Fempower News: Härtere Strafen für Gewalt gegen Frauen* und Kritik an Dresscodes im Sport

20. Juli 2022

Jede Woche gibt es bei uns eine große Portion Fempower News! Im femtastics-Kosmos ist ständig was los, viele Frauen* und Männer*, die wir in unseren Interviews und Homestories porträtieren, erzählen uns von ihren neuen Projekten und außerdem laufen uns täglich spannende News aus der ganzen Welt über den Weg. Wir wollen supporten, vernetzen – von Hamburg bis Honolulu, vom Lieblingszitat bis zum lesenswerten Artikel.

Härtere Strafen für Gewalt gegen Frauen: In Deutschland erlebt jede dritte Frau Gewalt in der Partnerschaft. Viele Betroffene verzichten aus Angst nicht ernst genommen zu werden auf eine Anzeige. Justizminister Marco Buschmann sagte den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“, das Ausmaß frauenfeindlicher Gewalt sei „erschütternd“. Nun soll eine Änderung des Strafgesetzbuches dafür sorgen, dass solche Taten stärker bestraft werden. „Gewalttaten von Männern gegen Frauen dürfen nicht als private Tragödien oder Eifersuchtsdramen bagatellisiert werden. Geschlechtsspezifische Gewalt muss als solche benannt und mit der gebotenen Strenge bestraft werden“, so der Justizminister. Damit soll ein Signal an die Gesellschaft gesendet und hoffentlich bald mehr Aufmerksamkeit für solche Straftaten geschaffen werden. Für uns hat Autorin Sarah Kessler darüber geschrieben, warum Gewalt an Frauen häufig zu wenig bestraft wird. Wir sind gespannt, wie es mit diesem wichtigen Thema weitergeht.

Dresscodes im Sport: Sportlerinnen und Athletinnen wird oft vorgeschrieben, was sie im Wettkampf tragen sollen. Der „Spiegel“ betitelt dieses Phänomen als „Sexualisierte Gewalt ohne Körperkontakt“ (Paid). Sei es das Tragen von weißer oder sehr knapper, hautenger Kleidung – vor allem, aber nicht nur, während der Menstruation kann das für die Sportlerinnen unangenehm sein. Schon Ende Juni wurden diese Dresscodes beim Auftakt des Tennisturniers in Wimbledon aufgrund der vorgeschriebenen weißen Looks kritisiert. Nun fordern Sportlerinnen mehr Entscheidungsfreiheit bei der Outfitwahl. Die deutsche Turnerin Sarah Voss trug bei Wettkämpfen mehrfach Ganzkörperanzüge als Zeichen gegen Sexualisierung (siehe oben). Wir finden: Eine Diskussion, die schon längst überfällig ist.

„Einhorn Feminist Funding“: Das Berliner Start-up „Einhorn“, welches vegane und nachhaltige Kondome und Periodenprodukte herstellt, setzt sich nun mit einem neuen Konzept für feministische NGOs ein. Dabei gehen ab jetzt 50 % der Gewinne aller Periodenprodukte mit einem „FemFund-Sticker“ in einen Fund. Dieser wird Anfang 2023 mithilfe eines Gremiums an feministische Aktivist*innen und/oder NGOs ausgeschüttet. Ab dem 01.08.2022 startet die Bewerbungsphase, in welcher sich die Initiativen bewerben können. Später entscheidet das Gremium, welche Bewerber*innen das Geld aus dem Fund ausgeschüttet bekommen. Hier gibt es mehr Informationen zur Aktion und dem Bewerbungsprozess.

Darüber sprechen wir gerade:

  • Ist ein Einfamilienhaus noch zeitgemäß? Was für viele Menschen noch immer ein Traum ist, empfindet „jetzt“-Autor Stefan Sommer eher als Belastung – und das nicht aufgrund der Immobilienpreise. In diesem Post auf Instagram gibt es eine Preview, den ganzen Text findet ihr hier (Paid).
  • Girlbands müssen nicht immer weiblich sein! „The Uniqornz“ bezeichnen sich als „First Male Girlband“ und präsentieren sich auf Instagram und TikTok tanzend, auf Rollschuhen oder mit verrückten Inszenierungen, die mit Gender-Klischees brechen. Wir sind jetzt schon große Fans!
  • Gewalt während der Geburt ist für immer mehr Frauen schreckliche Realität – sowohl psychisch als auch physisch. Viele leiden noch Jahre danach unter den Folgen dieser traumatischen Erfahrung. Und doch wird kaum darüber gesprochen. Warum ist das so? In diesem Video von „Funk“ erfahrt ihr mehr darüber.

Lieblingsprodukte aus der Redaktion:

Wir stellen euch in unseren News regelmäßig Produkte vor, die gute Laune machen. Diese Woche sind das:

Teaserbild: „Einhorn“


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