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Women support Women: Einen Store mit der Familie eröffnen!

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Wer in Hamburg und online nach skandinavischer Mode sucht, landet schnell bei Mili. Dahinter stecken die Isländerinnen Frida Björk Tomasdottir und ihre Töchter Sara und Heidi Bjarnadóttir. Vor fünf Jahren haben Frida (49) und Sara (29) den Laden eröffnet, gerade ist Heidi (23) mit ins Business eingestiegen. Für unsere Serie “Women support Women”  – powered by Triumph – haben wir mit dem Trio über das Gründen in der Familie, Herausforderungen beim Wachsen und Support in der Branche gesprochen. Nach einen Besuch im Haus von Mama Frida in Hamburg-Poppenbüttel fahren wir anschließend in den Store der drei Frauen.


Mit der neuen Kampagne #TogetherWeTriumph hebt Triumph das Thema Unterstützung auf eine höhere Ebene. Der Leitgedanke: Collective Empowerment. “Wir glauben, dass jede erfolgreiche Frau von einer anderen Frau unterstützt wird. Denn wenn Frauen sich gegenseitig unterstützen – passieren unglaubliche Dinge”, schreibt Triumph in seinem Manifesto zur Kampagne. Unter anderem hat Triumph Fakten dazu gesammelt, wie sich Frauen gegenseitig Mut machen und unterstützen.


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Wir treffen uns mit der Mili-Family im Haus von Mama Frida in Hamburg-Poppenbüttel. Von links nach rechts: Mama Frida und die beiden Töchter Heidi und Sara.

 femtastics: Wie hat es sich ergeben, dass ihr Mili als Familie gegründet habt?

Sara: Mili war ursprünglich gar nicht als Familienunternehmen geplant. Meine Mama und ich hatten lange den Traum, etwas Eigenes zu machen – es ist aus unserer gemeinsamen Leidenschaft für skandinavische Mode gewachsen, die zu dem Zeitpunkt in Hamburg nicht angeboten wurde. Wir sind das damals zwar mit einem Businessplan angegangen, waren im Nachhinein betrachtet aber recht naiv und haben uns was den Einkauf anging komplett auf unser Bauchgefühl verlassen.

Wir kennen uns in- und auswendig, mit allen Stärken und Schwächen.

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Was ist das Tolle, wenn man als Familie zusammenarbeitet?

Sara: Ein großes Thema ist, dass wir uns zu hundert Prozent aufeinander verlassen können. Wir kennen uns in- und auswendig, mit allen Stärken und Schwächen. So ergänzen wir uns gut und können einander unter die Arme greifen.

Und man ist gnadenlos ehrlich, oder?

Sara: Ja. Wir können immer alles direkt ansprechen, das ist super wichtig, wenn man als Familie zusammenarbeitet. Natürlich verschwimmen die Grenzen, wir sprechen auch privat viel über Mili. Aber das tun wir gern, es gehört dazu!

Frida: Manche haben die Regel, dass zu Hause nicht über die Arbeit gesprochen wird, aber wir sind immer neugierig, rufen einander an und fragen, wie der Tag war! Unsere Männer haben sich noch nie beschwert! (lacht)

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Eure Meetings laufen also eher beim Abendbrot ab?

Sara: Sowohl als auch. Dadurch, dass wir den ganzen Tag miteinander verbringen, sprechen wir zwischendurch miteinander und nehmen uns zusätzlich bewusst Zeit, um Dinge zu besprechen – es ist wichtig, das nicht ständig Tür und Angel zu tun. Und wir nutzen intensiv die Zeit, wenn wir Messen im Ausland besuchen und den Einkauf machen, das machen wir vier- bis sechsmal im Jahr. Da besprechen wir, in welche Richtung wir gehen wollen, was gut läuft, woran wir mehr arbeiten müssen. Dann sind wir am kreativsten, wir haben viel Input und dadurch kommen viele neue Ideen.

Welche Rolle spielt Frauenpower bei euch?

