und er hat dann ja auch die Möglichkeit, seinen Vater zu kontaktieren, falls er das möchte. Es war mir ganz wichtig, dass er die Option hat. Ich glaube, dass die Frage nach der Herkunft ein ganz anderes Gewicht bekommen kann, wenn man diese Möglichkeit nicht hat.
Zunächst habe ich beim Samenspender nach Kriterien gesucht, die ich persönlich in einem Mann attraktiv finde. Dann bin ich aber dazu übergegangen zu schauen, wer mir vom Typ her ähnelt.
Wie hat dein Umfeld auf deine Entscheidung deinen Kinderwunsch ohne Partner durchzuziehen reagiert?
Total positiv. Ich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht und es hat niemand negativ reagiert. Ich bin in meinem Freundeskreis sehr offen damit umgegangen – alle wussten davon. Die Reaktionen in meiner Familie waren: „Endlich!“ (lacht) Alle konnten meine Entscheidung nachvollziehen und haben sie unterstützt. Auch als der Kleine dann da war, haben alle sehr positiv reagiert. Das war schön.
Ich habe mich von Anfang an dazu entschieden, ganz offen mit dem Thema umzugehen. Ich wollte auch nicht für den Kleinen, dass da irgendein komisches Gefühl, ein „Geheimnis“ oder eine Lüge entsteht. Mein Kind soll nicht das Gefühl haben, es sei irgendetwas komisch oder für mich beschämend daran, wie er entstanden ist.
Klar habe ich mir auch Gedanken darum gemacht, ob es egoistisch ist, ein Kind ohne Vater aufwachsen zu lassen. Darüber habe ich lange nachgedacht. Ja, das etablierte Familienbild sind zwei Elternteile und das Kind bzw. mehrere Kinder. Es ist ja auch nicht so, dass ich dieses Modell von vornherein abgelehnt habe, aber so ist es eben nicht passiert. Und man stellt sich Dinge so häufig anders vor als sie dann letztlich passieren. Man kann ja nicht immer sagen: „Wenn ich das Perfekte nicht bekommen kann, dann mache ich es eben gar nicht.“ – das macht man ja in anderen Bereichen auch nicht.
Ich bin durchaus der Meinung, dass ich auch so ein glückliches Kind großziehen kann, ohne dass es an vielen Dingen fehlt. Dann sind es vielleicht die Onkel oder andere männliche Vorbilder, die ein bisschen die Vaterfigur sein können. Ich denke, das Wichtigste ist, dass man in einem liebenden Umfeld groß wird, und das wird er auf jeden Fall tun. Zumindest an Liebe wird es meinem Kind nicht fehlen und das ist ja eigentlich das Wichtigste, was ein Kind braucht. Und, wer weiß, vielleicht kommt ja auch irgendwann noch jemand dazu, der als Vaterfigur fungieren kann. Dann ist die Reihenfolge eben andersherum als üblicherweise.
Wie managest du jetzt deinen Alltag?
Mein Alltag ist jetzt anstrengender, aber auch schöner. Ich muss aber auch sagen, dass ich viel Unterstützung habe. Meine Eltern und Geschwister leben in unmittelbarer Nähe, dadurch habe ich viel Gesellschaft. Ich fand das erste Jahr mit meinem Sohn sehr schön. Ich habe mich auch voll auf ihn konzentriert. Vielleicht kann es auch ein Vorteil sein, wenn man sich in dieser Zeit nicht noch mit einer Beziehung auseinandersetzen muss. Man hört ja oft, dass das erste Jahr mit einem Kind sehr herausfordernd für Paarbeziehungen ist. Klar ist es anstrengend, weil einem der Schlaf fehlt, und es gibt auch mal Abende, an denen ich denke, es wäre nett, wenn mal jemand Anderes übernehmen könnte, aber im Großen und Ganzen empfinde ich es nicht als stressig. Ich habe allerdings auch noch nicht wieder angefangen zu arbeiten. Es wird mit Sicherheit noch einmal ganz anders, wenn der Arbeitsalltag wieder hinzukommt.
