Fempower News: Nachhaltige Reisen und Geschenkverpackungen, ein Buch über Rassismus & mehr!

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20. Oktober 2021

Jede Woche gibt es bei uns eine große Portion Fempower News! Im femtastics-Kosmos ist ständig was los, viele Frauen* und Männer*, die wir in unseren Interviews und Homestories porträtieren, erzählen uns von ihren neuen Projekten und außerdem laufen uns täglich spannende News aus der ganzen Welt über den Weg. Wir wollen supporten, vernetzen – von Hamburg bis Honolulu, vom Lieblingszitat bis zum lesenswerten Artikel.

Schwarzes Herz: Vielleicht kennt ihr die Buch- und Drehbuchautorin sowie Internet-Aktivistin gegen Rassismus Jasmina Kuhnke unter ihrem Pseudonym „Quattromilf“, das sie auf Twitter sowie auch Instagram nutzt. Jetzt hat sie ihren ersten Roman veröffentlicht. In „Schwarzes Herz“ erzählt sie davon, was es mit einem macht, immer aufzufallen. Die Protagonistin ihres Buches, eine Schwarze Ich-Erzählerin, wächst am Rande des Ruhrgebiets auf, in den neunziger Jahren. Zu Hause wütet ein gewalttätiger Stiefvater, in der Schule gibt es wenig Unterstützung, dafür viel Ausgrenzung. Auf einem Kindergeburtstag steht beim Klingelstreich plötzlich ein Neonazi in der Tür. … Wer sich nicht vorstellen kann, wie sich (Alltags-)Rassismus anfühlt, kann es durch dieses Buch nachempfinden.

Fotos: Lena Jürgensen

Mode aus Papier: Vom 22. bis zum 31. Oktober 2021 sind im Freiraum des „Museums für Kunst und Gewerbe“ (MK&G) in Hamburg besondere Modeentwürfe zu sehen. „Fresh Fashion“ ist ein künstlerisches Projekt, das sich an Jugendliche richtet, die anhand des Themas „Meine Mode“ ihre Ausdrucksmöglichkeiten erforschen. In dem einwöchigen Workshop, der im Sommer 2021 stattfand, haben sie dazu ihre Ideen in Tape-Muster und Papiermode umgesetzt. Im Freiraum des „MK&G“ werden nun die Ergebnisse des Workshops gezeigt. Zu sehen sind die Papierobjekte, sowie die Fotografien der Selbstinszenierung der Jugendlichen mit ihren Objekten. Das Projekt „Fresh Fashion“ wurde gemeinsam konzipiert und angeleitet von Lara Dahlmann, die das Thema Papierkunst übernahm, und Lena Jürgensen, die die Jugendlichen fotografierte.

Sexismus und Machtmissbrauch: Diesen Montag musste Julian Reichelt seinen Posten als Chefredakteur der „Bild“-Zeitung nun doch verlassen. Ein halbes Jahr, nachdem Vorwürfe in Bezug auf Machtmissbrauch, Vermischung von beruflichen und privaten Beziehungen zu Mitarbeiterinnen, und die Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen gegen ihn öffentlich wurden. „Frauen würden bei „Bild“ vor allem nach ihrer „Fuckability“ beurteilt – sowohl in der Berichterstattung, aber auch intern.“, so eine langjährige Führungskraft. Damals sagte der Axel Springer Verlag, es habe „keine Anhaltspunkte für sexuelle Belästigung oder Nötigung“ gegeben. Wie der „Spiegel“ schreibt, hätten Reichelts Anwälte und die des Verlages damals darauf verwiesen, dass sich „keine Belege für ein strafbares Verhalten gefunden hätten; Reichelt sei keine öffentliche Person, sodass Beziehungen aus seinem Privatleben nicht von öffentlichem Interesse seien. Zudem seien die Vorgänge schon eine geraume Zeit her.“ Erst jetzt, nach einem Bericht der „New York Times“ hat der Axel Springer Verlag reagiert und Julian Reichelt „von seinen Aufgaben entbunden„. Wie häufig Macht missbraucht wird, haben u.a. die „MeToo“-Debatte und der Fall Harvey Weinstein gezeigt. Wie Journalistin Ann-Kathrin Hipp im obigen Zitat bei „radioeins“ gesagt hat, passiert es leider noch immer permanent als Folge eines strukturellen Sexismus im Patriarchat. Was dagegen hilft? Diverser aufgestellte Führungsteams, Sexismus (öffentlich) ansprechen – und neue Systeme schaffen.

Fotos: travelld

Nachhaltige Reiseplanung: „Wir sind zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, die jedoch in Ihrer Vision des bewussten Reisens vereint sind.“, sagen Ira und Denise. Die beiden haben sich zusammen selbstständig gemacht und „travelld.“ gegründet. „travelld.“ ist eine Reiseplanungsagentur, die maßgeschneiderte Reisen in Europa plant. Conscious Travelling bildet dabei die Grundlage der Geschäftsidee – anders gesagt: „ein Fokus auf bewusstem Erleben und Nachhaltigkeit. Mit Respekt gegenüber der Natur, Mensch und Kultur.“, wie die Gründerinnen sagen. Wer von „travelld.“ beraten werden möchte, füllt einfach auf der Website einen Fragebogen aus, dann entwickeln Ira und Denise einen passenden Vorschlag.

Nachhaltige Geschenkverpackungen: Allein zu Weihnachten werden in Deutschland ca. 8.000 Tonnen Papiermüll produziert. Das Ziel der Gründerinnen Nina und Caro ist es, den Geschenkpapiermüll deutlich zu reduzieren und die Geschenkverpackungswelt nachhaltiger zu gestalten. Dafür haben sie „happy wrappi“ gegründet, ein Label, das auf dem japanischen „Furoshiki“-Tuch basiert. Die hübschen Stofftücher kosten rund 15 Euro und können immer wieder als Geschenkverpackung verwendet werden. Auf der Website des Labels finden sich auch die passenden Faltanleitungen. Happy Wrapping!

Foto: ambiletics

Pop-up in Hamburg: Am kommenden Freitag und Samstag – 22. und 23. Oktober, jeweils von 12-18 Uhr – ist das Münchner Yoga- und Activewear-Label „ambiletics“ zu Gast im Store „B-Lage“ in der Kampstraße 11 in Hamburg. „ambiletics“ ist ein female-founded Start-up und alle Produkte werden aus recyceltem Plastikmüll unter fairen Bedingungen in einer GOTS-zertifizierten Näherei in Portugal gefertigt. Klingt gut, oder? Selbst von den Produkten überzeugen könnt ihr euch im Pop-up-Shop.

Vegane Koch-Show: Schon in unserem Interview mit Cathy Bernhardt, die in Hamburg das vegane Restaurant „Happenpappen“ betreibt, haben wir gemerkt, dass Cathy voller Ideen und Tatendrang steht. Jetzt hat sie eine Koch-Show auf YouTube gestartet: „Cathy kocht“, in der sie vegane Rezepte wie Mac & Cheese vorführt. Yummy!


Teaserfoto: „happy wrappi“

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