Zur Startseite
Wellbeing

Perimenopause und Periode: Wie sich Zyklus und Blutungen verändern können

28. Oktober 2026

geschrieben von Anna Weilberg

Anzeige

Frau schaut durch Jalousie – Symbolbild für Perimenopause und Periode

Die Perimenopause ist eine Phase hormoneller Umbrüche, die jede Betroffene anders erlebt. Die möglichen begleitenden Symptome der Perimenopause, aber auch die Veränderungen von Zyklus und Periode können individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Mit Gynäkologin und "o.b.®"-Expertin Dr. Stephanie Eder sprechen wir darüber, wie sich der Zyklus und die Periode während der Perimenopause ändern können und was dabei völlig normal ist.


Partner dieses Beitrags sind "o.b.®" und "Carefree®". Meist beginnt der Zyklus in der Perimenopause stark zu schwanken und viele Betroffene stellen sich die Frage, welcher Schutz am besten zu dieser Zeit passt: Mal reicht ein kleiner Tampon aus, mal eine Slipeinlage, dann wiederum braucht man mehr Schutz bei einer stärkeren Blutung. Das Portfolio von "o.b.®" und "Carefree®" bietet die passenden Periodenprodukte, von Tampons bis Periodenunterwäsche, für alle Bedürfnisse.


"Früher dachte ich: Solange ein*e Patient*in einen unauffälligen Zyklus hat, kann die Perimenopause noch nicht begonnen haben. Heute weiß ich, dass das nicht stimmt."

femtastics: Der Menstruationszyklus beeinflusst den ganzen Körper. Ist die Periode auch das erste "Warnsignal" für den Übergang in die Perimenopause?

Dr. Stephanie Eder: Das ist tricky. Ein*e Patient*in kann noch einen regelmäßigen Zyklus haben, aber dabei andere Symptome der Perimenopause. Und dann kann die Person auch bereits in der Perimenopause sein, obwohl der Zyklus und die Periode noch unauffällig sind.

Vor rund zwanzig Jahren dachte ich noch: Solange ein*e Patient*in einen unauffälligen Zyklus hat, kann die Perimenopause noch nicht begonnen haben. Heute weiß ich, dass das nicht stimmt.

Wie verändern sich denn der Zyklus und die Periode in der Perimenopause – wird der Zyklus kürzer, länger, unregelmäßiger? Verändern sich die Blutungen?

Ganz verschieden. In der Fachliteratur hieß es immer, die Zyklen würden sich verkürzen. Das deckt sich aber nicht mit meinen Erfahrungen. Es hängt ja auch davon ab, wie der Zyklus vorher war. Bei manchen verändert sich die Länge des Zyklus', bei anderen die Intensität der Blutung. Die Periode wird vielleicht schwächer oder es gibt Schmierblutungen. Andere bluten plötzlich viel stärker als sie es gewohnt sind.

Deshalb kann es sehr sinnvoll sein, in dieser Zeit nicht nur unterschiedliche Größen von Tampons für unterschiedlich starke Blutungen zu nutzen, sondern ggf. auch Slipeinlagen oder Periodenunterwäsche, wenn es zu unregelmäßigen Blutungen kommen kann.

Übrigens: Wenn ein*e Patient*in nur Zyklusveränderungen hat, aber sonst keinerlei Symptome der Perimenopause – keine Hitzewallungen, keinen Nachtschweiß, keine Gelenkbeschwerden, keine Stimmungsschwankungen, keine trockene Haut, kein Herzrasen, ... – dann sollte man aufmerksam sein, denn schließlich können auch andere Gründe dahinterstecken, wie zum Beispiel Myome oder Polypen in der Gebärmutter.

"Wirklich erst, wenn man über 50 Jahre alt ist und ein Jahr lang nicht mehr geblutet hat, kann man sich darauf einstellen, dass das Thema Periode durch ist."
"o.b." Tampons in einem Handschuhfach
o.b. Tampons in einer Wäscheschublade
o.b. Tampons neben BHs in einer Wäscheschublade
"o.b." Tampons in einem Handschuhfach
o.b. Tampons in einer Wäscheschublade
o.b. Tampons neben BHs in einer Wäscheschublade
"o.b." Tampons in einem Handschuhfach
o.b. Tampons in einer Wäscheschublade
o.b. Tampons neben BHs in einer Wäscheschublade
"o.b." Tampons in einem Handschuhfach
o.b. Tampons in einer Wäscheschublade
o.b. Tampons neben BHs in einer Wäscheschublade

"o.b.®" bietet Schutz von Mini zu Ultra, von Original zu ExtraProtect oder einem Periodenslip. Je nachdem, wie stark die Blutung ausfällt und wie die eigenen Bedürfnisse sind, kann auch eine Plus Large oder Plus Long Slipeinlage von "Carefree®" ausreichen.

"o.b.®" bietet Schutz von Mini zu Ultra, von Original zu ExtraProtect oder einem Periodenslip. Je nachdem, wie stark die Blutung ausfällt und wie die eigenen Bedürfnisse sind, kann auch eine Plus Large oder Plus Long Slipeinlage von "Carefree®" ausreichen.

"o.b.®" bietet Schutz von Mini zu Ultra, von Original zu ExtraProtect oder einem Periodenslip. Je nachdem, wie stark die Blutung ausfällt und wie die eigenen Bedürfnisse sind, kann auch eine Plus Large oder Plus Long Slipeinlage von "Carefree®" ausreichen.

