Female Finance: Versicherungen – was muss ich wissen?

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Ein grundlegender Teil des großen Pakets “Finanzen” sind unsere Versicherungen. Sie schützen uns im Ernstfall. Wenn wir sie nicht in Anspruch nehmen, zahlen wir vermutlich drauf. Wenn wir sie aber brauchen, dann retten sie uns den Hintern, weil sie uns vor möglicherweise astronomischen Kosten schützen.

Bevor du eine Versicherung abschließt, denke daran: Nichts ist teurer als eine Versicherung, die du nicht brauchst. Und: Nichts ist teurer als eine Versicherung, die du nicht hast, obwohl du sie brauchst.

 

Welche Versicherungen brauche ich wirklich?

Es gibt vier K’s, für die eine Versicherung (fast immer) sinnvoll ist. Diese vier K’s sind:

  1. Krankheit
  2. Köpfchen
  3. Kapital
  4. Kinder

Krankheit:

Die Krankheit wird über unsere Krankenversicherung abgesichert und ist in Deutschland zum Glück Pflicht. Ob für dich die private oder die gesetzliche Krankenversicherung besser ist, hängt von deiner Situation ab. Häufig ist die private Krankenversicherung in jungen Jahren günstiger, wird jedoch mit dem Alter deutlich teurer. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind Familienmitglieder (Ehepartner und minderjährige Kinder) mitversichert, wenn sie kein eigenes Einkommen haben.

Köpfchen:

Unser Köpfchen ist für viele von uns das wichtigste Gut, um Geld zu verdienen. Dein Gehalt ist vermutlich über viele Jahre deines Arbeitslebens deine größte Einnahmequelle. Du kannst dir leicht ausrechnen, wie hoch der jährliche Verlust wäre, wenn du nicht mehr arbeiten könntest. Hier kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll sein. Du solltest sie möglichst frühzeitig abschließen, da sie sonst tendenziell teuer wird und möglicherweise gewisse Vorerkrankungen ausgeschlossen werden. Und je älter du bist, umso wahrscheinlicher ist es, dass du Vorerkrankungen hast. Als Vorerkrankung zählt schon, wenn du ein paar Mal Rückenschmerzen hattest.

Kapital:

Es ist ärgerlich, wenn du dein hart erarbeitetes Geld ausgeben musst, weil du z.B. eine Schramme in ein anderes Auto gefahren hast. Hier hilft eine Haftpflichtversicherung: Diese zahlt, wenn du das Eigentum einer anderen Person beschädigst. Egal, ob das ein Laptop ist, ein Auto oder ein Gemälde, das du versehentlich mit dem Fußball von der Wand geschossen hast.

Kinder:

Solange du dich nur um dich selbst kümmern musst, brauchst du eigentlich keine Lebensversicherung. Wenn es aber Personen gibt, die von dir abhängig sind, kann es sinnvoll sein, diese abzusichern für den Fall deines frühzeitigen Ablebens. Normalerweise sind das Kinder und/oder Lebenspartner, die im Ernstfall finanzielle Unterstützung bekommen.

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Claudia Müller, Gründerin des “Female Finance Forums”

Generell gilt bei den meisten Versicherungen: Es lohnt sich, sie frühzeitig abzuschließen. Dann sind häufig die Beiträge günstiger bei gleicher Auszahlungssumme.

Es kann auch sinnvoll sein, über eine private Rentenversicherung nachzudenken. Diese zahlen, ebenso wie die gesetzliche Rente, einen monatlichen Betrag bis zu deinem Lebensende. Tatsächlich ist es allerdings so, dass in der jetzigen Zeit der niedrigen Zinsen solche Versicherungen aufgrund der hohen Kosten und niedrigen Erträge sehr selten sinnvoll sind. Insbesondere, wenn du angestellt tätig bist und somit eine Rente als Grundlage hast, solltest du dich eher auf deine private Vorsorge konzentrieren.

 

 

Text: Claudia Müller

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Foto: Julia Novy

Illustration: Stefanie Berkmann

 

 

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