Das wird aber noch ein wenig dauern, da ich nun mit meinem zweiten Kind schwanger bin. Mit zweien wird das ganz sicher noch mal eine ganz andere Herausforderung, da mache ich mir nichts vor. (lacht)
Bist du beim zweiten Kind denselben Weg gegangen und ist es derselbe Samenspender?
Ja, ich hatte mir von Vornherein überlegt, dass ich eventuell gerne zwei Kinder hätte. Ich fand die Vorstellung auch schön, dass mein Sohn ein hundertprozentiges Geschwisterchen bekommt. Hierfür hatte ich etwas von dem Spendersamen reserviert, um sicherzustellen, dass dann auch noch etwas da ist, wenn es soweit sein sollte.
Hast du den Eindruck, dass sich die Situation in Bezug auf die Behandlungen in Deutschland ändert? Wird es in Zukunft einfacher?
Es tut sich gerade etwas. Es gab auch eine gesetzliche Änderung: Für Zeugungen seit dem Juli 2018 greift das „Samenspenderregistergesetz„, das auch die Unterhaltsverpflichtung der Spender ausschließt. Ich kann mir vorstellen, dass es für alleinstehende Frauen nun einfacher wird, auch in Deutschland behandelt zu werden und sie nun nicht mehr nach Dänemark müssen. Interessant ist, dass man – so wie Paare auch – die Kosten von der Steuer absetzen kann, wenn medizinisch belegt ist, dass man auf natürlichem Wege nicht schwanger werden konnte.
Ich glaube wirklich, wenn der Wunsch nach einem Kind so groß ist, dann ist es absolut machbar.
Welche Botschaft hast du an andere Frauen, die sich sehr stark ein Kind wünschen, aber keinen Partner haben?
Mein Rat an sie: mutig zu sein. Ich glaube wirklich, wenn der Wunsch nach einem Kind so groß ist, dann ist es absolut machbar. Ich würde ihnen auch raten, die Entscheidung nicht zu lange aufzuschieben. Denn es wird nicht einfacher, je älter man wird, das ist einfach so. Meine Ärztin hat mir damals sehr deutlich gesagt, dass ich nicht länger warten sollte. Im Nachhinein bin ich sehr dankbar dafür. Ich würde empfehlen, sich einen Zeitpunkt zu setzen, um diese Entscheidung zu treffen: Kann ich ohne Kinder leben oder kann ich nicht ohne Kinder leben?
Für mich war es auf jeden Fall die beste Entscheidung, diesen Weg zu gehen und es ging mir direkt so viel besser, als ich diese Entscheidung getroffen hatte. Ich habe es nicht eine Sekunde bereut. Und ich weiß, was für ein schlimmes Gefühl es ist, wenn man Angst hat, dass sich der Wunsch nach Kindern nicht erfüllt. Für Menschen, die nie in dieser Situation waren, ist es vielleicht schwierig nachzuvollziehen, aber sie sollten versuchen zu verstehen: Ein Kinderwunsch ist nicht vergleichbar mit einem anderen großen Wunsch wie dem nach einer bestimmten Karriere, einem Eigenheim oder sonst etwas – es ist einfach so ein extremes inneres Grundbedürfnis, das kann man nicht beschreiben. Deshalb finde ich es wichtig, dass man sich zumindest nicht von Vorbehalten oder von den Meinungen anderer Menschen davon abhalten lässt, zu versuchen, sich diesen Wunsch zu erfüllen.
Vielen Dank für das offene Gespräch!
– Nachtrag der Redaktion: Die entsprechenden Behandlungen werden mittlerweile auch in Deutschland durchgeführt. –
Foto: istockphoto/ PeopleImages
*Name auf Wunsch der Interviewpartnerin geändert