"o.b.®" bietet Schutz von Mini zu Ultra, von Original zu ExtraProtect oder einem Periodenslip. Je nachdem, wie stark die Blutung ausfällt und wie die eigenen Bedürfnisse sind, kann auch eine Plus Large oder Plus Long Slipeinlage von "Carefree®" ausreichen.

01/03

Kann die Periode auch mehrere Monate ganz ausbleiben und dann wiederkommen?

Absolut und das ist total nervig. Der Durchschnitt der Menstruierenden in Deutschland hört mit rund 51 oder 52 Jahren auf zu bluten. Aber manche Patient*innen haben ihre letzte Periode mit 48 und wieder andere menstruieren mit 55 noch völlig normal.

Deshalb rate ich Patient*innen in der Perimenopause immer, Zyklus-Tracking in einem Periodenkalender oder einer Zyklus-App zu machen. Es hilft sehr, einen Überblick über den eigenen Zyklus zu haben.

Ich habe immer wieder Patient*innen, die sagen: "Ich war so glücklich, ich habe sieben Monate nicht mehr geblutet, ich habe meine Periodenprodukte schon meiner Tochter gegeben – und plötzlich kam meine Periode doch wieder!".

Als Faustregel gilt: Wirklich erst, wenn man über 50 Jahre alt ist und ein Jahr lang nicht mehr geblutet hat, kann man sich darauf einstellen, dass die Themen Periode und Fruchtbarkeit durch sind. Die letzte Periodenblutung ist rückblickend dann die Menopause.

Und das ist dann kein Grund zur Sorge?

Nein, es kommt einfach vor, dass die Eierstöcke in der Perimenopause mal mehr, mal weniger arbeiten. Sorgen muss man sich dann machen, wenn eine Frau* über 50 Jahre alt ist, ein Jahr lang nicht mehr geblutet hat, und dann wieder anfängt zu bluten. Das ist dann eine sogenannte Postmenopausenblutung und die gehört abgeklärt, weil sie auch ein Symptom für etwas Bösartiges sein kann.

Was sagt die Periode eigentlich über die hormonelle Situation in der Perimenopause aus?

Wenn die Periode seltener wird, zum Beispiel nur noch alle drei oder vier Monate, dann kann man daraus einen deutlichen Rückschluss auf die hormonelle Situation ziehen. Das zeigt, dass die Eierstöcke nicht mehr so arbeiten wie sie sollen, also dass das hormonelle Zusammenspiel zwischen Eierstöcken und Hirnanhangdrüse nicht mehr so gut funktioniert.

Aber wie schon gesagt: Umgekehrt gilt das nicht. Also auch wenn der Zyklus noch regelmäßig und unauffällig ist, können trotzdem schon hormonelle Veränderungen stattfinden und die Perimenopause kann schon begonnen haben.

"Die Perimenopause kann ein guter Zeitraum sein, sich um sich und den eigenen Körper zu kümmern."

Wenn der Zyklus unregelmäßiger wird – heißt das, dass eine Schwangerschaft unwahrscheinlicher wird, oder ist weiterhin Verhütung nötig?

Ja, mit einem unregelmäßigen Zyklus wird auch eine Schwangerschaft unwahrscheinlicher, das ist einfach Statistik. Aber: Wenn auch nur einmal in einem halben Jahr ein Eisprung stattfindet und dann das passende Spermium des Weges kommt, dann ist auch eine Schwangerschaft möglich. Dementsprechend sollte man auch bei einem unregelmäßigen Zyklus weiter verhüten, wenn man eine Schwangerschaft ausschließen will.

Welchen Ratschlag haben Sie für Frauen* zur Perimenopause?

Die Perimenopause kann ein guter Zeitraum sein, sich um sich und den eigenen Körper zu kümmern. Viele Frauen* bemerken, dass Beschwerden, Erkrankungen und "Zipperlein" zunehmen. Die Perimenopause kann eine Chance sein, auf sich zu schauen – im positiven Sinn.

Zum Beispiel in Bezug auf Ernährung und Bewegung. So viele Studien zeigen, dass Sport und regelmäßige Bewegung nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, sondern auch für Krebserkrankungen. Darauf haben wir selbst einen Einfluss. Ganz abgesehen davon, dass Menschen, die sich gerne bewegen, eine erhöhte Endorphinausschüttung haben, sich also mental besser fühlen. Ich will niemandem zum Marathon verdonnern, es geht um Bewegung im Alltag. Idealerweise sollte man auch Kraftsport machen, weil wir mit dem Alter Muskelmasse verlieren und die Knochendichte abnimmt.

Bewegung und Sport können auch Beschwerden der Perimenopause, wie Schlafstörungen, verringern. Natürlich gehören immer mehrere Aspekte dazu und auch für Symptome der Perimenopause gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Eine Hormonersatztherapie kann für manche Frauen* auch sinnvoll und hilfreich sein.

Lesetipp: Hier prüfen wir zusammen mit Dr. Stephanie Eder gängige Perimenopause-Mythen und erklären, was man wirklich zur Perimenopause wissen muss.

Portraitfoto Dr. Stephanie Eder

Dr. Stephanie Eder


Dr. Stephanie Eder ist Gynäkologin und Mitglied der "Deutschen Menopause Gesellschaft". Für die Marke "o.b.®" klärt sie u.a. auf "TikTok" über die Periode und Frauen*gesundheit auf. Mehr über sie erfahrt ihr auf der Website ihrer Gemeinschaftspraxis.


Fotos: Frauenärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. Jörg Nill und Dr. Stephanie Eder; "o.b.®"

– Werbung: In Kooperation mit "o.b.®" –