Sara: Eine große! Am wichtigsten ist, dass man sich gegenseitig unterstützt.

Heidi: Es ist wichtig, dass Frauen sich gegenseitig helfen und nicht runterziehen oder nach Mängeln suchen. Gemeinsam ist man stark. Man sollte immer das Positive in den Dingen sehen – ob im Beruf oder in der Freizeit!

Sara: Uns ist es wichtig, andere Shop-Besitzerinnen und unsere Kundinnen zu supporten! Und wir haben viele Stammkundinnen, die uns supporten und die ganz bewusst das lokale Shopping unterstützen wollen und wissen, wie wichtig das ist. Manche sind sogar zu Freunden geworden!

Hinter euren Brands stecken auch viele weibliche Designerinnen!

Heidi: Genau. Ich finde es toll, dass wir so eine schöne Mischung haben – von Jungdesigner über bekannte Brands bis hin zu neuen Labels.

Wie teilt ihr euch die Arbeit auf? Hat jede einen speziellen Bereich, für die sie hauptverantwortlich ist?

Sara: Jede hat ihren Bereich, je nachdem, wo die Stärken und Schwächen und das Interesse liegen. Trotzdem sind wir in alles eingebunden, wir tauschen uns viel aus und wissen über alles Bescheid. Das ist ganz wichtig, so kann jede theoretisch alle Aufgaben übernehmen. Wir stehen alle viel und gerne im Laden, der Kontakt zu den Kunden ist sehr wichtig und es macht einfach Spaß.

Frida: Ich bin für die Buchhaltung und das Tagesgeschäft zuständig …

Sara: … und Heidi und ich decken den Bereich Onlineshop und Social Media ab.

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Stichwort #Sisterhood: Habt ihr beide euch schon immer so gut verstanden, Sara und Heidi?

Sara: Es ist sehr harmonisch.

Frida: Ihr habt euch immer gut verstanden! Obwohl ihr sehr unterschiedlich seid …

Was haben die beiden für Charaktereigenschaften?

Frida: Sara ist sehr vorsichtig, ruhig und überlegt. Heidi ist impulsiv und immer in Aktion.

Sara: Vielleicht harmoniert es deswegen so gut, weil wir uns da ergänzen!

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Ihr habt alle einen tollen Modestil und wählt besondere Teile für Mili aus. Hat eure Mutter euren Stil beeinflusst?

Sara: Sie war und ist immer noch unser Vorbild! Wenn wir uns die Favoriten aus den Kollektionen herauspicken, haben wir immer dieselben Teile in der Hand!

Ihr diskutiert also nie?

Sara: Nicht wirklich, hier muss sich keiner wirklich für ein Teil durchsetzen. Wir finden es gut, dass wir durch unsere Altersunterschiede so eine breite Zielgruppe abdecken können.

Was sagt eigentlich euer 14-jähriger Bruder zu eurem Business? Fühlt er sich ausgeschlossen?

Sara: Am Anfang hat er sich nicht dafür interessiert und hat uns gefragt, wie wir den ganzen Tag im Laden abhängen können! (alle lachen) Aber nun hat er entdeckt, dass viele unserer Labels auch Männer-Kollektionen haben, das findet er, da er gerade ein Interesse für Mode entwickelt, natürlich spannend.

Heidi: Er ärgert sich, dass wir kein Mili Man haben. Das will er dann später machen, das ist sein Ziel!

Mili ist unser Baby, wir haben alles selber gemacht und auf einmal ist es ein Business, mit allem was dazu gehört.

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Perfekt! Apropos, Mili ist in den letzen fünf Jahren enorm gewachsen – feiert ihr eure Erfolge oder rauscht das an euch vorbei?

Sara: Natürlich hat man viele Ideen und möchte viel umsetzen, damit immer wieder etwas Neues passiert. Aber wir versuchen uns Zeit dafür zu nehmen, jeden Schritt Revue passieren zu lassen und auch zu feiern!

