Female Finance: Geldanlage – wie treffe ich die richtige Wahl?

Fotos: 
17. September 2019

Die private Geldanlage ist ein essenzieller Bestandteil unserer Altersvorsorge und des Vermögensaufbaus. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Geld anzulegen. Idealerweise natürlich mit Gewinn.

Dabei sollte Geldanlage nicht mit einer Versicherung verwechselt werden. Eine private Rentenversicherung zahlt uns später einen garantierten monatlichen Betrag aus. Für diese Absicherung zahlen wir hohe Beiträge. Wir müssen uns also überlegen, ob die Sicherheit uns den Preis wert ist. (Mehr zur privaten Rentenversicherung kannst du hier lesen.) Ob sich eine private Rentenversicherung für dich lohnt, hängt sehr von deiner beruflichen und privaten Situation ab: Bist du angestellt erwerbstätig oder selbständig? Hast du Kinder? Wie hoch ist deine zu erwartende Rente?

Neben oder anstelle einer Rentenversicherung solltest du unbedingt dein Geld privat anlegen. Bei jeder Geldanlage gibt es Besonderheiten und Einschränkungen. Wenn wir uns für eine sehr sichere Möglichkeit entscheiden, können wir nur eine niedrige Rendite, also einen niedrigen Gewinn, erwarten. Wenn wir mehr Gewinn möchten, geht dies mit höherem Risiko einher. Hinzu kommt die Frage, wie liquide unser Geld ist, also wie schnell wir es bar ausbezahlt bekommen können. Wenn du mehr über dieses Spannungsfeld lesen möchtest, kannst du das hier oder hier tun.

Wir müssen uns also gut überlegen, welche Anlageklasse für uns die richtige ist.

Für die langfristige Geldanlage – mehr als zehn Jahre – gibt es nur wenige Möglichkeiten, die uns eine gute Mischung aus Risiko und Gewinn bieten. Eigentlich ist das gut, denn das reduziert unsere Wahlmöglichkeiten und verkürzt somit unseren Entscheidungsprozess.

Für die meisten von uns steht die Entscheidung hauptsächlich zwischen Immobilien und dem Aktienmarkt. Hierbei gibt es ein paar grundlegende Kriterien, die für die eine oder die andere Anlageklasse sprechen. Kryptowährungen sehe ich als Spekulation und keine Investition, da keine Wertschöpfung zugrunde liegt wie bei einem Unternehmen. Sie können spannend sein, wenn deine Altersvorsorge bereits in trockenen Tüchern ist und du einfach etwas ausprobieren möchtest. Vorher würde ich die Finger davon lassen.

femtastics-Claudia-Mueller-Female-Finance-Forum

Claudia Müller, Gründerin des „Female Finance Forum“

Immobilien

Wie der Name schon sagt, ist eine Immobilie immobil, also unbeweglich. Das ist ein Grundkriterium, das zu deinem Leben passen muss. Möchtest du in der Immobilie wohnen, dann musst du bereit sein, sesshaft zu werden. Und auch, wenn du vermieten möchtest, musst du dich regelmäßig um die Immobilie kümmern. (Bei der Wahl, ob du kaufen oder mieten möchtest, hilft dir dieser Artikel.)

Hinzu kommt, dass du für eine Immobilie einen großen Betrag als Eigenkapital mitbringen musst. Insbesondere momentan ist es schwierig, als junger Mensch ohne finanzielle Unterstützung, von z.B. Familie, eine Immobilie zu kaufen. Der Vorteil einer Immobilie ist dafür, dass du fremdes Geld nutzen kannst, um es zu vermehren. Eine Bank gewährt dir gerne einen Kredit, um damit eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen. Wenn du für Aktieninvestitionen einen Kredit aufnehmen möchtest, wird dir das vermutlich sehr schwerfallen, zumal ich definitiv davon abraten würde.

Aktien

Die Deutschen haben eine große, unnötige Angst vor Aktien, ganz im Gegenteil zu anderen Ländern. Dabei eignen sie sich für die langfristige Geldanlage hervorragend, da der Aktienmarkt langfristig bislang immer an Wert hinzugewonnen hat. Zudem kannst du bereits mit kleinen Beträgen (ab 25 Euro pro Monat) in mehrere Tausend verschiedene Unternehmen investieren. Dies funktioniert über einen Aktien-Fonds (mehr dazu kannst du hier nachlesen). Allerdings ist es wichtig, dass du hierfür einen langfristigen Investitionshorizont hast. Langfristig heißt, dass du das Geld in den nächsten zehn Jahren nicht benötigst. Wir können uns sicher sein, dass der nächste Börsencrash kommt. Allerdings wissen wir nicht, ob er in zwei Monaten, zwei Jahren oder zehn Jahren kommt. Und diesen Crash musst du sowohl psychologisch, als auch finanziell durchstehen können.

Für den langfristigen Vermögensaufbau und die Altersvorsorge ist eine gewinnbringende Investition ein Muss. Die Rente wird nicht ausreichen, und wir müssen unseren privaten Teil zur Altersvorsorge beitragen. Immobilien und Aktien sind dabei sehr gute Möglichkeiten, um vorzusorgen und dabei nicht zuzusehen, wie unser Erspartes durch die Inflation konstant an Wert verliert.

 

 

Text: Claudia Müller

Mehr zum Thema lest ihr auf Claudias Blog

Foto: Julia Novy

Illustration: Stefanie Berkmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.