Female Finance: Neues Jahr, neues Money Mindset!

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28. Januar 2020

„Dieses Jahr kümmere ich mich um meine Finanzen.“ Viele von uns schreiben das Thema Finanzen immer wieder auf die Liste ihrer Neujahrsvorsätze. Häufig übertragen wir es von einem Jahr ins nächste, ohne wirklichen Fortschritt. Oft liegt es daran, dass wir in Wirklichkeit keine Lust haben, uns mit dem Thema zu befassen – und möglicherweise auch nicht wirklich die Notwendigkeit sehen. Schließlich haben wir ja (gefühlt) noch Jahre Zeit, um uns darum zu kümmern.

Zunächst ist es wichtig, dass du wirklich davon überzeugt bist, dass Finanzen ein wichtiges Thema sind.

Dein Unterbewusstsein will Dein Bestes und besorgt Dir darum genau das, wovon Du tief überzeugt bist, dass es gut für Dich ist.

– Bodo Schäfer

Unser Unterbewusstsein kann sehr mächtig sein und unsere aktiven Bemühungen durchkreuzen, wenn wir nicht wirklich davon überzeugt sind, dass unser Handeln gut für uns ist. In Deutschland gibt es viele negative Glaubenssätze, die sich um das Thema Geld drehen: Geld verdirbt den Charakter. Über Geld spricht man nicht. Geld macht nicht glücklich.

Versuch einmal, statt dieser negativen Sprichwörter diese Gedanken zu verfolgen: Geld ist Energie; es ist neutral, weder gut noch schlecht. Du kannst deinem Geld die Werte geben, die dir wichtig sind. Dafür ist es natürlich notwendig, Geld zu haben. Mache dir bewusst, was du erreichen könntest, wenn du viel Geld hättest.

Wir Frauen sind sehr gut darin, für andere einzustehen, und manchmal nicht so gut darin, für unsere eigenen Interessen zu kämpfen. Stell dir daher vor, du würdest deine Freundin beraten oder für dein Kind vorsorgen. Bekommt das Thema dann plötzlich eine wichtigere Bedeutung? Noch besser: Schnapp‘ dir deine beste Freundin und macht euch zusammen an eure Finanzplanung!

Claudia Müller ist Gründerin des „Female Finance Forum“.

Wir Frauen sind sehr gut darin, für andere einzustehen, und manchmal nicht so gut darin, für unsere eigenen Interessen zu kämpfen.

Was steht für dich an? Vielleicht eine Gehaltserhöhung einfordern? Führe dir ganz genau vor Augen, was du mit dem höheren Gehalt machen würdest: Öfter in deinem Lieblingsrestaurant essen gehen? Deine Schulden schneller abbezahlen? Mehr auf die Seite legen und deinen Notgroschen schneller aufbauen? Regelmäßig an ein Projekt spenden, das dir am Herzen liegt?

Je konkreter du dein Ziel vor Augen hast – und zwar nicht nur die Gehaltserhöhung, sondern die Frage, warum du diese Gehaltserhöhung möchtest – desto zielstrebiger kannst du daran arbeiten, es zu erreichen.

Genauso geht es mit der Altersvorsorge: Warum möchtest du dich damit befassen? „Um später nicht arm zu sein“ ist eine sehr schwammige Begründung. Außerdem können wir viel besser ein positives Ziel verfolgen als uns vor einer negativen Vision zu schützen. Drehe es also um und mache dein Ziel konkret: Möchtest du es dir leisten können, ab 60 die Arbeitszeit zu reduzieren? Möchtest du die Ausbildung deines Kindes finanzieren? Möchtest du es dir leisten können, in der Rente zu reisen, mit deinen Enkelkindern in den Zoo zu gehen, …?

Setze dir positive und konkrete Ziele!

Setze dir positive und konkrete Ziele (am besten SMART), und dann fange an! Es ist nicht zu spät und nicht zu früh. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um loszulegen!

 

Text: Claudia Müller

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Illustration: Stefanie Berkmann

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