Welchen Herausforderungen musstet ihr euch in der Vergangenheit stellen?

Sara: Am Anfang war die Gründung auf jeden Fall eine große Herausforderung, in letzter Zeit war das Einstellen von Mitarbeitern und die Mitarbeiterführung eine große Herausforderung – das ist ein komplett neues Feld für uns!

Eine Thema, das viele Gründer unterschätzen …

Frida: Genau. Die richtigen Leute zu finden, Aufgaben abzugeben und nicht mehr die Kontrolle zu haben, das ist ein ganz neues Gefühl.

Sara: Mili ist unser Baby. Wir haben alles selber gemacht und auf einmal ist es ein Business, mit allem was dazu gehört. Das ist eine große Herausforderung. Wir mussten lernen, dass es schlecht ist, Aufgaben nicht abzugeben. Wenn Mitarbeiter etwas anders machen, muss das nicht schlechter sein. Mit dem Wachstum mussten wir diesen Schritt gehen, wir können nicht mehr alles selber machen. Jetzt haben wir ein super Team, klein aber fein. Wir sind froh, dass wir so tolle Mädels haben, die uns unterstützen. Aber es war ein großer Schritt für uns.

Frida: Wir waren zunächst unsicher, auch für die Mitarbeiter war es nicht einfach, in einem Familienunternehmen zu arbeiten. Und wir müssen aufpassen, dass wir immer deutsch sprechen und nicht isländisch … (lacht).

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Beeinflusst ihr euch gegenseitig, was euren Stil angeht?

Sara: Unbewusst, wir müssen schon aufpassen, dass wir nicht alle drei im gleichen Outfit im Laden stehen! (alle lachen) Das ist schon mal vorgekommen und wir wurden gleich gefragt, ob das die neue Mili-Uniform sei. Das passiert ganz automatisch, wenn man so viel Zeit miteinander verbringt und sich aus den gleichen Quellen Inspiration holt.

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Vor fünf Jahren haben Frida und Sara den Mili-Store im Lehmweg in Hamburg eröffnet – Heidi steigt jetzt Vollzeit mit ein.

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Die Herbstfavoriten der Mili-Family: Frida mag besonders die neuen Cord-Teile, Heidi steht auf kariert und Sara auf Pink!

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Jetzt müsst ihr uns zum Abschluss natürlich unbedingt noch die wichtigsten Herbst/Winter-Trends verraten!

Frida: Cord kommt! Wir waren beim Einkaufen überfordert, weil alle Cord haben, so viele tolle Teile, aber wir können natürlich nicht nur Cord-Teile im Laden anbieten! (lacht)

Sara: Kariert kommt auch, und ganz viel Farbe! Ein großes Thema wird die Farbe Braun, sie ist bei fast jeder Kollektion mit dabei. Es kommt viel Midi-Länge, die Hosen sind ein bisschen weiter, es entsteht eine neue Silhouette.

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Work, work work! Sara, Frida und Heidi stellen ihre Favoriten regelmäßig bei Instagram vor.

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Und im Schuhbereich?

Frida: Cowboystiefel! Und natürlich Sneakers in allen Variationen. Aber auch Trekking- und Wanderschuhe kombiniert mit Kleid sind angesagt.

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Was steht bei Mili demnächst an?

Sara: Die neue Saison ist gerade gestartet. Im November bekommen wir noch mehr neue Labels, zum Beispiel coole Jeans von Alexa Chung und Teile vom dänischen Label Resumee. Dahinter stecken zwei Frauen, die gerade das erste Mal eine Show in Kopenhagen gezeigt haben. Jede Kollektion hat ein bestimmtes Thema, die Sommerkollektion fürs nächste Jahr ist vom Film “Clueless” inspiriert!

Vielen Dank für das schöne Gespräch und weiterhin ganz viel Erfolg mit Mili!

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Hier findet ihr den Mili Store:

Fotos: Sarah Buth

Layout: Carolina Moscato

– Werbung: in Zusammenarbeit mit Triumph –

 

 

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